Sony-Prozess: Anonymous will PS3-Hacker rächen

4. April 2011, 12:50

Web-Angriffe für rechtliche Schritte Sonys gegen GeoHot und Graf_Chokolo angekündigt

Sonys rechtliche Schritte gegen den US-amerikanischen Playstation-Hacker George "GeoHot" Hotz und den deutschen Graf_Chokolo haben dem Konzern nun die Aufmerksamkeit der Netz-Aktivisten von Anonymous eingebracht. Auf AnonNews wurde ein offener Brief veröffentlicht, in dem Maßnahmen gegen Sony angekündigt wurden.

Kopierschutz geknackt

Die beiden Hacker sind in Rechtsstreitigkeiten verwickelt, da sie das Kopierschutzsystem der Playstation 3 geknackt und Anleitungen bzw. Tools ins Netz gestellt haben. User können damit beliebige Programme und kopierte Spiele auf der Konsole ausführen, die nicht von Sony autorisiert wurden. Vor allem der Prozess gegen Hotz zieht seit Monaten großes Medieninteresse auf sich. Zuletzt erwirkte Sony, Einblick in das Paypal-Konto des US-Amerikaners zu erhalten (der WebStandard berichtete). Im Zuge einer Hausdurchsuchung gegen Graf_Chokolo ließ der Konzern Computer und Konsolen beschlagnahmen.

Verletzung der Privatsphäre vorgeworfen

In dem Anonymous-Schreiben wird kritisiert, dass Sony das Rechtssystem ausnutze, um veröffentlichte Informationen über die Funktionsweise seiner Produkte zu zensieren. Das Unternehmen mache seine eigenen User zu Tätern und verletze dabei auch die Privatsphäre Tausender anderer. So erwirkte der Konzern unter anderem Vorladungen gegen YouTube, Twitter und den Provider von George Hotz' Website, um Account-Daten und Besucherinformationen zu erhalten. Datenschützer hatten diese Entscheidung des zuständigen Richters scharf kritisiert.

Operation Payback

Sony solle seine Kunden aufklären, dass diese die Produkte nicht gekauft, sondern offenbar nur gemietet haben. In dem Schreiben wird weiter geschlussfolgert, dass auch Sony den Webspace für seine Seiten nur gemietet habe. Um zu demonstrieren, dass dieser Ansatz falsch ist, will Anonymous im Zuge von Operation Payback die Websites des Konzerns attackieren. Anonymous hatte schon früher DDoS-Attacken gegen Konzerne gestartet, die der Whistleblower-Plattform Wikileaks Dienstleistungen aufgekündigt hatten. Noch wurden keine Angriffe auf Sony-Seiten gemeldet. (red)

Der WebStandard auf Facebook

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 57
1 2
Cyber-War

Ich glaube die Zeit ist schon reif für den Cyber-War ... das tolle daran ist, dass hier niemand getötet wird.

have fun!

Sollen die nur vor Gericht gehen.

Wenn die wirklich "Graf_Chokolo" anklagen gibts wenigstens was zu lachen.

Die wollen durch nur ihr eigenes Ego pushen

Außerdem wird es Sony wenig jucken wenn ihre Homepage für ein paar Stunden offline ist.

Leider ist das was anonymous macht nur ein tröpfchen auf dem heißen Felsen.

Wenigstens ist es ein Zeichen - aber ich verstehe nicht wie Leute jetzt diese Vereinigung andauernd kritisieren anstatt zu hinterfragen was playstation meint mit: wir hätten die Geräte nur gemietet?!?!?!?!

Anstatt sich auf die Beine zu stellen und zu sagen: Moment - nur weil ich das ding welches ich Kaufe verstehe werde ich vor Gericht gebracht - das kann ja nicht sein!!!

Aber schimpft mal weiter über die Script Kiddies, und gebt euch weiter Konzernen hin die euch im wahrsten sinne des wortes ver*rschen!!!

