Fünf Millionen Menschen hungern in Ostafrika

2. April 2011, 21:56
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WFP: Verschärfung der Krise in Kenia, Somalia und Äthiopien befürchtet

Nairobi - Mehr als fünf Millionen Menschen im Osten Afrikas leiden nach Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) Hunger wegen einer schweren Dürre, gestiegener Lebensmittelpreise und Konflikten. WFP-Direktorin Josette Sheeran erklärte am Samstag in Nairobi, die Dürre habe Ende vergangenen Jahres im Norden und Osten Kenias sowie in Teilen Somalias und Äthiopiens begonnen. Sollte es in der Region weiterhin nicht regnen, könnten bald noch mehr Menschen auf Lebensmittelhilfe angewiesen sein.

Weil der Regen im vergangenen Jahr ausblieb, ist die Zahl der Hilfsempfänger laut Sheeran um 1,4 Millionen gestiegen. Und wenn die jüngsten Wettervorhersagen stimmten, "wird sich die Krise in diesen Gebieten verschärfen und mehr Menschen werden Hunger leiden", sagte die WFP-Direktorin.

WFP-Sprecher Peter Smerdon sagte in Nairobi, der Preis für einen 50-Kilo-Sack Mais sei in einigen Gebieten am Horn von Afrika um 25 bis 120 Prozent gestiegen. Getreide werde in den kommenden sechs Monaten vermutlich zwischen 40 und 50 Prozent teurer werden. (APA/sda)

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