"Go-Team" wieder wohlbehalten zu Hause

4. April 2011, 16:27
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Botschaft in Japan "sehr wertvoll unterstützt" - Auslands-Österreicher kehren wieder in den Großraum Tokio zurück

Salzburg - Knapp drei Wochen haben zwei Polizisten und ein Strahlenschutzexperte des Innenministeriums die Österreichische Botschaft in Tokio und Osaka in Japan unterstützt. Ende der Vorwoche haben sie in Etappen die Heimreise angetreten und sind mittlerweile wohlbehalten zu Hause eingetroffen. Mittlerweile wollen in Japan lebende und vorübergehend ausgereiste Österreicher wieder in den Großraum Tokio zurückkehren.

"Die Polizisten und der Strahlenschutzexperte haben die Botschaft und das Konsulat in Osaka sehr wertvoll unterstützt", lobte Peter Launsky-Tieffenthal, Sprecher des Außenministeriums, das Engagement des "Go-Teams". Die Beamten hatten nach der Erdbeben-Katastrophe und den Folgeschäden im Atomkraftwerk Fukushima eins ausreisewilligen Österreichern bei Organisation ihrer Rückkehr in die Heimat oder bei der Verlegung innerhalb des Landes in sicherere Regionen geholfen.

Der Strahlenschutzexperte habe im Botschaftsgebäude in Tokio Messungen durchgeführt, das Ergebnis sei aber unter der Bedenklichkeitsgrenze gelegen, sagte Launsky-Tieffenthal. Ein Teil des achtköpfigen österreichischen Botschaftsteams, das vorübergehend in Osaka stationiert war, ist nun nach Tokio zurückgekehrt.

Ausweichmöglichkeit sollte offen gehalten werden

Da permanent Strahlenschutzexperten vor Ort seien und Österreich in ein Krisennetzwerk und in das Informationsnetz der EU-Partner eingebunden ist, wird der Strahlenschutzexperte des Innenministeriums nicht mehr benötigt. Dasselbe gilt auch für den Polizisten aus Salzburg und den Cobra-Beamten aus Tirol: "Inzwischen ist es so, dass die Österreicher, die ihren Lebensmittelpunkt in Japan haben und vorübergehend den Großraum Tokio verlassen haben, eher wieder zurückkehren", erklärte der Sprecher des Außenministeriums.

Einige, die ausgereist seien, hätten sich bereits erkundigt, ob eine Rückkehr bedenkenlos erfolgen könne, was derzeit zutreffe, erklärte Launsky-Tieffenthal. Allerdings müsste bei einer Verschlechterung der Lage im beschädigten Atomkraftwerk Fukushima eine Ausweichmöglichkeit offen gehalten werden.

Derzeit halten sich in ganz Japan laut Außenministerium 270 Österreicher auf, vor der Katastrophe waren es 500. Die Anzahl im Großraum Tokio und nordöstlich davon hat sich von ursprünglich 300 auf zuletzt 20 bis 30 reduziert. "Diese Zahl ist jetzt wieder im Steigen", sagte der Ministeriumssprecher. Die Mitarbeiter der Botschaft und des Konsulates sowie die drei Beamten des Innenministeriums hielten zu "Hunderten" Österreichern Kontakt. (APA)

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