Obrigkeitshörige-web2.0-pseudoinovativbobos kriechen allem und jedem in den Arsch.

inNovativ ;-)

wenn du ein programm schreibst welches du dann vermarktest und es zu deinem einkommen beitraegt moechtest du wohl auch nicht dass da eine lustige truppe dir dein taeglich brot stiehlt? oder waere es ihnen recht wenn man in ihr heim tritt und sagt, he der grund und boden der gehoert jetzt allen.. weit hergeholt aber trotzdem... es gibt urheberrechte, uhd andere dinge die zum schutz dienen... und das sollte beachtet werden... und die software ist sonys eigentum... thats it, alles andere waere anarchie, und genau das entsteht wenn diese anonymous blabalva recht bekommen wuerden

Eigentlich könnte man auch die Hersteller von

CDs DVDs verantwortlich machen, nicht?

Wenn die Datenträger so billig sind, zahlt sich das kopieren noch aus.

Wenn ein Datenträger 10 Euro kostet, wohl nicht mehr.

Bzw. könnte die Software dann ruhig billiger werden oder teilweise gratis abgegeben werden.

wie auch immer, die unternehmen nehmen keine rücksicht aufeinander, warum sollte gerade der kunde rücksicht auf einen überteuerten anbieter nehmen?

wie auch immer, die unternehmen nehmen keine rücksicht aufeinander, warum sollte gerade der kunde rücksicht auf einen überteuerten anbieter nehmen?

Wie wärs mit "nicht kaufen wenn zu teuer"?

Die Frage ist nur, inwiefern ein Offenlegen einer Funktionsweise ein Verbrechen darstellt. Niemand hat Sony ihre SW gestohlen. Niemand hat die SW illegal kopiert. Niemand hat sie nachgemacht. Man hat halt veröffentlicht, wie das genau funktioniert, und was man machen könnte...

Man kann es in Ordnung finden, dass eine Firma dadurch Geld verdient, dass sie ein Geheimnis bewahrt, welches eigentlich kein Geheimnis ist, sondern nur ein schwierig zu verstehendes Programm.

Ich finde das eher nicht in Ordnung. Es wird dadurch ja keine fortlaufende Leistung erbracht, sondern eigentlich werden wir nur permanent an etwas gehindert, was eigentlich möglich wäre und niemandem etwas wegnehmen würde. Außer halt Sony.

ich verstehe, dass sony nicht möchte, dass ihre keys öffentlich bekannt sind, weil missbrauch findet statt. ihre vorgehensweise gegen die beiden jungs halte ich dann auch wieder für überzogen, imho wäre einstellen der beiden und dafür sorgen, dass sie FÜR einen arbeiten und nicht GEGEN einen der bessere weg gewesen, allein schon fürs image von sony.

Also soll man jeden einstellen der ein System knackt? Sie werden sicher einiges Wissen haben, aber ein sicheres System zu schaffen ist dann doch etwas schwieriger als sich hinzusetzen, das Gerät auseinanderzunehmen und dann nach Sicherheitslücken zu suchen.

GeoHot ist einfach nur "dumm" vorgegangen wenn er sich wirklich einen Job bei Sony erhofft hat.

Die Frage ist nur, inwiefern ein Offenlegen einer Funktionsweise ein Verbrechen darstellt.

Man muss als erstes mal bedenken das wir hier von Gesetzen in Amerika und Deutschland reden.

In Amerika (und Deutschland) ist bereits die Umgehung eines Kopierschutzes strafbar.

Jetzt rate mal was es ist wenn du dort eine Anleitung für die Umgehung eines Kopierschutzes veröffentlichst.

Nicht Sony ist das Problem an sich sondern die Gesetzgebung in den Ländern.

Eigentlich wurde dort veröffentlicht wie man eigene Software installiert, das ging vorher auch schon, wurde aber von Sony wegen "Sicherheitsrisiken" weggepatcht.

Es ist irrelevant was vorher war und was man mit den Infos noch alles machen kann.

