Rotes Kreuz

Ouattara-Kämpfer verüben Massaker an Zivilisten

2. April 2011, 23:59
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    foto: epa/legnan koula

    Ein gepanzertes Fahrzeug der französischen Armee

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    foto: epa/legnan koula

    Fahrzeuge der UN in Abidjan

Hunderte Tote in Duekoue

Abidjan - Im Bürgerkrieg in der westafrikanischen Republik Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste) haben Kämpfer des international anerkannten Siegers der Präsidentenwahl vom November, Alassane Ouattara, ein Massaker an Zivilisten verübt. Dabei wurden Anfang Woche in der westlich gelegenen Stadt Duékoué mindestens 800 Menschen umgebracht. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) erklärte in Genf, in Duékoué seien mindestens 800 Menschen getötet worden. Bewaffnete Anhänger Ouattaras und des abgewählten, aber an seinem Amt festhaltenden Präsidenten Laurent Gbagbo hatten sich dort heftige Kämpfe geliefert.

Dieses Ereignis sei durch seine Brutalität besonders schockierend, zitierte das IKRK in einem Kommuniqué seine Delegationschefin Dominique Liengme. Seit Montag seien Zehntausende von Frauen, Männern und Kindern aus Duékoué geflohen. Die Hilfsorganisation Caritas sprach sogar von über tausend Menschen, die dem Massaker zum Opfer gefallen seien. Auch die UNO-Mission erhob schwere Vorwürfe gegen die Truppen Ouattaras aus dem muslimischen Norden des Landes. Der Großteil der Opfer sei von Ouattara-Leuten getötet worden. Bevor die Stadt von den Ouattara-Truppen belagert worden sei, hätten "Milizen und Söldner" des Gabgbo-Lagers Menschen aus dem Norden angegriffen und mehr als 100 von ihnen getötet, sagte der UNO-Menschenrechtsbeauftragte Guillaume N'Gefa. Die Zahl der Opfer werde sich wahrscheinlich erhöhen, weil die Untersuchung andauere.

Gegenseitige Schuldzuweisungen

Ouattara ließ die Anschuldigungen umgehend zurückweisen. Bereits kurz nachdem das IKRK das Massaker bekanntgemacht hatte, hatte das Ouattara-Lager erklärt, man habe an anderen Orten "zahlreiche Massengräber" entdeckt. Diese seien in Toulepleu, Blolequin und Guiglo im Westen des Landes gefunden worden. Dafür seien die "Söldner und Milizen" Gbagbos verantwortlich. 

UN-Soldaten verletzt

Bei einem Angriff von Spezialkräften des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo sind nach UNO-Angaben am Samstag in der Wirtschaftsmetropole Abidjan vier Blauhelmsoldaten schwer verletzt worden. Eine Patrouille der UNO-Mission UNOCI sei "während einer humanitären Mission" im Zentrum der Stadt erneut das Ziel von Schüssen der Gbagbo-Milizen geworden, erklärte die UNO-Mission. "UNOCI verurteilt die Welle gezielter Angriffe der Sonderkräfte von Laurent Gbagbo gegen den Sitz und die Patrouillen der UNO-Mission und versichert, dass es für die dafür Verantwortlichen keine Straffreiheit geben wird", heißt es in der Erklärung weiter.

Der Elfenbeinküste drohen nach Erkenntnissen der Brüsseler Expertengruppe "International Crisis Group" eine dramatische Eskalation und verheerende Wellen der Gewalt. In der ehemaligen französischen Kolonie gibt es auch Gastarbeiter, die einst zu Hunderttausenden ins Land gekommen sind. Schon jetzt seien sie Pogromen ausgesetzt, berichtete die Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" (HRW) aus Abidjan. Ein ähnliches Szenario wie beim Völkermord in Ruanda, wo über 800.000 Menschen bestialisch niedergemetzelt wurden, sei nicht mehr auszuschließen.

Nach einer Offensive vor knapp einer Woche kontrollieren die Ouattara-Truppen inzwischen den Großteil des Landes. Ouattara hatte die Wahl im November nach Feststellung der unabhängigen Wahlkommission mit 54,1 Prozent der Stimmen gewonnen. Das von Gbagbo-Gefolgsleuten dominierte Verfassungsgericht rief jedoch den bisherigen Amtsinhaber zum Sieger aus, nachdem rund eine halbe Million Stimmen mit der Begründung annulliert worden war, dass in den Hochburgen Ouattaras im Norden Anhänger Gbagbos an der Stimmabgabe gehindert worden seien.

