"Das sprengt das Gehirn"

2. April 2011, 10:13
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Exbankerin meldet sich erstmals nach dem Zusammenbruch von Madoffs Geschäften zu Wort

Wien - Die 62-jährige Exbankerin Sonja Kohn (Wiener Bank Medici; sie hat in großem Stil Geld an Bernard Madoff geleitet) hat sich erstmals nach dem Zusammenbruch von Madoffs Geschäften zu Wort gemeldet. In einem Interview des Schweizer Journalisten Daniel Ammann für Das Magazin des Tagesanzeiger behauptet sie, Madoff habe sie "um Millionen betrogen, um die Existenz, um den guten Ruf".

Den Vorwurf des Milliarden-Jongleurs, der seinerseits behauptet, Banken und Fonds hätten von seinem Betrug wissen müssen, weist die in Zürich Lebende zurück: "Das sprengt das Gehirn. Ich habe nie etwas gehört oder gesehen, was mir verdächtig erschienen wäre." Sie spielt den Ball an die US-Börsenaufsicht SEC: "Hätte sie ihre Arbeit getan, wäre Madoffs Betrug nach drei Monaten vorbei gewesen." Kohn bestreitet, Kick-back-Zahlungen erhalten oder rechtzeitig Geld aus den Fonds abgezogen zu haben. Heute beschäftigt sie sich mit alternativen Energien. (gra, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 2./3.4.2011)

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