Ariel Muzicant

"St. Marx wird dritte Bürokernzone Wiens"

4. April 2011, 09:47
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    rendering: mgc / arch. thomas feiger

    MGC Fashion Park nach der Sanierung.

    (Rendering: MGC / Arch. Thomas Feiger)

Am 31. Mai eröffnet Ariel Muzicant den sanierten MGC Fashion Park

Beim Wiener Stadtentwicklungsgebiet St. Marx rund um die Gasometer scheiden sich Geister. "St. Marx ist der Beweis dafür, dass so ein Städtebau nicht funktioniert", sagt etwa der Wiener Stadtplaner Reinhard Seiß. "Leider hat man es verabsäumt, Wohnen und Gewerbe zu kombinieren und die Strukturen miteinander zu verzahnen. Stattdessen besteht St. Marx aus Monostrukturen ohne jeden Zusammenhalt."

Gut erschlossen

Das könne man so nicht sagen, erklärt Hans Pointner. Er ist Geschäftsführer der Standort Immobilien KG, die unter anderem auf Büromarktanalysen im Raum Wien spezialisiert ist. "St. Marx ist ein boomendes Stadtviertel, das gut erschlossen zwischen City und Flughafen liegt. Die Gewerbeprojekte werden grundsätzlich gut nachgefragt." Aber natürlich könne man so große Gewerbeflächen nicht von einem Tag auf den anderen vollständig vermieten. "Ich denke, dass St. Marx noch ein bis zwei Jahre brauchen wird."

In unmittelbarer Nähe des Marximum entsteht zurzeit der neue MGC Fashion Park (siehe Rendering). Nach einem Konzept von BEHF wurde das ehemalige Modecenter bei laufendem Betrieb umgebaut und um rund 10.000 Quadratmeter erweitert. Das Hauptaugenmerk galt der thermischen Sanierung und einer besseren Erschließung der einzelnen Mietflächen.

Geringere Betriebskosten, höhere Mieten

"Die Betriebskosten sind nun deutlich reduziert, und dafür wurde das Projekt mit dem Green Building Award ausgezeichnet", sagt Ariel Muzicant, Geschäftsführer von Colliers Columbus und Chef der MGC Fashion Parks Wien. Im Gegenzug wurden die Mieten angehoben: Statt bisher 6-8 Euro müssen die Großhandelsmieter in Zukunft zwischen 20 und 25 Euro pro Quadratmeter berappen. "Wir sind ausgelastet. St. Marx ist auf dem besten Weg, nach Donaucity und Wienerberg zur dritten Bürokernzone Wiens zu werden." (woj, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 2./3.4.2011)

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25 Postings
OttotheBusdriver
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Extraterrestrisch

Mit der Raumkapsel (Auto) ins Schwerefeld des Bürokollosses, in der Tiefgarage andocken, sein Tagwerk hinter Isolierglas verbringen, Klimaanlagenluft atmen, am Abend mit Warp7 nach Haus an den Stadtrand.

Kenne die Gegend dort recht gut, dort will man einfach nur weg, weg, weg.

der tron
 
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Grauenhaft...

...diese hochgezogene Retortenecke.

Ich hoffe, ich muß im verbleibenden Rest meines Lebens niemals dort, oder vergleichbar, einer beruflichen Tätigkeit nachgehen...

Quargelbrot
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Dazu wird St. Marx und Umgebung (Aspanggründe) im Moment derartig zugebaut, daß jegliche Attraktivität flöten geht.

Hauptsache, der Immobilienhandel und das Spekulieren haben wieder neue Objekte...

franz der freie
 
00
wer 25 € pro quadratmeter miete bezahlt, gehört in eine zwangsjacke.

ich vermute, dass der herr musikant dort nicht sein büro hat. er kann ja auch rechnen, was er seinen mietern abspricht.

pcyco
00

ich lach mich kaputt
ist das aus dem werbefolder abgeschrieben.

gruss

Graph Bobby
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Was ist da gut erschlossen?

St. Marx ist ABGELEGEN. Der naeheste Zugang zu den "Buerovierteln" sind U3 Schlachthausgasse und U3 Gasometer, jeweils ~ 1/4 Std. zum Gehen. Sonst gibt's da nur Bus und Bim, die ab und zu mal fahren.

