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vergrößern 601x363Hohe Qualität und Sicherheit seien die Markenzeichen ihrer Nukleartechnik, wirbt Andritz.
Der Grazer Maschinenbaukonzern Andritz hat in etlichen Staaten an der Errichtung von Atomkraftwerken mitgearbeitet und angeblich auch Material für ein AKW nach Pakistan geliefert, behauptet der Grüne Peter Pilz. Damit sei der Atomsperrvertrag gebrochen worden. Der Transportweg nach Pakistan soll über China verschleiert worden sein, heißt es in einer parlamentarischen Anfrage an Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP). Dieser will die Anfrage erst prüfen.
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Wien - Österreichs Antiatompolitik scheint in der Praxis widersprüchlich zu sein: Mit Wolfgang Schüssel (ÖVP) sitzt ein Aufsichtsrat des Atomkonzerns RWE im Parlament, das sich strikt gegen die Nutzung der Kernenergie ausspricht. Die österreichische Baufirma Strabag verdient am Bau des AKW in Mochovce, das von der Bundesregierung bekämpft wird. Jetzt wird eine weitere österreichische Firma zum Politikum.
Die Grazer Maschinenbaufirma Andritz liefert weltweit Bauteile für AKWs. "Andritz Nukleartechnik ist gleichbedeutend mit hoher Qualität und Sicherheit" heißt es in einem der Folder der Firma. Unter anderem werden Kühlpumpen für Druckwasserreaktoren, Speisepumpen für Siedewasserreaktoren, Nachkühlpumpen und Lademaschinen zum Transport und zur Bedienung von Brennelemente erzeugt und verkauft.
Ein Geschäft, das sich lohnt. Vorstandsvorsitzender Wolfgang Leitner verkündete in der Aktionärsversammlung der Andritz AG am 29. März dieses Jahres, dass das Geschäft mit den AKW-Bauteilen floriere. Das berichten Augenzeugen. Auf ihrer Homepage listet Andritz die Länder auf, die beliefert werden, unter anderem Japan, Korea, China, Iran, Deutschland - und Pakistan. Doch gegenüber Pakistan gilt der Atomwaffensperrvertrag: Ein Vertrag, den bisher fünf Atommächte (USA, Russland, Frankreich, Großbritannien und China) und 184 Staaten ohne Atomwaffen - auch Österreich - unterzeichnet haben. Vier Nationen sind derzeit nicht Mitglied: Indien, Israel, Nordkorea und eben Pakistan.
Atompolitik ist "doppelbödig"
Der Vertrag hat das Verbot der Verbreitung und die Verpflichtung zur Abrüstung von Kernwaffen zum Inhalt. Der grüne Abgeordnete Peter Pilz stellt jetzt in den Raum, dass Andritz das Verbot der Verbreitung gebrochen habe.
Pilz kleidet seine Vorwürfe gegen Andritz in Fragen an den Wirtschaftsminister. Er will in einer parlamentarischen Anfrage von Reinhold Mitterlehner (ÖVP) wissen, "welche und wie viele Komponenten" die Andritz AG für das Kernkraftwerk Chashma am Ufer des Indus ab seinem Baustart 1993 geliefert hat. Außerdem fragt er, ob Andritz die Lieferung nach Pakistan als Lieferung an ein chinesisches AKW auf Hainan getarnt habe. Das dortige AKW Changjiang wurde erst Mitte 2008 genehmigt, der Bau begann Ende 2008 - Jahre nach den angeblichen Lieferungen. Weiters will Pilz wissen: "Welche Gesetze und internationale Verträge hat die Andritz AG mit ihren AKW-Lieferungen an Pakistan verletzt?" Der grüne Abgeordnete will ein generelles Verbot der Produktion von AKW-Material in Österreich. "Die Antiatompolitik ist doppelbödig, solange Firmen strahlende Geschäfte damit machen können."
Der Unternehmenssprecher von Andritz weist im Gespräch mit dem Standard die in den Raum gestellten Vorwürfe zurück: "Wir beliefern Kunden auf der ganzen Welt, aber ich kann ausschließen, dass wir Pakistan beliefern." Auf den Kontakthinweis nach Pakistan auf der Firmenhomepage angesprochen, sagt er, es würden zwar Standardpumpen nach Pakistan geliefert, aber keine für AKWs.
Die Firma Andritz stand in den vergangenen Jahren immer wieder in der Kritik. Nach dem Engagement beim umstrittenen Kraftwerksprojekt Ilisu in der Türkei sicherte sich Andritz Anfang 2011 einen Vertrag über 330 Millionen Euro zum Bau des ebenfalls umstrittenen Staudamms Belo Monte am Fluss Xingu in Brasilien. (Saskia Jungnikl, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5.4.2011)
Probleme mit Zellstoffwerk machen anstehende Ausschreibungen zur Zitterpartie
Ergebnis-Veröffentlichung wurde nach unerwartet starkem Gewinneinbruch vorgezogen, das Konzernergebnis sank von 50,5 auf 4,1 Millionen Euro
Der Grazer Technologiekonzern liefert Großkessel für die Stromproduktion und weitere Umwelttechnologien an den Papierhersteller
Das Konzernergebnis stieg im Jahr 2012 auf 243,6 Millionen Euro. Der Umsatz wuchs auf 5,18 Milliarden Euro an
Lieber hochwertige AKW-Bauteile vom Hochtechnologie-Konzern Andritz aus Graz liefern als von irgendeinem GUS-Atomschrott-Hersteller!
