Elektronische Gesundheitsakte

Stögers Entwurf zerpflückt

3. April 2011, 09:17

Heftige Kritik von allen Seiten

Wien - Regelrecht zerpflückt wurde der Gesetzesentwurf von Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) für die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) in der abgelaufenen Begutachtung. Praktisch von allen Seiten hagelte es heftige Kritik. Nachdem bereits nach der Vorstellung des Entwurfs die ÖVP ihre Ablehnung klar gemacht hatte, kamen nun im Begutachtungsverfahren sowohl von den Ländern als auch von den Sozialpartner und Interessenvertretungen sowie von Regierungskollegen zum Teil mehr als deutliche Einwände.

Dokumente und Befunde gespeichert

Mit ELGA sollen alle Dokumente und Befunde gespeichert werden, sofern sie für die Behandlung und Betreuung des Patienten erforderlich sind - Labor- und Radiologiebefunde, Entlassungsbriefe sowie Medikationsdaten. Die Daten müssen nach den Plänen Stögers nach festgelegten Fristen (sechs Monate bzw. drei Jahre) gelöscht werden, wobei eine Verlängerung möglich ist. Die Teilnahme gilt grundsätzlich für alle Patienten, der Patient kann aber jederzeit der Speicherung seiner Daten entweder ganz oder für einzelne Teile widersprechen. Bei besonders sensiblen Daten (etwa Psychiatrie, HIV oder Schwangerschaftsabbruch) erfolgt die Aufnahme in ELGA nur nach ausdrücklicher Zustimmung. Zugreifen dürfen auf die Daten Gesundheitsanbieter nur zur Behandlung von Patienten. Für Ärzte ist die Teilnahme mit wenigen Ausnahmen verpflichtend. Als erster großer ELGA-Bereich ist am Freitag bereits die e-Medikation in drei Pilotprojekten gestartet. Damit kann sowohl der Apotheker als auch der Arzt und das Krankenhaus sehen, welche Medikamente bzw. Wirkstoffe ein Patient schon einnimmt, um mögliche Mehrfachverordnungen und Wechselwirkungen zu verhindern.

Kritiker: Wenig Nutzen, hohe Kosten

Vor allem die sogenannte Opting-Out-Möglichkeit, mit der Patienten selbst entscheiden können, ob sie der Speicherung der Daten ganz oder teilweise widersprechen, sorgt für heftige Kritik. Für das Land Salzburg stellt dies "die Sinnhaftigkeit und den Nutzen eines mit hohem finanziellen Aufwand zu implementierenden Systems überhaupt in Frage". Das Finanzministerium sieht die angestrebten Nutzungseffekte "jedenfalls eingeschränkt", wenn der Patient selbst entscheidet, ob und in welchem Umfang er an ELGA teilnimmt. Für die Arbeiterkammer und für Vorarlberg wäre eine Opt-In-Lösung besser, mit der die Patienten im Einzelfall von sich aus entscheiden ob sie teilnehmen wollen. Auch die Apothekerkammer bittet "dringend", eine Opt-In-Phase bis 2015 vorzusehen. Der Verfassungsdienst im Bundeskanzleramt fordert, dass im im Falle der Opt-Out-Lösung der Patient "verständlich und individuell" informiert werden müsse. "Der Patient muss im Vorfeld wissen, wer wann und warum auf seine Daten zugreifen will und welche Folgen eine Zugangsverweigerung haben könnte". Tirol beklagt sich, dass die Länder entgegen einer Vereinbarung bisher nicht in den Gesetzgebungsprozess eingebunden worden seien und behält sich ausdrücklich die Auslösung des Konsultationsmechanismus vor.