Am Samstag kam es zu Straßenkämpfen in der Wirtschaftsmetropole Abidjan. Rund um die Gbagbo-Bastionen und den Sitz des Staatsfernsehens waren Schüsse zu hören. Gbago-Anhängern gelang es nach Augenzeugenberichten, die Kontrolle über den TV-Sender wieder zu übernehmen, die sie am Vortag verloren hatten. Gbagbo will nach den Worten seines Vertrauten Alain Toussaint "lieber sterben als aufgeben". Unklar war der Aufenthaltsort des 65-Jährigen, der seit 2000 an der Macht war. (APA)

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zuckermaus3
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Jenseits von Afrika!

Machthaber vom Stamm X bringt bringt scheidenden Machthaber und sein Volk vom Stamm Y um. Beim nächstenmal ist es umgekehrt! War in Kenia auch immer so.

Igor Gassner
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Genau das scheint in der Elfenbeinküste eben nicht zu geschehen

weil Weltmacht z und z + anwesend sind und vieleicht ist es auch ein Stellvertreter Krieg zumindest scheint es als solcher begonnen zu haben.

entenfutallesgut
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Der Ouattara darf das. Sarkozy ist sein Trauzeuge.

Drum hat er auch die Wahl "gewonnen". Wo anders wär jetzt schon no-fly-zone.

Gianni Agnelli
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An anderer Stelle habe ich sogar schon gelesen, er hätte die Trauung vorgenommen. Wahrscheinlich habe die beiden damals schon konspiriert, die Weltherrschaft an sich zu reisen!!!

Gerda Soros
00

Immer diese Halbwahrheiten! Sarkozy war 1990 Bürgermeister von Neuilly, wo Ouattara seine französische Lebensgefährtin heiratete. Wie in kleineren Ortschaften üblich (61500 Einwohner), ist der Bürgermeister oft bei Hochzeiten führender Persönlichkeiten dabei. Aber ein Trauzeuge ist schon etwas anderes, da solltest du noch Deutsch lernen.

Graswurzelsepp
 
05

Zuerst Libyen, dann Côte d'Ivoire...
Napoleon scheint Gefallen daran zu finden, seine staatseigenen Söldner zu verheizen
Vermutlich nicht die beste Zeit um Fremdenlegionär zu sein... :)

salzstreuerIn
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wieso wird nicht gebombt?

es wird doch ned daran liegen, dass die ressourcen an bodenschätzen nicht soooooo bedeutend sind?

wo bleibt der abziehbildnapoleon?

MoltoBene
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O Afrika

Es ist schon unglaublich, daß es Afrika nachwieor nicht gelingt (mit ganz wenigen Ausnahmen) verantwortungsvolle und von irgendwelchen westlichen Wirtschaftsinteressen unabhängige Führungseliten zu bilden. Es ist in Südamerika gelungen, es ist in Asien gelungen, nur in Afrika finden sich scheinbar fast nur blutrünstige Despoten, die die Rohstoffe des Landes billig an ein ausländisches Unternehmen verscherbeln, das Geld einstecken oder damit Milizen zum Absichern des Buisness bezahlen. Warum ist das so?

emma goldman
00

afrika ist zu reich und wichtig, um es den afrikanern zu überlassen. Südamerika und vor allen asien sind ja relativ rohstoffarm.

Nicolas Castillo
00
Südamerika ist rohstoffarm?

die Aussage sollten Sie noch einmal überdenken, zur Not hilft hier sogar wikipedia.

3ch0
10

weil es funktioniert.
bunga bunga

db73
22

""Die Hilfsorganisation Caritas sprach sogar von über tausend Menschen, die dem Massaker zum Opfer gefallen seien. Auch die UNO-Mission erhob schwere Vorwürfe gegen die Truppen Ouattaras aus dem muslimischen Norden des Landes.""

