Crysis 2 (Crytek/EA) ist für PC, PS3 und Xbox 360 erschienen
Cryteks Alien-Invasion glänzt durch Effekte und spielerische Abwechslung - KI-Schnitzer trüben das Erlebnis
Tüftler, Tweaker, Übertakter - alle haben sie über Jahre nur einen Spruch im Kopf gehabt: "Can it run Crysis". Dass Cryteks Egoshooter aus dem Jahr 2007 speziell unter PC-Gamern populär wurde, lag tatsächlich vor allem an der grafischen Raffinesse des Tropeninselspektakels und dessen enormem Hardware-Hunger. Damit wurde das Spiel zwar zum Benchmark in der Schrauber-Szene, der erhoffte Bestseller wurde es jedoch nicht. Dafür bot man zu wenig inhaltliche Qualitäten, aber vor allem eines nicht: Eine Konsolen-Unterstützung.
Projekt "Massenmarkt" erfolgreich
Die Zielsetzung für den Nachfolger "Crysis 2" war somit klar, der an kommerzieller Bedeutung wichtigste Markt musste ins Visier genommen werden. Dafür galt es in der rund vierjährigen Entwicklung nicht zuletzt die hauseigene Spielengine für den Multiplattformeinsatz zu optimieren, um das Versprechen, das bislang "bestaussehende Videospiel", allgemein halten zu können. Seit Ende März kann sich die Öffentlichkeit selbst davon überzeugen: "Crysis 2" läuft sogar auf den knapp fünf Jahre alten Konsolen Xbox 360 und PS3. Damit haben die Entwickler zumindest eines ihrer Ziele erreicht, aber auch spielerisch hat das deutsche Entwicklerstudio genug nachgelegt, um an der Spitze mitmischen zu können - wenngleich es vielleicht nicht in allen Belangen für eine Topplatzierung reicht.
Von der Insel nach New York
Inhaltlich setzt der zweite Teil die Geschichte aus "Crysis" fort. Im Jahr 2033 ist im Großstadtdschungel New York nach einer Alien-Invasion und einer einhergehenden Epidemie die Hölle los. Der Ausnahmezustand wurde ausgerufen, ein durch die Firma CryNet privat geführtes Militärkommando soll das Chaos aufräumen. Als letzter Überlebender einer Spezialeinheit schlüpft man in die Haut oder besser in den Nanosuit 2.0 des Soldaten Alcatraz. Mit Hilfe dieser mit dem Körper verschmolzenen Hülle werden einem übermenschliche Kräfte wie Unsichtbarkeit und Supermann-ähnliche Stärke zuteil. Die besten Voraussetzungen, um als Lonesome-Cowboy die Welt zu retten. Rein erzählerisch bietet das Autoren-Team rund um Richard Morgan wenig Überraschendes und bedient sich mit New York noch dazu einer in Videospielen bereits mehr als überstrapazierten Kulisse. Gänzlich versagt haben die Schreiber beim Aufbau der Identität des Protagonisten, was bei der sonst durch imposante technische Effekte (Lichtspiele, einstürzende Hochhäuser), Himmel voll
Alienraumschiffen, Kugelhagel, verzweifelte Zivilisten und schreiende
Kameraden dichten Atmosphäre umso saurer aufstößt. Ähnlich platt wie beim zigsten "Call of Duty" werden kaum Anhaltspunkte zur Charakteridentifikation geboten.
Abwechslungsreich
Trotzdem haben es die Gameplay-Entwickler geschafft, die inhaltliche leere mit reichlich spielerischer Abwechslung zu füllen. New York in seiner quadratischen Unendlichkeit mag nicht nur dem versierten "GTA"-Touristen zwar schon reichlich bekannt sein, doch mit dem in vor den Augen entstehenden Ruinen verstrickten vertikalen Leveldesign findet man immer wieder neue Ansichten. Von allen Seiten greifen Feinde und außerirdische Fieslinge an, während die Stadt um einen herum langsam untergeht. Rund 12 Stunden oder drei "Call of Duty"-Kampagnen lang unterhält das dargebotene Endzeitszenario. Zu verdanken ist dies zum Großteil dem vom Nanosuit getriebenen taktischen Element. Im Hightech-Strampler wird man zum lautlosen Killer, späht Gegner und taktische Ziele von der Ferne aus oder schmettert Autos auf verbarrikadierte Widersacher. Ob der endlichen Energieressourcen ist man zum Denken gezwungen und kann als Freizeit-Rambo seine spielerischen Vorlieben noch dazu frei anpassen.
