3-Banken-Gruppe verdiente mehr

1. April 2011, 14:41
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Oberbank und BKS wollen in Ostösterreich expandieren

Wien - Die zur 3-Banken-Gruppe gehörenden Institute Oberbank, Bank für Kärnten und Steiermark (BKS) und Bank für Tirol und Vorarlberg haben im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr verdient. Wie aus den nun vorliegenden Geschäftsberichten aller drei börsenotierten Banken hervorgeht konnte die Oberbank den Konzern-Jahresüberschuss auf 98,4 (77,3) Mio. Euro steigern, die Bank für Kärnten und Steiermark (BKS) auf 46,4 (40,4) Mio. und die Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) auf 49,2 (47,8) Mio. Euro.

Nach dem Rekordergebnis 2010 werde die Oberbank heuer den Expansionskurs fortsetzen hatte Generaldirektor Franz Gasselsberger gestern bei der Bilanzpressekonferenz erklärt. Mit den für heuer geplanten acht weiteren Filialen soll das für 2012 anvisierte Ziel von 150 Oberbank-Filialen bereits 2011 erreicht werden. Hauptexpansionsmärkte seien derzeit Wien und Bayern.

Ausbreiten in Ostösterreich

Auch die BKS will neben der langsamen, aber stetigen Expansion in Slowenien nun auch im ostösterreichischen Raum stärker Fuß fassen. In Wien steht eine neue Filiale kurz vor der Eröffnung, die Errichtung einer weiteren wurde im Aufsichtsrat beantragt. Vorstandschef Heimo Penker bezeichnete das abgelaufene Jahr bei der gestrigen Bilanzpressekonferenz als "immer noch sehr schwierig", durch die Krise seien die Kreditrisiken weiterhin sehr hoch. In Slowenien wurden Gewinne erwirtschaftet, in Kroatien eine "schwarze Null".

Der Jahresüberschuss vor Steuern lag bei der Oberbank im Konzern bei 114,5 (92,0) Mio. Euro, bei der BKS bei 53,6 (46,5) Mio. Euro und bei der BTV bei 61,8 (51,3) Mio. Euro. Als Risikovorsorgen im Kreditgeschäft werden bei der Oberbank mit 103,8 Mio. Euro mehr ausgewiesen als 2009 mit 90,7 Mio. Euro. Ebenfalls höher fielen sie bei der BKS mit 47,6 (37,4) Mio. Euro aus, während die BTV einen leichten Rückgang auf 42,1 (44,5) Mio. Euro verzeichnete.

Die Dividende bleibt bei allen drei Instituten auf Vorjahresniveau: Aktionäre der Oberbank erhalten 50 Cent je Aktie, jene der BTV 30 Cent und die BKS schüttet 25 Cent je Aktie aus.

Die Bilanzsumme stieg bei der Oberbank auf 16,8 (16,0) Mrd. Euro, bei der BTV auf 8,9 (8,5) Mrd. Euro und bei der BKS war die Kennzahl stabil bei 6,2 (6,3) Mrd. Euro. Die Eigenkapitalrendite (Return on Equity; RoE) nach Steuern verbesserte sich bei der Oberbank auf 9,08 (8,28) Prozent, war bei der BKS mit 7,7 (7,76) Prozent stabil und sank bei der BTV auf 7,63 (8,2) Prozent.

Beschäftigt waren in der Oberbank im Konzern im Vorjahr stabil 1.996 Mitarbeiter und in der BKS 872. Die Zahl der Beschäftigten in der BTV ging auf 794 (862) Personen zurück.(APA)

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