Lückenhafte Daten - Keine Verbesserung

Für die Ärztekammer ist ELGA in der vorliegenden Form nicht sinnvoll umzusetzen, da das System "große Lücken" aufweist. Auch die Ärztekammer fordert ein Opt-In-System. Ebenso wie die Arbeiterkammer machen auch die Ärzte auf Haftungsprobleme aufmerksam, wenn der Arzt nicht alle Daten zur Verfügung hat. Da die Daten lückenhaft seien bringe ELGA "keine Verbesserung", sondern werde im Gegenteil die Kommunikation zwischen Ärzten erschweren und damit für die Spitäler einen massiven personellen und administrativen Mehraufwand bedeuten. Die Teilnahme der Ärzte kann nach Ansicht der Kammer nur freiwillig erfolgen. Bevor ELGA endgültig beschlossen wird, sollten die Erfahrungen des Projekts zur e-Medikation abgewartet werden. Auch der Städtebund erwartet zusätzliche Administration im Spital und damit mehr Personal und damit auch höhere Kosten. Der Städtebund befürchtet durch das Opt-Out-Verfahren ebenfalls eine Verschlechterung der Behandlungsqualität und plädiert auch dafür, mit allen betroffenen Berufsgruppen noch eine grundsätzliche Diskussion zu führen.

Patientenanwälte für Stögers Entwurf

Im Gegensatz dazu stehen die Patientenanwälte hinter den Plänen Stögers und sehen den wesentlichen Grund im Widerstand der Ärztekammer darin, dass sie einen Machtverlust für die Ärzte und einen Machtgewinn für die Patienten befürchten würden.

Damit stehen die Patientenanwälte aber relativ einsam auf weiter Flur. Vor allem die geplante Speicherdauer von drei Jahren für Gesundheitsdaten und von sechs Monaten für Laborbefunde ist vielen zu gering. So verlangt etwa der Gemeindebund für die zentralen Daten eine Speicherdauer von 30 Jahren. Das Rote Kreuz will, dass lebenswichtige Gesundheitsdaten wie Blutgruppe, Implantate oder Schrittmacher lebenslang bzw. bis auf Widerruf gespeichert werden. Die Wiener Landesregierung fordert, dass die automatische Löschung von Medikationsdaten nicht für chronisch Kranke gelten sollte und der Seniorenrat verlangt, dass diese Personengruppe zumindest länger auf ältere Daten zugreifen können sollte. "Hinterfragen" will auch der Hauptverband die Drei-Jahres-Frist für die Gesundheitsdaten.

Einig sind sich Wirtschaftskammer und ÖGB, dass für die Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen eine verpflichtende Teilnahme an ELGA sichergestellt werden sollte. Für die Wirtschaftskammer ist auch bezüglich der finanziellen Auswirkungen vieles offen. Auch das Finanzministerium fordert die Vorlage von finanziellen Planrechnungen für die nächsten Jahre und verlangt von Stöger, Mehrkosten selbst zu bedecken.

Kritik der Datenschützer

Große datenschutzrechtliche Problem orten die Datenschutzorganisationen. Für die ARGE Daten ist das System "weder gesundheitspolitisch, noch datenschutzrechtlich ausreichend durchdacht und gibt Patienten, die daran teilnehmen keine Gewähr vollständig und qualitativ hochwertig über ihre Gesundheitsdaten zu verfügen". Und für die Datenschutzkommission bleibt die Zahl der Personen, die faktisch Zugriff auf ihre Daten haben "völlig unüberblickbar". Die Kommission schlägt deshalb vor, dass nur die Patienten selbst oder die behandelnden Ärzte über die Daten verfügen könnten. Auch der Pharmig geht die Definition der Gesundheitsdaten zu weit, ihrer Ansicht nach sollten nur jene persönlichen Daten gespeichert werden, die zur Behandlung von Patienten unbeding notwendig sind. Wie zur Bestätigung dieser Bedenken fordert das Wissenschaftsministerium bereits, die Nutzung der Daten für wissenschaftliche Untersuchungen sowie für Lehr- und Forschungsaufgaben ausdrücklich zu ermöglichen. (APA)

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YellRain
11
22.4.2011, 15:35
neu und gut

ich habe mir die alternative zu elga angeschaut (PRAXISstick).

ein usb-stick, auf dem der patient kopien von behandlungsdaten speichern kann. z.b.:

- stammdaten (ersetzt die ecard)
- notfalldatensatz
- organspendeausweis
- patientenverfügung
- befunde
- röntgenbilder
- untersuchungsergebnisse (zb. labor)
- diagnosen
- medikamente
- allergien
- vorsorgen
- zahnstatus
...

die daten sind auf dem stick verschlüsselt und mit zugriffsrechten versehen, die der patienten für jeden behandler (arzt, zahnarzt, ...) erweitern / einschränken kann. somit keine datenschutzprobleme und jährliche millioneneinsparungen für beitragszahler gegenüber der jetzigen lösung.

erste installationen in arztpraxen sind bereits vorhanden.

tortoise
00
11.5.2011, 02:06
das ist 10000x gescheiter...

