Japanische Festplatten 10 bis 15 Prozent teurer

4. April 2011, 12:12
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Das Erdbeben in Japan könnte eine Preiserhöhung von Festplatten mit sich ziehen

Durch die Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk wurden drei Fabriken des Festplattenproduzenten Texas Instruments (TI) beschädigt. Einem Digitimes Bericht zufolge sei es durchaus denkbar, dass es im zweiten Quartal 2011 zu einer Preiserhöhung von fünf bis zehn Prozent für Festplatten kommt. 

Produktion bis September 2011 eingestellt 

Der Hersteller von Controllerbausteinen für Festplattenmotoren muss den Betrieb in den betroffenen Werken bis mindestens September 2011 stoppen. Anbieter wie TI und ST Microelectronics produzieren die Chips je nach Gerät selbst. Insbesondere für die günstigeren Geräte mit geringer Drehzahl wird auf Zulieferer zurückgegriffen.

Auswirkungen noch nicht absehbar

„Auswirkungen in Bezug auf Preise oder Verfügbarkeit gibt es auf die gesamte Branche", erklärt Tina-Maria Eberl, PR-Beauftragte bei DiTech im Gespräch mit derStandard.at. Ob diese speziell Festplatten betreffen, kann sie nicht sagen. 

Kurzfristige Folgen möglich

Im taiwanesischen Handel sollen die Preise um 10 bis 15 Prozent steigen, eine Steigung, die im deutschen Markt noch nicht zu beobachten war. Bei den günstigen Modellen beträgt der Preis pro GB drei bis vier Cent, was einem Preis von 65 Euro für eine 2 Terabyte Festplatte entspricht. Einige Wochen sollten die Großhändler-Lagerräume noch genug Vorräte bieten. Ob die Preiserhöhungen in Asien auch kurzfristige Folgen mit sich ziehen, ist unklar. (red)

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