Wie Lobbys das Gemeinwesen ausplündern

Der Zusammenhang zwischen Privatisierungswahn und endemischer Korruption

FS Misik diese Woche mit folgenden Themen:

1. Videoblogging immer dialogischer! Zuseher senden einen Kamm. Und ein anderer User hat sogar ein Antwort-Video eingeschickt, mit ausführlichen Gegenargumenten gegen das letztwöchige Video. Ausdrücklich ist das an die Community zur Nachahmung empfohlen. Jeder kann hier Videos einschicken mit Gegenargumenten. Na, wie wär's, Herr Strasser? Gerne auch in Broken-Austrian-English!

2. Wie ist das eigentlich mit der Korruption? Gedeiht die mehr im starken Staat, in dem Behörden mächtig sind? Aber wieso wurde sie dann gerade im Zeitalter der Privatisierungen so endemisch? Der offenkundigste Grund dafür ist natürlich: Wenn hohe Sachwerte privatisiert werden, und jemand, der die richtigen Leute kennt, hier einen schnellen Schnitt machen kann, dann ist ein goldenes Zeitalter der Korruption, ein Glücksmomente für Plünderer. Nicht die ökonomische Allmacht des Staates ist die Quelle der heutigen Korruption, sondern die Verschiebung der Macht vom Öffentlichen zum Privaten. Oder einfach gesagt: Weniger Staat – mehr korrupt.

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Die verstaatlichte Industrie hat nur eines bedeutet – Gewinne wurden für Eigeninteressen verwendet oder privatisiert und die Verluste auf dem Staat abgeschoben!

Ich sage nur VÖEST Alpine AG, wo sich ROTE Manager ungehindert bedient haben, Milliarden Schilling an Verlusten verursachten, niemals dafür zur Rechenschaft gezogen wurden und mit einem schönen Vermögen das Unternehmen verlassen haben. Die SPÖ unter Bruno Kreisky hat auch die VÖEST für seine Eigeninteressen missbraucht, um die Arbeitslosenrate niedrig zu halten und sich damit seine Wiederwahl auf kosten des Gemeinwesens zu finanzieren.

Die Frage, warum kann die VÖST nach ihrer Privatisierung die Krise ab 2008 ohne Verluste überstehen und die Mitarbeiterbeteiligung noch weiter ausbauen?

Es gibt Bereiche, die der Staat nicht privatisieren darf und jene wo der staatliche Einfluss schädlich ist für das Unternehmen und das Gemeinwesen.

MISIK hat absolut recht!

Bei aller Kritik an Kreisky soll ja schon bemerkt werden daß es damals allen gut ging. Die damaligen Skandale sind ja geradezu lächerlich im Vergeich du den heutigen.

Heute zu sagen daß unsere Verschuldung die Schuld Kreiskys ist ist schlicht Schwachsinn. Sie ist das Ergebnis der hemmungslosen Gier von Privatiseuren und nahm ihren Beginn mit Schüssel und der FPÖ.

Abgesehen davon darf man nicht vergessen das auch heute noch die Gewinne privatisiert und die Verluste verstaatlicht werden. Bezahlt wird es vom Steuerzahler und dem Abbau der sozialen Leistungen.

Das nützt dem Messias Strache und bei der nächsten FPÖ Regierungsbeteiligung beginnt das ganze neu.

Die Relativeier melden sich zu Wort! Ex-Nazis als Minister und einer als Landeshauptmann, Lucona-Affäre, Club 45, Androsch Finanzminister und Steuerhinterzieher… die List ist sehr lang!

Staatsschulden
Anfang von Kreisky 1971 3,4 Mrd. €
Ende von Kreisky 1984 34,1 Mrd. €

Jenes entspricht einem Anstieg um den Faktor 10

Anfang von Kreisky 1971 3,4 Mrd. €
Kreisky bis Ende 1977 11,96 Mrd. €

Jenes entspricht einem Anstieg um den Faktor von 3,5 !!!

Anfang von Schüssel 2001 121,41 €
Ende von Schüssel 2007 147,36 €

Jenes entspricht einem Anstieg um den Faktor von 1,2 !!!

Wenn ich Kreiskys als Maßstab nehme wären es 424,93 Mrd. €

Sorry, jenes sind die Fakten also lernen sie Geschichte!

Ich weiß, allen ist es gut gegangen nur um was für einen Preis?

leute die kein leben haben, bzw. denen langweilig ist reden über misiks frisur, ist doch langweilig!
schreibts lieber etwas (inhaltlich) sinnvolles zum jeweiligen thema!

