FACC investiert im Innviertel

4. April 2011, 09:55
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Der Flugzeugzulieferer will Entwicklung und Konstruktion an einem neuen Standort bündeln und ausbauen

Linz - Der Flugzeugzulieferer FACC mit Sitz in Ried im Innkreis will insgesamt 35 Mio. Euro im Innviertel investieren. Entwicklung und Konstruktion will das Unternehmen an einem neuen Standort bündeln und ausbauen. Dort sollen 450 Ingenieure arbeiten, 180 Mitarbeiter in diesem Geschäftsjahr dazukommen, berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten" in ihrer Montag-Ausgabe. Damit entkräfte FACC Gerüchte, dass die Firma sukzessive ins Heimatland des chinesischen Eigentümers Xi'an Aircraft Industry verlagert werde.

Die Standortfrage werde gerade verhandelt, die Umsetzung des Projektes soll noch heuer erfolgen, sagte der technische Vorstand Thomas Pleli in dem Bericht. Auch Testanlagen, die Prototypen auf ihre Belastbarkeit prüfen, sollen dort hinkommen. Am Stammsitz in Ried im Innkreis sei kein Platz mehr frei. 15 Mio. Euro seien für dieses Projekt vorgesehen, weitere 20 Mio. als Investition in die bestehende Struktur.

Das jüngste Geschäftsjahr endete per 28. Februar mit einer Umsatzsteigerung von 251 auf 270 Mio. Euro. Offizielle Zahlen gebe es noch nicht, hieß es. Entwicklungsaufträge aus Russland hätten geholfen, die Kapazitäten auszulasten. Denn FACC sei von Verzögerungen bei großen Projekten bei Airbus (A380) und Boeing (787 Dreamliner) betroffen gewesen. Bis 2014 werde sich der Umsatz allein aufgrund der vereinbarten Liefervolumina verdoppeln, so Pleli.

Die Personalsuche gestalte sich schwierig. Denn obwohl FACC als Zulieferer der Luftfahrtindustrie in einer attraktiven Branche tätig sei, gebe es zu wenig qualifizierte Bewerber in der Region. Der Ausbau verschärfe das Problem des Unternehmens, das in vier Werken im Innviertel 1.600 Mitarbeiter beschäftige, sagte Pleli, der auch für das Personal verantwortlich ist. (APA)

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