Die Superkräfte sind zugleich die vielleicht einzige hervorzuhebende Attraktion des sonst kaum inspirierenden Mehrspielerparts. Immerhin wurden die inhaltlichen Zitate der bekannten Genreplatzhirrschen gut genug verwoben, um auch nach dem Abspann weiter motivieren zu können.
Das schönste Spiel am Markt?
Stellt sich abschließend natürlich die Frage, ob die Entwickler technisch halten konnten, was sie lautstark versprachen. Das Ergebnis ist eine Packung aus Schönheit und Makel. Während einem in manchen Szenen sprichwörtlich vor Verzückung der Atem wegbleibt, trüben verwaschene Texturen und massive KI-Fehler der computergesteuerten Gegnerschaft das Pixelfeuerwerk. Regelmäßig im Boden feststeckende oder wie verrückt im Kreis laufende Polygonsoldaten darf sich ein AAA-Werk trotz sauberer Animationen eigentlich nicht erlauben. Die Konsolenversionen leiden zudem an einer etwas durchwachsenen Bildwiederholungsrate. Und auf hohem Niveau könnten PC-Spieler beklagen, dass sich optisch gegenüber Crysis nicht all zu viel getan hat. Offensichtlich stand die Skalierbarkeit im Vordergrund.
Fazit
Der Sci-Fi-Kriegsschauplatz von "Crysis 2" lässt vor allem ein Versprechen wahr werden: Konsolenspieler können endlich in den Genuss der technischen, aber auch durch Superkräfte unterhaltenden spielerischen Qualitäten der in allen belangen gereiften Shooter-Serie kommen. Bleibt zu hoffen, dass CryTek darauf nun aufbauen und auch inhaltlich nachlegen kann. Auf lange Sicht interessant sein wird nicht zuletzt, ob sich die CryEngine 3 als Gerüst für Dritthersteller-Titel etablieren kann. Den von der Unreal Engine ermüdeten Spieleraugen würde die Abwechslung bestimmt gut tun.
sieht die grafik auf den youtube hd videos so gut aus? ich spiel seit 2 tagen auf der ps3 mit einem SEHR GUTEN fernseher hd hin hd her, aber das spiel ruckelt, ist verpixelt und verblüfft nicht
AM Pc siehts mit ner GTX460 1024mb sogar beim nachgelieferten dx11 und HD texturen patch wahnisinnig gut aus (bei stabiler framerate auf 1680x1050 und very high detail).
die neue GTX570 von nem kollegen packts full HD auf Ultra...
Die Konsolen koennen da aber echt nicht mehr mithalten. 256Mb VRam sind mittlerweile einfach zu wenig für graphische Hochkaräter. Hab aber auch gesehen dass die XBox vesion schmucker als die Ps3 Version ist (das fand ich erst komisch bis mir einfiel, dass Crytek sich wohl besser mit PC Architektur auskennt).
Als demo für nen Kumplel hab ich mal auflösung und details runtergeschraubt auf quasi PS3 niveau und fands dann auch nicht mehr so prickelnd. Allerdings bin ich optisch auch etwas verwöhnter mit meiner Kiste.
Seltsam. Auf meiner Xbox360 sieht es super aus und läuft total flüssig (ruckelfrei) - bin sehr begeistert. Wahnsinn, dass ein Spiel auf einem über 5 Jahre alten System so gut aussehen kann.
Sooo der Kracher ist Crysis 2 nun nicht geworden (hab fast übersehen, dass es nun schon rausgekommen ist). Das trifft sich aber eh gut, da ich so Geld für die wirklichen Kracher 2011 (meiner Meinung) sparen kann.
Okay, habs mir dann doch gekauft (lieber hätte ich zwar ein neues Halo gehabt, aber egal, ein Shooter musste her).
Die Grafik ist ein Hammer, die Story recht spannend (möchte immer wissen, wie es weitergeht) und die Umsetzung ist sehr gut gelungen (u.a. Superfähigkeiten usw).
Crytec hat noch niemals ein Spiel abgeliefert dessen Gameplay mich überzeugen konnte - Grafik hin oder her. Die können in von mir aus machen was sie wollen - ohne mich.
PS: bin ich eigentlich der einzige der diese Nanoanzüge unglaublich hässlich findet?
...äußerst mächtig und wird sich etablieren.
Schon alleine, dass eine Portierung auf Xbox360 bzw. PS3 per Knopfdruck funktioniert, spricht für sich.
Ach ja, dann wären da ja noch solche Gimmicks wie Real-Time-Shading und -Rendering auf allerhöchstem Niveau...