Ich frage mich schon, was der Autor

von Privatisierung versteht. Entweder er hat den Durchblick, dann ist der Text intellektuell unredlich, oder er hat ihn nicht und schreibt wie der Blinde von der Farbe. Bitte: wo hat es in Österreich nach 1945 echte Privatisierungen gegeben außer bei konkursreifen Unternehmungen? Wenn der Einfluss aufStiftungen, Holdinggesellschaften und Beteiligungen der öffentlichen Hand bei den Spitzenpolitikern zusammenläuft, ist das "privat" nur ein schmückendes Beiwort, mehr nicht. Und die Letztverantwortung bleibt dort, wo sie schon immer war. Die Abschöpfer sind primär die jeweils einflussreichen politischen Parteien, in ihrem Schlepptau ab und zu auch höhere (parteipolitisch besetzte) Chargen, für die korrupte Bereicherung etwas ganz Normales ist.

Ich glaube der Bogen, der bei Geschäftsmann beginnt und bei Plünderer endet, tut sicherlich vielen Unternehmern oder eben Geschäftsmännern unrecht.

In der Realität

muß ich Herrn Misik leider wieder mal recht geben. Aber zur Ehrenrettung des Prinzips der Privatisierung im allgemeinen muß gesagt werden, daß eine solche hierzulande nicht stattgefunden hat. Da war die erste Welle, da sprangen rote Regierungen auf den Zug auf und privatisierten dann derart, daß diue EVN ein bisserl ÖMV kaufte und vice versa etc, alles nur schön unter der Kontrolle der Politik bleibend, aber ( ASFINAG ) halt rein nominell eine gaaaanz private AG. Und die zweite Welle war dann halt der Selbstbedienungsladen von Grasser und Co ( Familiensilber varkaufen für den guten Tag der .... ) auch diese Freunderlwirtschaft hat mit sinnvoller Privatisierung wenig zu tun.

Privatisierung ist nicht prinzipiell schlecht

und Verstaatlichung ist nicht in jedem Fall falsch ist.

Aber gesellschaftlich Relevante aber unrentable Bereiche müssen mindestens in öffentlicher Kontrolle bleiben und gestützt werden und nicht gnadenlos dem ungeregelten Markt(ich nenne das Marktanarchie, welche zum Recht des Stärkeren führt, welche eine Diktatur des Stärksten bedeutet, welche nicht muss, aber wahrscheinlich auch zu Freunderlwirtschaft führt.)ausgesetzt werden.

Vielleicht hat das eine mit dem anderen per Definition nichts zu tun, aber es gibt Zusammenhänge die dazu führen, dass Freunderlwirtschaft und Korruption sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich auftreten. Soche Gemeinsamkeiten sind Gier, kriminelle Neigung, Machtstreben, fehlendes Unrechtsbewusstsein

ich find die frisur spitze

aber die reaktion auf den kamm schwer überzogen
mehr humor bitte :D

Zum Thema Kamm und Frisur

Herr Misik,

Man muss ja nicht unbedingt aussehen wie ein Adolf Hitler oder ein Justin Bieber. Aber zwischen "solchen" Frisuren und "Ich stecke jedes mal nach dem aufstehen meine Hand in die Steckdose" -Frisur ist doch schon ein kleinere Unterschied.

Vielleicht nehmen sie ihre Videos auch immer kopfüber auf, das würde auch erklären, wieso sich ihre Frisur immer so erstaunlich gut gegen der Schwerkraft wiedersetzt.

Man kann darüber nur spekulieren.

Ich finde Herrn Misiks Frisur symphatisch.

Man muss nicht wie ein Nazi aussehen aber es geht hier darum, dass man die Gesinnung von Menschen, die anderen Menschen vorschreiben wollen welche Frisur sie zu tragen haben, durchaus in dieses Milieu einordnen kann, in welchem sich die Leute auf den Bildern offensichtlich befinden. Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters und solange keine gesundheitliche Gefahr für Mensch und Umwelt von einer Mode ausgeht, gibt es dringlichere Gründe, Menschen zu kritisieren.

Natürlich kann es sein, dass, wenn man sich über das Aussehen von Menschen ärgert, sich das auf den Magen schlägt. Aber mein Mitleid hast du nicht verdient, wenn du dich über Nichtigkeiten aufregst. Da kann ich dir nur Beruhigungsmittel empfehlen.

Dieses linke Gedankengut des Herrn Misik....

.....unterschreibe ich zu hundert Prozent. Mir fehlt dabei nur der notwendige Umweltteil.

Nur Auswege - Misik hat offenbar keine - und ich weiß auch keine.

In den bereits gelebten und noch lebenden kommunistischen Gesellschaften gibt es auch Netzwerke und Freunderlwirtschaft - und das so weit, dass sie die Staaten beinahe ebenso gut zur Pleite bringen können wie derzeit die Kapitalisten.

