Baden im Stil der fünfziger Jahre

6. Dezember 2005, 14:34
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Das Wiener Gänsehäufel, Europas größte Freibad an der Alten Donau, erstrahlt in neuem Glanz.

Bei Kabinen und Buffets wurde über den Winter der originalgetreue Zustand der fünfziger Jahre wiederhergestellt, zusätzlich gibt es nun behindertengerechte Umkleidekabinen und Zugänge ins Wasser. Insgesamt kostet die Sanierung 8,2 Mio. Euro. Der letzte Bauabschnitt mit der Restaurierung von Wasser- und Uhrturm soll im Herbst angegangen werden.

Das Strandbad Gänsehäufel besteht sei dem Jahr 1907. Zuvor hatte bereits "Naturapostel" Florian Berndl auf der Insel ein Sonnen- und Strombad betrieben. Im Zweiten Weltkriegs wurden die Gebäude durch Bombenangriffe komplett zerstört, von 1948 bis 1950 sorgte Architekt Max Fellerer für den Wiederaufbau. Seit 1993 steht das Bad unter Denkmalschutz.

Auf die Erhaltung bzw. Rekonstruktion des damaligen Zustands habe man besonderen Wert gelegt. So wurde das Kasperltheater wiederhergestellt, für die Kabinen wurden die Originallampen aus den fünfziger Jahren nachgebaut. Mehrere Gebäude wurden sandgestrahlt und angestrichen. Neu sind mehrere Sonnensegel, die je nach Sonnenstand und Windstärke automatisch aus- und einfahren.

An Spitzentagen kann das Gänsehäufel bis zu 30.000 Besucher aufnehmen. Es stehen 1.000 Meter Strand, fünf Becken sowie ein eigenes FKK-Gelände zur Verfügung. Um eine problemlose Anreise zu garantieren, wird auch heuer wieder ein kostenloser Bäderbus von der U-Bahn-Station Kaisermühlen zum Bad geführt. Als Neuerung verkehrt der Bus nun täglich, und zwar - bei Schönwetter - von 31. Mai bis 31. August im Zehn-Minuten-Takt. An Wochenenden und Feiertagen deckt eine zweite Buslinie die weiteren Bäder an der Alten Donau ab.(apa/red)

  • Der Strandbereich des Gänsehäufels
    www.wien.at

    Der Strandbereich des Gänsehäufels

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