Automobile Beschwerden

1. April 2011, 16:44
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    foto: apa

    Die Autoindustrie braucht Erfolge. Die Konsumenten spielen die wesentliche Rolle.

Die Autoindustrie arbeitet im Hintergrund an optimierten E-Fahrzeugen, doch auch die Konsumentenmeinung hat Einfluss auf die Autozukunft

All die derzeit im öffentlichen Raum gesichteten Elektroautos haben gemeinsam, dass ihre Architektur entweder direkt von einem Modell mit Verbrennungsmotor abgeleitet (Mitsubishi i-MiEV und französische Derivate) oder dem zumindest nachempfunden ist (Think). Auch bei anderen Elektroautos, die in Großversuchen unterwegs oder zu erwarten sind, handelt es sich um auf Elektroantrieb umgerüstete herkömmliche Fahrzeuge (Smart, Mini, Mercedes etc.). Das ist technisch keine optimale Lösung, aber unter dem Kostenstress durch die teuren Batterien eingangs kaum anders machbar.

Die Autoindustrie arbeitet aber im Hintergrund an optimierten E-Fahrzeugen, an Modulsystemen als Grundlage für ganze Modellfamilien für unterschiedliche Einsatzzwecke.

Das ist aber nicht mehr nur eine Aufgabe für Maschinenbauer und Elektrotechniker. Das Auto der Zukunft wird sich nicht komplett eigendynamisch entwickeln wie bisher und die infrastrukturelle und damit die ganze gesellschaftliche Entwicklung hinter sich herziehen. Diese Fahrzeuge müssen in künftige Verkehrssysteme integriert werden, und wie die aussehen werden, das müssen wir heute entscheiden. Wir Konsumenten, wir Wählerinnen, wir Menschen, mit unseren Visionen, Wünschen und Beschwerden.

Die Autoindustrie spielt dabei insofern eine bedeutende Rolle, als sie ihren Erfolg wird weiter ausbauen wollen und ihr Know-how wird einbringen müssen. Aber die gesellschaftliche Rolle des Autos sollten wir selbst bestimmen - demokratisch, auch wenn das oft haarsträubend mühsam erscheint. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/01.04.2011)

  • Gefährliche Elektroautos [136]

    Elektrische Spannungen und Ströme, aber auch die Elektromotoren selber bergen hohe Risiken

  • Konflikt Fahrrad versus Auto [268]

    Die Trennung von Rad- und Autoverkehr funktioniert nicht wirklich. Radwege mögen das richtige Symbol sein, aber nicht immer die richtige Lösung

  • Vom autonomen Autofahren [42]

    Autofahren ist vor allem in Ballungsräumen nicht mehr lustig und um das erste verdiente Geld auszugeben gibt es genügend Alternativen zum Auto

  • Start-Stopp: Es gibt längst Besseres [86]

    Die Zukunft gehört Systemen mit Starter-Generator, der unauffällig zwischen Stillstand, Elektro- und Verbrennungsmotorbetrieb wechselt

  • Verkehr in Megacitys [3]

    Die Autoindustrie liefert Konzepte für den Autoverkehr in künftigen Megacitys und denkt über besonders kleine und smarte Fahrzeuge nach

  • Zugfahren als Schnäppchenjagd [185]

    Die Bahn hält Neukunden konsequent fern. Alternativen sind die neue Westbahn - oder der private PKW

  • Radfahren: Fit, aber tot? [256]

    Je mehr Radfahrer sich auf den Straßen tummeln, umso mehr Unfälle gibt es auch

  • Autosalon als Spiegelbild [3]

    Die heurige Automobilausstellung in Frankfurt kehrt auf den ersten Blick wieder ziemlich auf den Boden der Tatsachen zurück

  • Das Auto braucht Straßen [86]

    Das Auto braucht eine Infrastruktur, nämlich Straßen, und die schenken uns die Autohersteller nicht dazu

  • Autofahren mit Biogas [39]

    Biogas wird im Wesentlichen aus landwirtschaftlichen "Abfällen" hergestellt, tritt also nicht in unmittelbare Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion

  • Pendlerpauschale ade? [379]

    Eine hohe Mobilität von Arbeitskräften ist eine Grundlage unseres Wirtschaftslebens. Die CO2-Diskussion betrifft vor allem auch die Pendler

  • Mit den Waffen der Gegner [99]

    Gijs Mom macht sich schon lange Gedanken, warum der Elektromotor vor 100 Jahren den Wettlauf mit dem Verbrennungsmotor verlor

  • Abgas-Erregungsakrobatik [19]

    Bis heute spielen die kompromisslosen Autoverteidiger eine lautstark polternde, aber ziemlich nutzlose Rolle

  • Feinstaubalarm beim Ottomotor [81]