BILLIGER UND ERFÜLLT AUCH DIE DATENSCHUTZRICHTLINIEN; IST DEZENTRAL UND KOSTET FAST NIX!

Vlad Tepesz1
13
Ich opte out

Für Notfälle habe ich eine Blutgruppenkarte und einen Zettel mit interessanten Infos im Geldbörsl. Was in Wahrheit auch nur ein Placebo ist, weil der Arzt im Akutfall sowieso neue Befunde erheben muss. Und im Fall einer geplanten Operation oder einer Überweisung zum Facharzt nehme man ein Brieflein vom Hausarzt (oder von mir aus auch eine USB-Stick oder eine CD) auf der die für diesen Fall relevanten Infos stehen - und sonst nix. Welchen Arzt interessieren die Befunde von vor 10 Jahren?

Vorstadtmama
 
03
Gesundheitsdaten sind sehr sensibel.

Die Patientenanwälte kann ich überhaupt nicht verstehen. Eine Speicherung von Befunden zementiert einmal gefällte Urteile und verhindert die Einholung einer "zweiten Meinung". Es spricht für die Ärztevertreter, dass sie sich gegen eine Maßnahme aussprechen, die nur der Kostenkontrolle und der Verschlechterung der medizinischen Versorgung dient. Kleine Unterschiede zur letzten Meldung: Zuerst war von freiwilliger Teilnahme die Rede. Nun soll aber alles gespeichert werden, außer der Patient wehrt sich. Viele werden aber erst draufkommen, wie wichtig die gesundheitliche Anonymität ist, wenn es zu spät ist. Beispiel: Führerscheinbehörde. Diabetiker bitte aufpassen. Der Schein ist schneller weg, als ihr glaubt.

hot doc
04
ich sehe es genau so.

und jetzt muss ich ihnen die position des "patientenanwalts" bachinger erklären (alle anderen melden sich zu gesundheitspolitischen themen nicht zu word-ist ja auch nicht ihre aufgabe). der ist nicht anwalt der kranken menschen, sondern lobbyist des övp-wirtschaftsflügels. als jurist glaubt er an verbindliche regelwerke, um die medizin zu schematisieren (und ent-individualisieren) und die kosten zu reduzieren. seine sachkenntnis ist dabei äußerst endenwollend. sein angriffsziel sind niedergelassene ärzte - die sollen schikaniert werden und ambulanzzentren der wirtschaftstreibenden platz machen.
ein anderer lobbyist und ebenso fachlich ahnungslos wie antisozial ist der clemens martin auer vom gesundheitsministerium, cv u.verm. opus-dei.

ÖVP, die abzocker der nation
01

genauso wie die ärztekammer nicht die interessen der ärzte oder patienten vertritt sondern von ein paar mächtigen innerhalb der ärzteschaft, für die der rest hackln und goschen halten darf.

hot doc
02

so lange unsere politiker und funktionäre machen können, was sie wollen, weil wir plebejer immer die selben wahlwerbenden gruppen wählen, wird sich daran nicht viel ändern. und wenn mal eine neue gruppe eine signifikante größe erreicht, sit sie plötzlich derartig brav angeglichen, dass man sich nur wundern kann.

Julius Kaiser
01

Bei Stöger wäre die elektronische Fußfessel angebrachter.

Horusauge
00
eher der elektr(on)ische Maulkorb.

MoltoBene
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Der Vorschlag muss gut sein ohne ihn zu lesen...