Und was das Spiel betrifft, war ich überrascht wie gut es auf meinem doch schon recht betagten DualCore mit veraltetem Mainboard noch läuft. Auch die GraKa ist schon drei Jahre alt... Crysis 1 machte da wesentlich mehr Probleme. Spricht wieder für die Engine.
crysis 2 bombt uns pc-spieler, aufgrund der lieben konsolenbesitzer und deren wirtschaftlichen wert für die hersteller, zurück in antike zeitalter von directx 9.0.
laut den news soll die directx 11 unterstützung nachgepatcht werden. wers glaubt....
echt ein jammer, daß ich mir neue hardware kaufe damit ich grafische vorzüge geniessen kann und dann läuft ein spiel wie crysis auf directx 9 nur damit die konoleros mit halten können.
hoffentlich hört sich dieser schwachsinn wieder auf.
selber schwachsinn bei spielen wie CoD wo man an menüs merkt, daß sie für controllersteuerung geschrieben wurde. und dinge wie der wegfall von dedicated servern is auch den konsolen zu verdanken.
Hängen sie sich nicht an Dingen wie Dx9 oder Dx11 auf, das sind Kleinigkeiten. Durch die Konsolen wurde das Setting verändert, man braucht abgegrenzte Areale, weil sonst der Speicher der PS3 und Xbox 360 nicht ausreicht. Man versucht zwar es mit Tricks so wirken zu lassen, als würde man sich in einer großen Stadt mit großer Weitsicht befinden, tatsächlich spielt man allerdings immer nur in überdimensionierten "Räumen".
Das ist der wesentliche Unterschied zwischen einem PC-Spiel wie Crysis und einem Multiplattformspiel wie Crysis 2. Das ist eine grundlegend andere Spielmechanik. Wobei ich sagen muss, dass mir so eine Art von Spiel, wie Half-Life, Call of Duty und jetzt eben Crysis 2, ohnehin besser gefällt als Sandbox/Open-World-Gameplay.
Ich glaube eigentlich schon, dass Dx11 nachgepatcht wird. Denn gerade die PC-Community hat CryTek dorthin gebracht, wo sie jetzt sind. Dass Crysis 2 auch auf Xbox360 und PS3 läuft ist eben noch zusätzliche Geldmacherei. Wenn man PC und Konsolenversion vergleicht, tränen einem sowieso die Augen. Auf Konsole gibts Pop-Ups, Fade-Ins, Matschtexturen, schwache Partikeleffekte, usw...
Das große Problem vom PC ist aber die Hardware. Ein Spiel muss für zig Hardwarehersteller kompatibel sein, bei Konsolen genau für zwei: Sorny und Markosaft. Und hier liegt der Grund, warum Konsolen dem PC immer vorgezogen werden. Eine wesentlich einfachere Entwicklung.
der jammer ist halt, daß für konsole programmiert wird und dann auf pc portiert. d.h. die qualität ist schon "mies" und wird auch auf dem pc nicht mehr besser. wäre doch schöner für pc zu programmieren und dann ein paar effekte abzudrehen (laienhaft gesehen) und dann auf konsole zu portieren. weil im großen und ganzen sind doch xbox360, ps3 mit pc-teilen gefüllt (zumindest teilweise).
ich zahle für ein pc spiel viel geld und bekomme dann die qualität von der konsole. nur weil den herstellern die pc-spieler nicht so wichtig sind.
shooter mit controller spielen? pfui, kann ichs gleich mit einem joystick oder lenkrad probieren.
online-shooter xbox gegen pc gabs mal bei gears of war. war richtig lustig die konsolaner mit zeitlupenmovement. ;)
na eben, also compiler umstellen und geht scho.
glaube nicht, daß microsoft bei der xbox so start von der x86 technologie abweicht.
können die überhaupt was anderes programmieren? ;)
"compiler umstellen und geht scho"... leider nicht.
Cbox360 hat einen Tri-Core PowerPC, keine x86 Architektur.
Ps3 ist mit dem Cell Prozessor und den SPUs noch weiter von einem konventionellen PC entfernt.
Du sagst du "zahlst für ein pc spiel viel geld". Also Konsolentitel kosten den Endkunden noch mehr (nämlich 60-70 Euro). Wenn sich ein Konsolentitel fünfmal so viel verkauft wie die PC Version, dann ist klar, wo der Fokus der Hersteller liegt. Schau mal auf Wikipedia "best selling videogames", und dann hör auf dich zu wundern. ;)
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