Qualitätsplakette für steirisches Kernöl

15. Mai 2003, 12:49
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Von 8.888 Kürbisbauern in der Steiermark haben "rekordverdächtige" 291 an einem Wettbewerb zur Prämierung des qualitativ wertvollsten Kürbiskernöls teilgenommen

Von 8.888 Kürbisbauern in der Steiermark haben "rekordverdächtige" 291 an einem Wettbewerb zur Prämierung des qualitativ wertvollsten Kürbiskernöls teilgenommen. 221 Betriebe dürfen nun ihre Flaschen neben der Herkunfts- und Qualitätsmarke auch mit der goldenen Plakette "Prämierter Betrieb 2003" schmücken. Mit diesem Wettbewerb forcierte die steirische Landwirtschaftskammer die Qualität des europäischen Top-Produkts, das "in einer Reihe mit Champagner, Prosciutto di San Daniele oder griechischem Feta-Käse steht", wie Präsident Gerhard Wlodkowski anlässlich einer Pressekonferenz betonte.

Diese weltweit einzigartige Prämierung, die heuer bereits zum vierten Mal stattfand, erfolgt laut Wlodkowski nach international standardisierten Qualitätsnormen. Die speziell ausgebildeten Verkoster testeten das "grüne Gold" dabei auf Farbe, Geruch, Geschmack und Konsistenz. Außerdem wurden in einem Labor auch die Anforderungen des österreichischen Lebensmittelbuches überprüft und Kontrollen auf Rückstände im Öl durchgeführt.

Das steirische Kernöl ist sowohl qualitäts- als auch herkunftsgesichert. "Dass auch das drinnen ist, was draufsteht, garantiert das g.g.A.-Siegel (geographisch garantierter Anbau)", sagte Chefverkoster Siegfried Wagner. Getestet wurde in zwei Durchgängen: Zuerst erfolgte eine Prüfung nach den Inhaltstoffen im Labor und anschließend wurde das Öl einer so genannten sensorischen Untersuchung unterzogen. Grundlage dieser Verkosterprüfung, an der gewerbliche Ölpresser und Kernölproduzenten teilnahmen, ist ein international genormtes Bewertungsschema.

Eine weitere zentrale Rolle spielten die schonende Verarbeitung und der Farbton. Das heimische Kernöl zeichnet besonders der charakteristische Grünton und der nussige Geschmack aus. "Öle, die längere Zeit einer zu hohen Temperatur ausgesetzt waren, verlieren ihren Grünton", erklärte Wagner. Der Farbton wird mit einem speziellen Kernöltestgerät überprüft, mit dem die typische Zweifärbigkeit gemessen wird. (APA)

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