....die Övp ist dagegen, die Länder, die Interessensverteter. Bei soviel Gegnerschaft muss er knapp am Nobelpreis sein!

Vorstadtmama
 
00
Der Vorschlag ist patientenfeindlich.

Stöger muß "dafür" sein, weil er von der EU verordnet wird. Seine Bedenken hat er aber in der Vergangenheit schon geäußert. Für mündige Patienten hat er mit der Möglichkeit des Widerspruchs eine Fluchtmöglichkeit offen gelassen. Wer nicht mitdenkt, dem ist nicht zu helfen.

ProfKreuzundQuer
12
das einzige problem an der ganzen sache ist wieder einmal der verdammte föderalismus ...

alles was gut ist und in die richtige richtung geht wird blockiert.

denn jedes bundesland kocht wieder sein eigenes süppchen und leistet sich den luxus, patienten von a nach b, dann zu c und schlussendlich wieder zu a zu senden. kein adäquater befundaustausch - keine medikation ist ersichtlich - überall nur sinnlose doppelgleisigkeiten .....

jeder patient sollte entscheiden was mit seinen daten passiert - aber nicht jedes bundesland seinem egoismus dienen ....

mir ist elga lieber als die zahllosen tochtergesellschaften, die hauptsächlich von der allgemeinheit finanziert werden .....

Vorstadtmama
 
02
Das Problem an der Sache ist die zentrale Datenspeicherung.

Da schon Daten aus Polizeicomputern von Schwarzen Schafen verhökert wurden, kann man sich ausrechnen, dass Gesundheitsdaten - sobald sie einmal gespeichert sind - auch nicht mehr sicher sind. Sind die Daten europaweit abrufbar genügt eine "undichte Stelle" für eine Katastrophe. Dann kann man über Prominente in der Zeitung lesen, dass sie Diabetiker seien oder ein "schwaches Herz" hätten. Auch Konzerne könnten sich für die Gesundheitsdaten ihrer Mitarbeiter interessieren....

Horusauge
50
Warum überrascht diese erneute Peinlichkeit eines Fleisch gewordenen

Musterpolitikers ("Sozialpartners") nach österreichischem Vorbild nicht...

Wie wäre es, wenn er die grob fahrlässigen bis vorsätzlichen Tötungsdelikte des steirischen Lysterien-, pardon, Käseherstellers aufarbeitet?
Achja, ich vergaß - da war er ja auch involviert.

tortoise
15
So ein Schwachsinn!

Nach dem Inhalt des geplanten Gesetzesentwurfes ist diese ELGA aufgrund der (begrüßenswerten) Freiwilligkeit von Patientenseite absolut entbehrlich! Durch dieses "opting out" ist standardmässig mit Situationen zu rechnen, wo ELGA die an sie gestellten Anforderungen (Kostenersparnis, Patientensicherheit) nicht erfüllen KANN! Und für sowas Geld ausgeben? Schlicht bescheuert, vor allem unter dem Aspekt des Geldmangels im Gesundheitswesen! Es drängt sich wieder der Gedanke auf, dass da öffentliches Geld sinnlos verbraten wird und demnächst verantwortliche Politiker im Aufsichtsrat von ELGA-betrauten IT-Unternehmen auftauchen werden - wetten?

passt eh
00
Freiwilligkeit ist nicht einfach begrüßenswert

sondern entspricht den Erfordernissen des rechtsstaates und der EU.

Es war und ist durchaus erheiternd die Nomeklatura dazu zu hören.

Warpsignatur
01

gebe Ihnen völlig recht. ein system wird aufgebaut, dass alle beteiligten zwingt, softwarelösungen zu erwerben (und die werden sicher nicht billig werden), die dann teilweise gar nicht benützt werden können. und dass vor allem viele kritischere leute aufgrund der datenschutzbedenken da "out-opten" werden, ist vorhersehbar und verständlich.
die begeisterung des patientenanwalts, der daneben wieder einmal polemisch argumentiert (worin besteht denn der "machtgewinn" für ärzte, wenn elga nicht kommt? in der regel bedeutet mehr information auch mehr "macht", das ist ja wohl klar...), ist auch nicht so ganz nachvollziehbar...
stöger meint es ofenbar gut, aber im hintergrund reiben sich ganz andere leute schon die hände, ob der fetten gewinne..

graf wachibald
04

Die ÖVP ist ja angeblich derzeit bei Umfragen bei ganzen 23%. Nur weiter so! Auch wenn ich es überhaupt nicht gut finde dass vor allem die FPÖ profitiert, finde ich es nicht verwunderlich.

