Bund nimmt 1,5 Milliarden Euro frisches Kapital auf

5. April 2011, 15:02
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Auktion verlief ohne Auffälligkeiten

Wien - Die Republik Österreich hat am Dienstag wie geplant am Kapitalmarkt 1,5 Mrd. Euro frisches Geld aufgenommen. Dazu wurden zwei Bundesanleihen 2011-2022 und 2010-2017 um 700 bzw. 800 Mio. Euro aufgestockt. Die länger laufende Emission erzielte eine durchschnittliche Rendite von 3,812 Prozent, die kürzer laufende Emission von 3,210 Prozent. Wie üblich übernahm die Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA) zusätzliche 10 Prozent des Volumens in die eigenen Bücher.

Die Auktion sei gut und ohne Auffälligkeiten verlaufen, es sei "business as usual" gewesen, sagte ÖBFA-Chefin Martha Oberndorfer zur APA. Am Markt werde Österreich unverändert als eine der "sichersten Adressen" wahrgenommen. Die Spreads zu den deutschen Benchmark-Anleihen seien "ziemlich stabil" geblieben und machten bei der 2022-Anleihe 33 und bei der 2017-Anleihe 32 Basispunkte aus. Die kürzere Laufzeit sei mehr als dreifach überzeichnet gewesen, die längere Laufzeit 2,31-fach. Dass von der 700 Mio. Euro-Emission nur 3,6 Prozent an inländische Banken zugeteilt wurden, bezeichnete Oberndorfer ebenfalls als "normal". Die Zuteilungen an heimische Banken lägen immer zwischen Null und 10 Prozent.

Inklusive der heute erfolgten Neuaufnahme hat die Republik in diesem Jahr bereits rund 8,7 Mrd. Euro Bundesanleihen emittiert. Im Gesamtjahr 2011 ist ein Gesamtvolumen von 16 bis 19 Mrd. Euro geplant. Das bedeutet gegenüber 2010 (22 Mrd. Euro) einen Rückgang um bis zu einem Viertel. Mit zusätzlichen Finanzierungsinstrumenten wie Schatzscheinen oder Privatplatzierungen will die ÖBFA auf eine Gesamtemissionssumme von 22 bis 25 Mrd. Euro kommen, gegenüber rund 27 Mrd. Euro im Jahr 2010. Insgesamt hatte Österreich per 31. März 2011 Finanzschulden in Höhe von 176,8 Mrd. Euro, davon entfielen rund 151,7 Mrd. auf Euro-Anleihen und 2,9 Mrd. Euro auf Anleihen in Fremdwährungen. (APA)

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