    Die Regelung Euro 5 sieht eine Begrenzung der Partikelmasse vor. Aber nur mit der Partikelmenge lässt sich der Feinstaubanteil erfassen

  • Feindbild Automobil (III) [20]

    Die Existenz zu vieler Autos wird zwar beklagt, als Jobmoter sind Autofabriken aber nach wie vor gerne gesehen

  • Feindbild Automobil (II) [103]

    Fahrrad- und Automobilfahrer waren einst Freunde. Die Freundschaft hatte ein Ende, als das Auto dem Rad davonfuhr

  • Feindbild Automobil (I) [71]

    Das Auto hatte es Anfangs ganz und gar nicht leicht, sich durchzusetzen

  • Porsche-Preis fürs Lichtsparen [21]

    Der Prof.-Ferdinand-Porsche-Preis der TU Wien geht dieses Jahr an Wolfgang Huhn (Audi) und Kamislav Fadel (Automotive Lightning)

  • Gasgeben wörtlich genommen [12]

    Mit steigenden Kraftstoffpreisen werden Alternativen zu Benzin und Diesel zusehends interessanter, insbesondere Erdgas

  • Gummi braucht Straße

    Die Hoffnung der Autobranche lautet, in den derzeit noch weniger entwickelten Ländern im Laufe der Zeit auf über 500 wie bei uns aufschließen wird

  • Elektromotor rettet Verbrennungsmotor [41]

    Das diesjährige Wiener Motorensymposium prophezeite revolutionäre Zeiten im Automobilbau

  • Flexibler Motorenpapst [43]

    Es werden nur jene technischen Lösungen kommen, für deren Erforschung und Umsetzung in die Praxis sehr viel Geld ausgegeben wird

  • Auf ins Energiesparadies [8]

    Wahrscheinlich befinden wir uns jetzt im letzten Drittel des Erdölzeitalters - und auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger

  • Mit dem Rotstift durch die Verbrauchstabelle [60]

    Mercedes senkt mit Akribie den CO2-Ausstoß seiner E-Klasse, jedenfalls auf dem Papier

  • Automatik ohne Mehrverbrauch [197]

    Mit manuellem Schaltgetriebe, automatischem Doppelkupplungsgetriebe und Wandlerautomatik werden heute in etwa die gleichen Verbrauchswerte erzielt

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15 Postings
Igor Gassner
00
30.4.2011, 09:32
Wie muss ein E-Auto

aussehen. Ein Zweisitzer den man auf einen Viersitzer umbauen kann. Als Zweisitzer muss er di beiden hinteren Plätze als Ladefläche nutzen können. Den könnte man sowohl zum einkaufen als auch als kleines Familienauto verwenden.
Idealer Weise sollte er hoch sein aber rund also eine Art hoher verkürzter Käfer. Ein Lautsprecher sollte der Geschindigkeit entsprechenden Lärm von sich geben. Die Batterie sollte einfach austauschbar sein weil man sich so das laden erspart udn auch die Ladespitzenzeiten. Ein Pfandsystem aud fünf Jahre. Vorteil auch erneuerungen kann man so integriern.

a b1
00
24.4.2011, 14:09
Mann seid ihr von vorgestern

Ich hab' erst geglaubt, der Artikel sei veraltet. Der Nissan Leaf ist bitte von der Picke auf ein E-Fahrzeug. Und dementsprechend ist auch sein Erfolg.

Dass man am Anfang halt mit Einschränkungen und hohen Kosten leben muss, ist offensichtlich jenseits des Teiches kein Hindernis.

her wig
00
454 km geht schon

nachdem die 600 km-Fahrt einer deutschen Firma angezweifelt wurde und das Auto nachher unter dubiosen Umständen abgebrannt ist, hat man nun eine offizielle Bestätigung für eine 454 km-Fahrt (mit etwas kleinerer Batterie).

http://www.handelsblatt.com/auto/test... 14216.html

Also wenn so ein E-Auto so weit fährt und die Preise sinken, dann kann alles rundherum so bleiben wie es jetzt ist. Das mit den Wünschen und Beschwerden, Plattformstrategie etc. ist übrigens jetzt auch schon Realität.

Jürgen Gschwendtner
00
10.4.2011, 11:17
in Wirklichkeit halt nur 38 bis 78 km, lt. Öamtc

also wenn bei jeder Fahrt in die Arbeit die Angst mitfährt, die Heimfahrt von der Arbeit entweder ohne Heizung oder nur per Öffi/Taxi zu schaffen, dann brauch ich das nicht. Reichweitenschmäh ist nur bei optimalsten Bedingungen auf der Autobahn/bergab/mit Rückenwind gültig, ist halt noch nicht EU-genormt! Übrigens: wo sind die Grünen, die für Tausende E-Nahverkehrs-Autos die Garagen freiwillig genehmigen?