2 Jahre sind noch Zeit um endlich mal was anderes zu tun als zu blockieren. Wenn jetzt nicht endlich mal irgendwas umgesetzt wird, dann ist die ÖVP auf dem besten Weg zur Kleinpartei. An Ideen würde es ja nicht mangeln, von Gesundheits-, über Heeres-, Schul- bis zur sogenannten Verwaltungsreform. Aber wenn alles grundsätzlich abgelehnt wird, nur weil es der andere Koalitionspartner vorgeschlagen hat, dann wird das natürlich nichts.

Oder um es kurz zu sagen: Reißt's euch endlich zusammen, sonst seid's 2013 weg!

ÖVP, die abzocker der nation
05

ah, die ÖVP ist wiedermal dagegen.. was für eine überraschung! vielleicht ging diesmal doch kein EDV-grossauftrag an einen övp-lobbyisten-nahen betrieb?

Sarepta
34

Was in Skandinavien längst Realität und von GIGANTISCHEN Nutzen für den Patienten und Ökonomie scheitert in der Bananenrepublik schon in den Kinderschuhen. Naja jedes Volk bekommt die Regierung, dies verdient und auch jenes Gesundheitssystem. Prost!

Vorstadtmama
 
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Freunde aus Skandinavien schimpfen über ihr Gesundheitssystem.

Der Spargedanke beherrscht alles, medizinische Versorgung hat bei weitem nicht mehr den Standard, den wir hier gewöhnt sind. Ja, und sie haben auch erzählt, dass man sich sehr schwer tut, wenn man eine "zweite Meinung" braucht. Kann nur als Beispiel dienen, wie man es nicht machen soll.

eamonclever
04
sie kennen den entwurf zu elga? Nein, dann lesen sie nach!

ein.leser
01
weder gesundheitspolitisch, noch datenschutzrechtlich ausreichend durchdacht

Das ist der Kernsatz, der die ELGA 'umfassend' beschreibt. Health-Records können sinvoll sein (ist noch nicht bewiesen), sollten aber der Kontrolle des Patienten unterliegen (was bei ELGA keinesfalls der Fall ist).
Für den Arzt sollten die Daten ein 'Hilfsmittel' sein. Vielleicht könnte man in Zukunft die Zahl der Doppeluntersuchungen senken (bsp. Röntgenbilder) ... 'Könnte', weil es sich hier um eine verrechenbare Leistung handelt - und daher natürlich IMMER ein medizinischer Grund vorliegt, die (Doppel)Untersuchung durchzuführen.

briefträger
04
Wahnsinn

Wenn Politiker, die großteils vom Volk als sehr anfällig für Korruption angesehen werden, über Datenspeicherung des Gesundheitszustandes jedes einzelnen Bürgers diskutieren und diese Datenspeicherung auch noch gesetzlich verankern wollen, dann gruselts einem richtig.

Voratsdatenspeicherung, Elektronische Gesundheitsakt. Ich wäre eher dafür, dass alle Parteien, Politiker inkl. ihrer Bünde und Organisationen ihre Daten und Finanzen endlich offen legen würden.

Wie kann es sein, dass Bürger Steuern zahlen und die Politik mit diesen Steuern Systeme entwickeln will, die das Volk eigentlich gar nicht will.
Wer auf solche Daten zugreifen wird und will und was dabei dann so alles herauskommen kann, zeigt sehr anschaulich der Tierschutzprozess.

ÖVP, die abzocker der nation
00

elektronische gesundheitsdaten können auch leben retten, weil der zugriff auf wichtige daten möglich in situationen wo der patient selbst nicht ansprechbar ist (notsituationen!).

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