Muslimische Truppen und Massaker, na das ist ja mal was ganz neues

christoph hofbaur
02

was ist denn das fuer eine unqualifizierte & uninformierte aussage?

so als wuerden angehoeriger anderer glaubensgruppen keine massaker verueben..

g p m x
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tja,

wenns kein oel haben ist das wurscht...

antizipierer
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Demokratische Islamisierung

funktioniert ähnlich in den Nordafrikanischen Staaten.
Aber was kommmt danach????

Liebe blauäugige westliche Allianz wacht endlich auf.
Gaddafi, Mubarak ,..... sind das kleinere Übel.

yoyoehkloa
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ja, ja ...

"Gbagbo will nach den Worten seines Vertrauten Alain Toussaint "lieber sterben als aufgeben". Unklar war der Aufenthaltsort des 65-Jährigen ..."

so tönen immer die "Führer" wahrend ihre Anhänger sich gegenseitig die Schädel einschlagen ... erst aus ihren Verstecken und dann aus dem schweizer oder französischen Luxusasyl !

Premier Gaou
00
keine Ahnung

@yoyoehkloa - sorry, aber wenn nicht Bescheid weiß, sollte man lieber nichts sagen? Präsident Gbagbo war schon mehrmals für seine Überzeugung im Gefängnis gesessen, seine Frau übrigens gleich mit! Alasasne Ouattara, damals Premierminister unter Houphouet Boigny's Einheitsparteienregierung von 1990 - 93, ließ Laurent Gabgbo damals in Gefängnis werfen, weil er ein Mehrparteiensystem forderte (Demokratie nennt man sowas). Die große Villa besitzt Multimillionär Ouattara, an der Cote d'Azur in Mougins. willst du mehr wissen? ivoireleaks.de

Gerda Soros
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Genau ... wer nichts weiß, sollte nichts sagen. Houphouet steckte Gbagbo ins Gefängnis

Auch wenn es hundertmal behauptet wird: Nicht Ouattara steckte Gbagbo ins Gefängnis, sondern der damalige Präsident Felix Houphouet-Boigny, dessen Premier Ouattara war. Die Präsidenten Afrikas haben eine deutlich größere Macht als die Premierminister, die sie nach Belieben entlassen können. Ouattara hatte praktisch nur Wirtschaftskompetenzen.
Hier finden Sie z.B. ein Interview mit dem senegalesischen Präsidenten Wade, in welchem er davon spricht, dass Gbagbo von Houphouet ins Gefängnis geworfen wurde: http://xalimasn.com/entretien... -pour-moi/

asinus
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Wie sagte einmal ein Diktator (ich weiß nicht mehr genau in welchem afrikanischen Land): "wenn Elephanten kämpfen, wird Gras zertreten". ganze Heere werden aufgeboten, die sich wegen solcher Idioten die Schädel einschlagen und Massaker verüben, keiner ist besser darin.

im namen der hose
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Menschenfresserei sollte verboten werden

a grünes stricherl
 
07
Sieht nach Islamisierung auf die harte Tour aus ..

stand1
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Abwarten

Tee trinken-africa braucht noch zeit zur entwicklung.
Ein vereintes starkes africa würde wohl nur bob marley gefallen.
Doch der sieht lieber seinen kayawolken nach und reicht liz den
Daumendicken ... Selbstgedrehten!!!

Alien Nation
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UNO Resolution und Luftschläge zum Schutz der Zivilbevölkerung – SOFORT–

Weh mir
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aber für Mord und Toschlag ist immer genug Kohle vorhanden!

Egal wie der Krieg verläuft, er wird viele Milliarden kosten und die Verschuldung der USA und der teilnehmenden Länder weiter in die Höhe treiben. Geld das sie gar nicht haben und für das der Steuerzahler wieder gerade stehen muss. Dafür heisst es dann, der Staat hat kein Geld für Schulen, Kindergärten und Spitäler, er muss bei den Ausgaben sparen und die Steuern erhöhen

unbd die Löhne senken

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Der Krieg gegen Libyen wird Milliarden kosten http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/03/d... z1IReJ9i3b

der fliegende storch
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USA Konzerne sind scharf auf den Kaukau

na glaubts wem Milka und Suchard gehören? Philipp Morris. Wallstreet braucht den Quattara.

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