Blecha gegen Darabos, das ist Brutalität

4. April 2011, 17:55
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Knifflige Frage für Wrabetz: Senioren oder Sportler vergrämen? - Heeres- und Sportminister zieht Sport neuem Infokanal vor - Vermutlich nicht in Stein gemeisselt

ORF 3 gegen ORF Sport Plus, ein Kampf der Giganten, den roten Spaltpilz hat ORF-General Alexander Wrabetz gerade noch gebraucht. Montag waren die Sportler dran, Dienstag schlagen die Senioren zurück.

Sportunion und Askö, Bundessportorganisation und Heeres- wie Sportminister Norbert Darabos (SPÖ) verlangten, ORF Sport Plus müsse seine (wohl Sat- und Kabel-)Frequenz behalten. Der geplante Info- und Kulturkanal ORF 3 reklamiert sie wie berichtet als Sender mit älterer und technisch weniger mobiler Zielgruppe für sich.

Dienstag warf sich Karl Blecha mit dem ganzen Gewicht der ORF-Senioren für ORF 3 in die Schlacht: "Der neue Informations- und Kulturkanal ORF-3 muss auf der bestehenden TW1-Senderfrequenz bleiben", ließ er den Parteipressedienst verlauten. "Denn derzeit beträgt die Tagesreichweite bei Informations- und Kultursendungen auf TW1 durchschnittlich 170.000 Personen, im Programmfenster ORF-Sport-Plus hingegen nur 90.000." Er findet "logisch", dass das neue Vollprogramm ORF-3 auf dieser Frequenz bleibe. "Wir Ältere haben nichts gegen Sport, ganz im Gegenteil. Aber es kann nicht sein, dass ein 'Programmfenster' einen bestehenden und jetzt mit Vollprogramm ausgestatteten Kanal in Anspruch nehmen will", so Blecha, der auch auf Absichtserklärungen von Generaldirektor Wrabetz im Stiftungs- und Publikumsrat verwies, das neue ORF-3 auf der bestehenden TW1-Frequenz zu belassen.

Darabos greift Blecha da nicht direkt an. Nur "einem Sportunion-Funktionär" (schwarz), aber der nur "z.B."  sagt er "unterschwelligen Hetze gegen das neue ORF-3" nach.

Wird noch spannend, was da wer in Stein meisselt. (fid, DER STANDARD; Printausgabe, 5.4.2011, online ergänzt)

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