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Wien - Christoph Franz, seit Jänner neuer Lufthansa-Konzern-Chef, hätte auf diese zusätzliche Herausforderung wohl gerne verzichtet. Er muss für die schwer defizitäre AUA einen neuen Chef suchen, nachdem Thierry Antinori kurzfristig absprang. Mit dieser Situation fertig zu werden ist für die Deutschen auch neu, das gab es in der Spitzenetage noch nicht.
Der Lufthansa sitzt die Entscheidung Antinoris jedenfalls tief in den Knochen: Derzeit herrscht absolute Funkstille, niemand äußert sich zu dem Thema. Insider sagen, es sei schon sehr bezeichnend für so einen großen Konzern wie die Lufthansa, dass über lange Zeit nicht bemerkt wird, wenn eine Führungskraft wie der Vertriebs-Profi Antinori unzufrieden ist und sich beruflich neu orientieren will. Es war wohl eine Mischung "aus Sachproblemen und unterschiedlicher Kultur", die den gebürtigen Franzosen veranlassten, den Konzern überraschend nach 14 Jahren zu verlassen, berichten Vertraute. Er selbst ist für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Antinoris Verhandlungen über einen AUA-Dienstvertrag hätten sich endlos gezogen, "er hat mit AUA-Aufsichtsratschef Stefan Lauer um Peanuts herumstreiten müssen, vor dem Hintergrund, dass die AUA heuer 100 Mio. Euro einsparen muss", wird berichtet. Schließlich dürfte Antinori auch mit der Aufgabenverteilung im Vorstand nicht zufrieden gewesen sein; konnte sich dabei aber offenbar nicht durchsetzen. Die Zeit für die Neubesetzung der Spitze wird knapp, denn man verliere wieder Monate, bis der Nachfolger eingearbeitet ist. Immerhin war Antinori seit drei Monaten in die Geschehnisse in Wien involviert.
Viele Lufthanseaten kommen für die Position nicht in Frage: Carsten Spohr, jetzt Konzern-Vorstand, früher Cargo-Chef, war einst Sekretär von Lufthansa-Aufsichtsratschef Jürgen Weber. Er wird als Christoph Franz' Nachfolger aufgebaut, heißt es. Franz' Vorgänger Wolfgang Mayrhuber wird wohl wenig Interesse haben, Lufthansa-Beteiligungs-Vorstand Stefan Lauer (auch AUA-Aufsichtsratschef) kam aus der Politik und dürfte als operativer AUA-Chef auch nicht infrage kommen. Und Finanz-Vorstand Stephan Gemkow wird sich Wien nicht antun, wo er doch selbst gerne Konzern-Chef geworden wäre. (Claudia Ruff, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5.4.2011)
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ach, war noch die welt in ordnung, als ötsch die aua saniert hatte.. jetzt kommen die gaunerten lufthanseaten und zerstören dieses wunderbare österreichische polithandwerk, das sie obendrein noch mit mitgift vom österreichischen steuerzahler hinten reingeschoben bekommen haben!
"Gepokert" wird oft bis zum Schluss - bei der Besetzung von Spitzenfunktionen mit bestimmten Aufgaben, Großprojekten, in der Politik und in der Wirtschaft.
Meine Vermutung, wie es war zwischen Antinori - AUA - LH:
Antinori wollte CEO und kein normaler GF (mit Teilkompetenzen) bei der AUA werden. Das dürfte man ihm in Aussicht gestellt oder gar mündlich zugesagt haben. Nur schriftlich hatte er es nicht.
Es schien alles klar, also hat man die Bestellung von Antinori "verkündet" - ohne den Vertrag schriftlich zu fixieren.
Für Antinori wäre ein Wechsel von der LH zur AUA ohne volle CEO-Kompetenzen kein weiterer Karriereschritt gewesen. Deshalb ist er im letzten Augenblick abgesprungen.
Da der Mann was kann, kann er sich das leisten.
Hut ab!
wer wird mit der Wiener Unkultur fertig? Kann man so viel bezahlen, daß da jemand den Kopf hinhällt, den er sicher verliert? Vorschlag: AUA (schon der Name klingt nach Schmerz) auflösen und die LH fliegen lassen, oder Österr liegen lassen, denn gegen das Gewerkschaftspack kommt man wohl nicht an, auch wenn zig Mio Verlust gemacht werden
Auf welchem Mond?
Die "Wiener Unkultur" der Seilschaften und Politpacklerei kann man angreifen, es muß sich nur der Richtige finden. Die Lufthansa hat aber gerade ihre Führungsstruktur im Umbau, da möchte kaum jemand nach Wien weg um seine Chancen zu riskieren, oder?
Dennoch bietet die AUA einen Arbeitsplatz für tausende Österreicher und dadurch nochmal Tausende am und um den Flughafen. Unternehmen zahlen kaum mehr Steuern auf Gewinn, aber die restlichen Abgaben und Steiern sind erst das was auf Dauer zählt.
Wer also der AUA den Untergang wünscht ist entweder dumm oder ein mißgünstiger Arbeitnehmer der Konkurrenzflughäfen. Natürlich gibt es dann noch die Schlaumeier, aber die zähle ich zu Ersteren.
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