Um eigene Software zu installieren muss man einen Kopierschutz umgehen was sowohl in Amerika als auch Deutschland strafbar ist.

Was ist da jetzt so schwer zu verstehen?

Er wird ja nicht in Österreich angeklagt wo sowas ja legal ist.

Zurzeit hast die Software "gemietet" und nicht das Gerät. Das Gerät gehört dir, die Software nicht.

Und das ist der große Unterschied.

Desweiteren gibt es in Amerika und auch in Deutschland gewisse Gesetze die das Urheberrecht sehr streng reglementieren. Bei uns ist es doch eher liberal gehalten, wobei ich meine Hand sicher nicht ins Feuer lege was bei uns vom Gesetz möglich wird wenn man Infos wie bei Geohot veröffentlicht die zu 99% nicht für legale Dinge verwendet werden.

Hier sollte man wendern den Hebel ansetzen. Denn Sony war nicht der erste und wird auch nicht der letzte Konzern sein der Leute wegen Verletzungen gegen diese Urheberrechtsgesetze vor ein Gericht zitieren wird.

Nur die halbe Wahrheit...

..., denn geohot hat nie Anleitungen oder Tools veröffentlicht, die das kopieren von Spielen erlauben - das waren andere, die auf seinem Werk aufbauten.

http://geohotgotsued.blogspot.com/2011/02/t... facts.html

geohot hat auch immer explizit erwähnt, dass er Piraterie nicht gutheißt.

scheinheilig...

zuerst knacke ich etwas...die ps3 zum beispiel...
aber bitte net illegal spiele kopieren...nein ganz ganz schlimm...pfui...
weil er damit nichts zu tun haben will...
und jetzt kommen noch die "guten" maskenmänner und rächen den wichtel...
was an denen so toll ist entgeht meiner aufmerksamkeit...
ein paar wichteln mit maske rächen einen anderen wichtel...einen hacker...
der sich damit wichtig macht...
willkommen im zwergenland...

Ich finde es verständlich,

dass ein User, wenn auch nur zum Spaß, mit seiner Maschine macht was er will - man könnte ja zum Beispiel selbst/opensource programmierte Spiele spielen wollen. Wenn das nicht erlaubt ist, dann "gehört" einem das gerät aber anscheinend nicht. Das sind also zwei paar Schuhe. Wenn er dabei die Software, die anscheinend nur geliehen ist, geknackt hat, ist das was anderes. Klarheit für den Kunden wäre also "nett".

Und im Hack hat er auch ganz klar dargelegt dass der Hack aus nur rein wissenschaftlichen Zwecken dient.
Genauso wie die Japaner auch nur zu wissenschaftlichen Zwecken die Wale sogar in den polaren Schutzgebieten abschlachten. - Sagt auch keiner was...

"geohot hat auch immer explizit erwähnt, dass er Piraterie nicht gutheißt."

sorry aber das ist wie wenn du einem junkie am karlsplatz deinen autoschlüssel gibst, ihm sagst, dass du stehlen ganz böse findest und dann weggehst.

das schlimme bzw. strafbare ist ja, dass nicht ein eigenes system zum abspielen von homebrew aufgespielt wird, sondern lediglich eine modifizierte originalfirmware, dies nebenbei auch noch erlaubt kopierte spiele zu spielen. (was mMn auch den größten teil der user dazu motiviert die ps3 zu jailbreaken)

Irre... Da vergleicht doch glatt einer Homebrew Programmierer und Konsolenspieler mit Junkies auf dem Karlsplatz.
Danke für so viel Weisheit!

irre...da ist jemand nicht in der lage zusammenhänge zu erkennen und glaubt es werden junkies mit konsoleros gleichgezogen!
s nächste mal vielleicht mit mitdenken.

Wie nennt man das, wenn jemand etwas veröffentlicht obwohl er im vorhinein weiß das dieses Wissen zu 99% nicht für das verwendet wird als gedacht und dann sagt man habe mit alle dem nichts zu tun?

Ich nenne sowas scheinheilig.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 57
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.