Leider sieht und lebt die EU ihre Funktion so, dass der von Misik kritisierte Zustand maximiert wird und das ohne erkennbares Ende. Oder?

Geh bitte

denken´s lieber an die Reichsbrücke, Sie rot Adelsträger.

Die Reichsbrücke wurde unter......

......einer schwarzen Diktatur vor 1938 verpfuscht.
Nach dem Einsturz hat die rote Stadt Wien die geerbten Probleme perfekt gelöst.

Aber bitte - wie passt Ihre Aussage zum Thema von Misik?

Den Einsturz nach 40 Jahren

allleine den Erbauern anzurechnen, ist schon etwas kühn. Noch nie etwas von Reparatur und Instandhaltung gehört? Nach Ihrer Meinung war der Rücktritt von Stadtrat Hoffmann ein voreiliger Schritt (ich nehme ja nicht an, dass er ein geheimer Heimwehrmann gewesen ist?!)
Aber ich finde es schon grenzgenial, den Einsturz der Brücke als Fanal der exzellenten roten Stadtverwaltung zu feiern :-)
Abgesehen davon: ich möchte nicht wissen, wie lange es bei den heute von der Stadt Wien errichteten Bauten dauert, bis sie einstürzen oder wegen Einsturzgefahr abbruchreif sind. Der deckendurchhänger zu Wien Mitte lässt ja einiges ahnen...

Üble Nachrede scheint Ihre Stärke zu sein.....

.....hier die Richtigstellung

....die Brücke war eine Fehlkonstuktion - der Kritiker hat nach harten Angriffen im Kollegium der TU Selbstmord begangen, dann hat man die Brücke verstärkt, aber das Innenleben des abgestürzten Pfeilers war auch eine Fehlkonstruktion und extra hatte man dort vermutlich Zement abgezweigt.

Hofmann war der zuständige Politiker und hat die Verantwortung übernommen, was heute nicht sehr häufig ist. Die Leistungen zur Behebung des mehrfachen Wiener Brückenproblems sind international anerkannt.

Der Deckendurchhänger ist kein Verschulden der Stadt Wien und wird über Einschreiten der Stadt Wien behoben.

Sie sollten Ihren Pessimismus zu Wiener Baustellen konkreter fassen und nicht nur Dreck Schleudern.

Klar hat Misik keine Auswege. Er ist ja Journalist.

Und als ehemaliger Jungkommunist weiß er auch, wo immer schon alles besser war und es keine Korruption gegeben hat: dort, wo nix privatisiert ist.

Die kommunistischen Staaten waren immer unmenschliche Diktaturen. Man kann aber Wirtschaftsform und Regierungsform nicht in einen Topf werfen, denn:
die unmenschliche Diktatur bereichert sich selbst auf Kosten anderer
Sozialismus ist im Vergleich zum Kapitalismus nicht Wettbewerbsfähig
besonders nicht, wenn viel Geld in Rüstung gesteckt werden muss.
Wenn die Menschen glauben im Kapitalismus geht es allen besser obwohl dieser von Ausbeutung (der dritten Welt, auch eine Diktatur) profitiert während Sozialismus versucht, alle zu ernähren.
Fortschritt im Sozialismus langsamer geht und so seine Vernichtung durch den Kapitalismus droht.
es gibt sicher noch mehr Gründe

Ich bin für einen Mittelweg. Eine soziale Marktwirtschaft mit viel Transparenz

Die Lösung WÄRE relativ einfach zu realsieren!

Viel Staat, aber TOTAL transparent.

Das widerspricht aber zuvielen Interessen einflussreicher Leute, wirds also nie geben.

Wo kämen wir denn da hin, wenn sich JEDER sein Geld mit ehrlicher Arbeit verdienen müsste ...

Der Kapitalismus ist auch eine Diktatur....

.....die aber umschmeichelt - mit Lügen - und uns auf die sanfte Art versklaft.

So lange alles halbwegs gut geht, kann man das ertragen. Die Reichen sind aber maßlos. Und so wird es zum Zusammenbruch des Ökosystems und unserer Gesellschaft kommen

Was glauben Sie

wie maßlos erst die Beamten im Magistrat sind. Überhaupt in der Stadtplanung. Dabei habe ich das Wort "Kuvert" nicht einmal noch in den Mund genommen.

- meinten sie "email"...?

Was wollten Sie damit sagen.....

.....ich bitte um Klartext. OK?

Als ich täts lustig finden

wenn es täglich ein Video gäbe, in dem Misik und Rauscher miteinander diskutieren...

- wattebauschwettwerfen??

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