"Nicht der Anspruch, den wir uns vorstellen"

3. April 2011, 18:39
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  • LASK - Salzburg

Walter Schachner (LASK-Trainer): "Meine Gefühlswelt ist fast in Ordnung. Wir bringen seit Wochen Topleistungen, werden aber leider mit Punkten nicht hundertprozentig belohnt. Wenn du kein Glück hast, kommt eben das Pech noch dazu. Wir haben die Salzburger mit unserem Tor erst aufgeweckt, so gesehen ist es ein wenig zu früh gefallen, weil der Gegner noch genug Zeit für den Ausgleich hatte. Ein Punkt ist nicht das, was wir erwartet hatten, wir wollten einen Dreier. Die Hoffnung lebt weiter, aber die Spiele werden leider immer weniger."

Leonhard Kaufmann (LASK-Torschütze): "Wir können uns nichts vorwerfen, die erste Hälfte war sehr arm. Nach der Pause waren wir dann besser, hatten mehrere gute Chancen und sind in Führung gegangen. Dass der Freistoß zum Ausgleich dann so dumm abgefälscht worden ist, das ist schon sehr bitter. Wichtig ist, dass wir Salzburg ebenbürtig waren, darauf können wir aufbauen. Wir wollten natürlich drei Punkte holen, im Endeffekt muss man mit dem einen zufrieden sein."

Huub Stevens (Salzburg-Trainer): "Ich bin enttäuscht. Was ich heute gesehen habe, das ist nicht der Anspruch von Fußball, den wir uns vorstellen. Wir mussten in der zweiten Hälfte die Brechstange auspacken, weil spielerisch haben wir zu wenig gebracht. Wir hatten Glück, dass der Freistoß abgefälscht worden ist. Wenn wir so auftreten wie heute, brauchen wir von Aufholjagd und Titelkampf nicht einmal zu träumen. Alles in allem war das heute sehr enttäuschend."

  • Sturm - Rapid

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Von den Spielanteilen war das Spiel ausgeglichen, aber die besseren Torchancen hatten wir. Es war ein tolles Spiel, meine Mannschaft hat super gespielt, aber es wäre mehr als ein Remis für uns drinnen gewesen. Ich bin aber sehr stolz, dass meine Mannschaft einen 1:3-Rückstand gegen so eine Spitzenmannschaft so schnell aufgeholt hat."

Zum Fastabbruch in der zweiten Minute meinte Foda: "Solche Becherwürfe haben im Stadion nichts verloren. Aber das sind die Ausnahmen. Die überwiegende Mehrheit der Fans unterstützt uns toll."

Patrick Wolf (Sturm-Torschütze zum 1:0): "Den Punkt haben wir uns mehr als verdient heute. Wenn man nach 1:3 noch 3:3 spielt, dann spricht das für die Moral in der Mannschaft. Ich fühle mich hier pudelwohl, wir sind eine super Truppe, da ist es eine Freude zu spielen."

Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Wenn man auswärts 3:1 führt, ist es natürlich schade, wenn man am Ende nicht gewinnt. Es war aber ein sehr interessantes Match, nach dem 3:3 sogar hochklassig. Sturm ist ja nicht irgendwer, wenn man gegen den Tabellenzweiten auswärts unentschieden spielt, dann kann man grundsätzlich zufrieden sein. Leider haben wir durch individuelle Fehler die Führung aus der Hand gegeben."

Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän und -Torschütze des dritten Treffers): "Wenn man 3:1 führt und dann 3:3 spielt, dann ist das wie eine Niederlage. Wir haben durch zwei Out-Einwürfe, die wir total billig hergegeben haben, dieses Spiel selber wieder aus der Hand ausgegeben. So etwas darf nicht passieren. Mit einem Sieg wären wir wieder vorne dabei gewesen. Wir müssen trotzdem weiter nach vorne schauen, es war nicht alles schlecht, wir haben auswärts drei Tore geschossen. Darauf können wir aufbauen und müssen unbedingt das Heimspiel in der nächsten Woche gegen Sturm gewinnen." 

  • Austria - Kapfenberg

Karl Daxbacher (Austria-Trainer): "Es war ein sehr schwieriges Spiel. Wir haben uns lange schwergetan, waren in der zweiten Hälfte aber klar besser. Der Sieg war letzten Endes verdient. Wenn der Gegner müde wird, lösen sich die Formationen auf, das ist uns entgegengekommen. Es war ein nervöser Beginn, durch den hohen Laufaufwand ist der Gegner müde geworden. Beim 1:0 war auch Glück dabei. Ich denke, dass Jun schon etwas verzweifelt war, weil er nicht getroffen hatte."

Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Das einzige, was ich kritisieren muss, ist die Chancenauswertung. Wenn du beim Tabellenführer pro Hälfte zwei hundertprozentige Chancen hast, muss du eine verwerten. Wir haben aber taktisch eine sehr starke Leistung gezeigt."

  • Wiener Neustadt - Innsbruck

Peter Schöttel (Trainer Wr. Neustadt): "Wir haben uns im Finish zu weit zurückdrängen lassen, waren zu passiv und haben zwei wertvolle Punkte hergegeben. Die gehen uns sehr ab. Ich ärgere mich aber auch über den Assistenten, denn ich habe vor dem Ausgleich mehrmals um einen Austausch gebeten, aber er hat nicht reagiert. Der Mannschaft kann ich wenig vorwerfen, gegen Innsbruck ist es schwierig zu spielen."

Walter Kogler (Trainer Innsbruck): "Das Team hat in den letzten Minuten noch alles versucht, nie aufgesteckt und nach dem zweiten Rückstand Charakter gezeigt. Im Finish sind wir belohnt worden. Das Remis geht in Ordnung, beide Teams hätten gewinnen können."

Julius Perstaller (zweifacher Torschütze Innsbruck): "Wir haben alles gegeben, der Punkt geht in Ordnung, obwohl wir in der ersten Hälfte schon 0:2 oder 0:3 hinten hätten sein können. Wir waren schon weg von der Bildfläche, haben aber bis zum Schluss an das Tor geglaubt." 

  • Ried - Mattersburg

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "In den Herbstspielen haben wir mit ähnlichen Leistungen wie heute sehr viele Punkte gemacht. Das gleicht sich jetzt anscheinend aus. Aber ich bin guter Dinge, dass das Glück wieder zurückkommt, wenn wir solche Leistungen wie heute weiterhin bringen."

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Wenn man in der 94. Minute den Ball am eigenen Elfmeter liegen hat und alles nach einer Niederlage ausschaut, muss man mit dem Punkt zufrieden sein. Aber ich glaube die Mannschaft hat heute alles gemacht und gut gekämpft, um diesen wichtigen Punkt zu holen."

Thomas Borenitsch (Mattersburg-Tormann): "Wir haben ein schönes Tor aus einem Konter erzielt. Dann haben wir lang um einen Gegentreffer gebettelt. Den ersten Elfer von Lexa konnte ich nicht halten, der war perfekt geschossen. Beim zweiten haben wir Glück gehabt. Ich bin froh über meine Leistung und über den Punkt."

Schiedsrichter Manfred Krassnitzer zur Wiederholung des Elfermeters von Stefan Lexa: "Die Regel sagt ganz klar, dass ein Elfmeter wiederholt werden muss, wenn ein Spieler zu früh in den Strafraum läuft."

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