Wenn Saskia Jungnikl - Peter Pilz zitierend berichtet, dass Andritz "angeblich" auch Material nach Pakistan geliefert hatte, soll sie bitte solange recherchieren, bis sie Fakten auf dem Tisch hat!
Die internationale Konkurrenz ist zu hart - um weltweite Ausschreibungen an lukrativen Großprojekten einfach zu ignorieren. Wer bitte soll die Arbeitsplätze 1000er Andritz-MA sichern?
....sondern Atomausstieg an der Steckdose - Jetzt!!!
Informationen:
http://marktcheck.greenpeace.at/atomstrom-drin.html
http://www.ots.at/presseaus... im-verbund
Ich empfehle als Kundin www.aae.at
Im korruptionsgewöhnten Österreich wurde ja auch ein Ernst Strasser nach Bekanntwerden der Postenschacher E-Mails fleißig gewählt (ÖVP: 30%).
Somit ist natürlich eine Bauchgefühl-Argumentation voll im Trend:
"Wenn ein Unternehmen bei Angabe des Ziellandes lügen und internationale Gesetze brechen muss um Geschäft zu machen, was soll's."
Mit Rechtsstaatlichkeit und Anstand hat das (ähnlich wie im Strasser-Milieu) allerdings wenig zu tun.
also bis jetzt hat der Pilz ja weder einen Beweis noch sonst etwas vorlegen können, dass seine infamen Behauptungen belegt. Daher kann man ihn getrost einen Lügner und Verleumder nennen - ohne ohne sich hinter Immunität zu verstecken zu können....
weder die kunden von strabag noch jene von andritz beziehen die überlegungen von herrn pilz in ihre kaufentscheidung ein. ein paar weltverbesserer freut das gequacke aus der grünen sandkiste, dem rest kanns aufgrund hinreichender bedeutungslosigkeit egal sein.
Der Uniquin tritt grundsätzlich einmal für eine Bestrafung in Form von Verdienstentgang durch Rufschädigung ein -
was ist den das bitte für ein krauses Verständnis eines Rechtsstaates?
Ganz im Gegenteil: Hoffentlich erleidet Andritz KEINERLEI Umsatzeinbußen!
Falls sich der Verdacht von betrügerischer Verschleierung des Ziellandes (zum illegalen Verkauf von Ware) erhärten sollte, ist eben eine entsprechende Geldstrafe fällig.
So verhält sich das in einem Rechtsstaat.
Warum es nicht legal Problem wäre, Pakistan mit Technologien für AKW zu beliefern:
http://zurpolitik.com/2011/04/0... u-liefern/
Was hat der Atomwaffensperrvertrag mit der Lieferung von Pumpen für ein Kraftwerk (gleichgültig ob AKW oder nicht) zu tun?
Vgl. insbesondere Art IV des Vertrags: "Nothing in this Treaty shall be interpreted as affecting the inalienable right of all the Parties to the Treaty to develop research, production and use of nuclear energy for peaceful purposes without discrimination and in conformity with Articles I and II of this Treaty."
"All the Parties to the Treaty undertake to facilitate, and have the right to participate in, the fullest possible exchange of equipment, materials and scientific and technological information for the peaceful uses of nuclear energy."
Deshalb http://is.gd/olVzxL
Wenn Pumpen, die in einem AKW verwendet werden, tatsächlich unter den Begriff "equipment or material especially designed or prepared for the processing, use or production of special fissionable material" fällt, dann liefe dies darauf hinaus, das schlichtweg alles, was für den Betrieb eines Kernkraftwerkes benötigt wird, von der Regelung erfaßt ist. Die einzige Einschränkung läge wohl darin, daß es sich um Ausrüstung bzw. Material handelt, das spezifisch für AKW (und nicht genauso gut für andere Kraftwerke oder was auch immer) erzeugt wird.
für die ganz genauen identifizierungen der betroffenenen produkte bin ich dann nicht versiert genug. aber ja, so verstehe ich das auch. dinge die speziell für eine anlage zur erzeugung/bearbeitung von spaltbarem material gebaut werden, dürfen nicht geliefert werden.
Deshalb http://is.gd/olVzxL
In den von mir wiedergegebenen Passagen ist deshalb von "Parties of the Treaty" die Rede, weil Regelungen über den Umgang mit der zivilen Nutzung von Atomkraft - klarerweise - nur für Vertragsparteien gelten. Daraus kann aber nicht das Bestehen eines Verbotes der zivilen Nutzung von Atomkraft durch Nicht-Vertragsparteien abgeleitet werden; ein solches Verbot müßte vielmehr ausdrücklich normiert sein.
Also suchen Sie bitte weiter nach der Lösung des Rätsels.
Vorgang ist ja, dass hier Andritz unter Verdacht steht, das Empfängerland vorsätzlich verschleiert zu haben.
Falls sie ja eh nur Kugelschreiber für pakistanische Atomreaktor-Arbeiter lieferten, aber für ihren "lukrativen Deal" eine Verschleierung des Lieferwegs über China für notwendig erachteten,
handelt es sich um einen betrügerischen Vorgang.
...und ohne rudimentär vorhandenem Unrechtsbewusstein wäre dieser aufwändige Gauner-Trick ja gar nicht nicht notwendig gewesen.
Fazit: Für alle wirklichen Freunde der "Recht&Ordnung VOR Profit" sind diese Vorgänge untersuchenswert.
Falls dabei eine fiese chinesische Mafia-Organisation die arme unwissende Firma Andritz hereinlegte,
ist natürlich eine Rehabilitierung Selbiger angebracht...
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