US-Ölpreis sinkt leicht

6. April 2011, 14:19
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Gold, Silber und Mais auf Rekordniveaus

Wien - Der US-Ölpreis hat am frühen Mittwochnachmittag ungleich der Entwicklung beim Brent-Ölpreis etwas leichter gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Mai 108,18 Dollar und damit um 0,15 Prozent weniger als am Dienstag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 122,45 Dollar gehandelt.

Der US-Ölpreis reagiert nicht so stark auf die anhaltenden Spannungen in Nordafrika als der als wichtige Ölpreisbenchmark geltende Future auf die Rohölsorte Brent. Daten des American Petroleum Institute für die Vorwoche zeigten ein weiterhin entspanntes Versorgungsbild auf dem US-Benzinmarkt. Die Benzinbestände stiegen trotz der verstärkten Auslastung der Raffinerien um rund 600.000 Barrel.

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.457,00 Dollar und damit deutlich höher zum Dienstags-Vormittags-Fixing von 1.434,50 Dollar. Im Tagesverlauf erreichte das Edelmetall um 12.45 Uhr bei 1.460,92 Dollar je Feinunze ein neues Allzeithoch.

Im Windschatten von Gold legte Silber eine Kursrally hin. Der Silberpreis notierte am Nachmittag bei 39,63 Dollar je Feinunze und somit um 4,07 Prozent höher als zuletzt am Vortag. Ein Überschreiten der psychologisch wichtigen Marke von 40 Dollar dürfte bereits in Kürze erfolgen, berichteten Experten der Commerzbank.

Die derzeitigen geopolitischen Spannungen zusammen mit der europäischen Schuldenkrise, dem schwachen US-Dollar und einer weiterhin lockeren Geldpolitik der westlichen Zentralbanken sorgen für "Preisfantasie", so Edelmetallexperten der Commerzbank.

Auf einem historisch hohen Niveau notierte zuletzt auch Mais. Am Dienstag hatte der Agrarrohstoff sein Allzeithoch bei 766,75 US-Cents je Scheffel erklommen. Im heutigen Tagesverlauf stieg der Preis des Rohstoffs sogar auf 767 US-Cents je Scheffel. Niedrige US-Lagerbestände und befürchtete Aussaatverzögerungen aufgrund schlechter Witterung wirken hier preistreibend. Zudem plant China weitere Maisimporte von zwei bis drei Millionen Tonnen bis September, so die Commerzbank-Experten. (APA)

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