Mit'm Auto braucht man gar nicht kommen, weil's kilometerweit keinen freien Parkplatz gibt, und die Gegend wo wirklich hauptsaechlich Bueros stehen ist ziemlich 'ausgestorben', abgesehen von ein paar Schuelern, die in der Mittagspause den Park nutzen.

Also gut erschlossen und boomend schaut anders aus.

entenfutallesgut
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von 6 bis 8 auf 20 bis 25 Euro/m²

Schmattes !

DITC101
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haben die jetzt eigentlich negative betriebskosten?

Theo Dor
01

Wer war eigentlich der heilige Marx?
Der Bruder vom heiligen Pölten?

sdfad sdfaf
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St. Pölten kommt von St. Hippolyt...

Adam Markus
00

War wohl der Heilige Markus. Was natürlich nicht bedeutet, dass es nicht Menschen gibt, die einen Marx fast schon religiös verehren.

Adam Markus
01

Eine Stadt ist dann lebendig wenn sie aus einer Mischung von Wohnhäusern, Geschäften und Büroflächen besteht und diese möglichst eng beieinander liegen (was auch für den öffentlichen Verkehr gut ist).

Große in sich geschlossene Blöcke (won Wohnungen, Büros oder Gewerbeflächen), die sich von leeren Straßen und stalinistisch anmutenden Plätzen voneinander trennen, sind ungemütlich und kalt. Siehe Donauplatte.

In so einem Umfeld fühlt man sich nicht wohl und traut sich bei Nacht nicht auf die Straße, auch wenn noch so viel pseudo Grünzeug gepflanzt wird.

Berlin Mitte ist ein gutes Beispiel für modernes und urbanes bauen. Alles was in Wien entsteht erinnert bestenfalls an die Plattenbausiedlungen der 60er Jahre.

01052004
00
also

bei 25 euro je quadratmeter würd ich repräsentativ in der inneren stadt bleiben mit büro...

oder hat sich der herr muszikant in der dritten bürokernzone schon mal eingemietet und sucht follower???

David-Lauritz
10
Mut zum Ornatment und zur Wiener Tradition

statt langweiliger Monokulturen. Mitläuferarchitektur der billigsten Art, die nicht zu Wien passt.

Ivan Fedorov
01
geh bitte

der historismus war schon zu beginn des 20. jahrhunderts tot...

David-Lauritz
10
Die Antike war auch tot ...

und die Renaissance hat sie wiederbelebt.

user 13
04

Wie gut St. Marx / Gasometer abseits der Büromonokultur funktionieren sieht man schon allein an den Mietflächen im Kinoteil des Gasometer.
Ein dubioser Mieter fogt dem nächsten. Dazwischen gibt es auch schon mal monate-/jahrelangen Leerstand.

Radlerwahn68
011
Unglaublich Notwendig,

wieder zigtausend Quadratmeter an leerstehenden Büroflächen! Und Wohnen wird Unerschwinglich!!!

Barnsly66
00
Die Verkehrsanbindung ist eine Katastrophe !!!

Gott sei Dank is die Hütte nicht voll

Der 7. Zwerg von links
02

10 Gehminuten zur U3 sind eine Katastrophe?

generelles desinteresse
00

traue mich sogar 5 minuten zu bieten.

Derstandarddurchschnittsposter
06

Ja, vor allem dann, wenn sie eine Frau sind und nach Einbruch der Dunkelheit aus diesem Loch raus wollen.

Neuer Nick neues Glück
20

Was soll passieren? Frauen werden fast nie in dunklen Straßen vergewaltigt sondern meist in ihren eigenen vier Wänden.

Killa vomBilla
00
Genau

Und die "Frau"ihren "schlanken"hinterteil so weit schleppen muss wo es doch echt egal ist ob hell oder dunkel bitte ehrlich bleiben.
Dinge kann man schon schönreden wie der Ariel es vormacht.

BK W. Shoyssel
07
Monostrukturen ohne jeden Zusammenhalt

exakt.

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