Wien - Salzburg in knapp drei Stunden

4. April 2011, 11:07
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Wien - Ab 11. Dezember 2011 fährt der private Anbieter Westbahn täglich 13 mal die Strecke Wien - St. Pölten - Amstetten - Linz - Wels - Attnang-Puchheim - Salzburg und retour. Eingesetzt werden sieben Doppelstockzüge, die barrierefrei bestiegen werden können und die die 312 Kilometer lange Strecke von Wien nach Salzburg in 2 Stunden und 57 Minuten bewältigen sollen. Von den knapp 200 Mitarbeitern sollen 85 Prozent direkt beim Kunden in den Zügen sein. Pro Waggon soll es einen Mitarbeiter geben. Für die Bahnreisenden stehen Ledersitze zur Verfügung - 500 Stück pro Zug.

Die Züge und die Vorbereitung auf den Start lässt sich das Unternehmen 130 Millionen Euro kosten, so die Westbahn. In den Zügen soll es mehr Platz, mehr Speiseplätze und eine bessere Handyverbindung als bei den ÖBB geben. Ein Ticket soll soviel wie die Halbpreiskarte der Bundesbahnen nach dem obligatorischen Fahrplanwechsel im Dezember kosten.

Die Westbahn muss dem Staat, genauso wie die ÖBB, drei Euro "Schienenmaut" pro Kilometer Schiene zahlen. Das derzeit größte private Bahnunternehmen ist der Betreiber des Wiener "Flughafenzuges" CAT.

Geschäftsführer der Westbahn ist der ehemalige ÖBB-Personenverkehr-Vorstandsdirektor Stefan Wehinger, finanzieller Mastermind hinter dem Projekt ist Strabag-Chef Hans-Peter Haselsteiner.

Der letzte Zug aus Wien (23.12 Uhr) und aus Salzburg (Abfahrt um 21.50 Uhr) endet jeweils in Linz. Der erste Zug von Salzburg startet um 5.50 Uhr, der erste in Wien um 6.16 Uhr. In vier von sechs Waggons befindet sich eine Snackbar. Der Kunde kann zwischen der Westbahnklasse und der Westbahn Clubklasse wählen, die noch mehr Komfort bieten soll. Das Anfangsgehalt für Kundenbegleiter liegt laut Westbahn bei 1.800 Euro brutto pro Monat - zuzüglich der Wochenend-Zulagen. Die Arbeitskleidung besteht aus Jeans, weißer Bluse oder weißem Hemd sowie Blazer oder Sakko. (APA)

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