Zwetsch Genbaum1
01
Und was ist mit SAM (Schweiz/Polen)??

Der ist zwar eher ein Kabinenroller, kann aber sicher für weit über 50% aller anfallenden Autofahrten in Österreich eingesetzt werden.
http://www.friends-of-sam.com/

NoComment
01

wo wollen's mit dem fahren? entweder gibts dort öffentliche verkehrsmittel (wien) oder sie spielen mit dem leben mit so einem teil, denn wenn sie da wer abschießt hat der eine ein paar kratzer und sie sind hinüber. und für die 1x pro woche einkaufen fahren ein wenig überzogen. wen ich das als zweitauto nehme hat die herstellung mehr dreck erzeugt als wenn ich mit einem hummer einkaufen fahr.

her wig
00

Nicht fragen, kaufen.

tablespace65
32
Auf die Entscheidung von "uns Konsumenten" zu bauen, halte ich für einen großen Fehler!

"Das Auto der Zukunft wird sich nicht komplett eigendynamisch entwickeln wie bisher und die infrastrukturelle und damit die ganze gesellschaftliche Entwicklung hinter sich herziehen. Diese Fahrzeuge müssen in künftige Verkehrssysteme integriert werden, und wie die aussehen werden, das müssen wir heute entscheiden. Wir Konsumenten, wir Wählerinnen, wir Menschen, mit unseren Visionen, Wünschen und Beschwerden".

Genau deswegen lässt der Automobilbau kurz- und mittelfristig nichts Gutes erwarten! Solange der Wohlstand unserer Gesellschaft noch dermaßen hoch ist, dass sich viele (relativ) problemlos große und schwere Pkw mit 35.000 EUR und mehr leisten können, ist eine nachhaltige Entwicklung "in die richtige Richtung" unwahrscheinlich!

molekühl
31

Für eine "nachhatige Entwicklung" müsste man sich aber Elektroautos um 35.000 Euro leisten können...
"Nachaltig" wäre sowieso nur eine Verringerung des Fahrzeuggewichts (bzw. der Abmessungen), der Energieträger ist absolut zweitrangig (in der Realität). Und da wäre definitiv der Gesetzgeber gefordert, weil die eigendynamische Entwicklung von 2,5-Tonnern, die über alles drüberwalzen, nicht das letzte Wort sein darf.
Nachdem Politik aber heute generell keinerlei Gestaltungwillen mehr hat, wird sich da nichts tun, sondern es werden sich schlussendlich irgendwelche Förderungs-Lobbies durchsetzen, die uns für unwirtschaftlichen Schwachsinn unter dem "Öko"-Mäntelchen noch den letzten Steuer-Euro aus der Tasche ziehen werden.

Parkschwein
00

welche 2.5tonner werden denn in größeren mengen verkauft??

Grumble
00
Unsinn

Der Anstieg des Fahrzeuggewichts liegt auch sehr stark an immer stärkeren gesetzliche Anforderungen - immer mehr Grundausstattung ist vorgeschrieben, zusätzliche Sicherheitsausrüstung und auch die Abgasreinigung welche für höheren Verbrauch und viel Gewicht sorgt.

Aber ihr Vorschlag, ausgerechnet einen einzelnen Parameter kleinlich zu regulieren ist ohnehin unsinnig: Der Verbrauch von Autos hat sich in den letzten Jahrzehnten gesenkt, trotz höherem Gewicht. Alleine das zählt, nicht das Fahrzeuggewicht - an welchem der Gesetzgeber auch zu einem großen Anteil schuld ist.

tablespace65
41

Auch der - massenhafte - Umstieg auf E-Fahrzeuge wird und kann nicht die Lösung der Verkehrsproblematik sein und ist somit meines Erachens auch nicht als "nachhaltige Entwicklung" zu sehen.

E-Mobile werden zwar die Schadstoffbelastung in den städtischen Ballungsräumen vermindern, tragen aber überhaupt nicht dazu bei, dass die üblichen Probleme (Staus, Parkplatzdruck, notwendige Straßenausbauten und -erhaltungen etc.), die uns der Verkehr jetzt schon bringt, gelöst werden!

Außerdem ist es ja fast schon als "fahrlässig" zu bezeichnen, die "saubere Energieform" Strom für Mobilität zu "verschwenden". Und nicht zu vergessen ist, dass der Strom ja nicht einfach nur aus der Steckdose kommt, sondern in irgendeiner Weise produziert werden muss...

M L3
03
Die saubere Energieform ist doch bestens für Mobilität angewandt

Da die Mobilität unumgänglich ist, soll sie sauber wie möglich erfolgen.
Nur zum Heizen sollten wir den Strom nicht verschwenden - außer wir hätten mehr als genug davon aus nachhaltiger Erzeugung.

Kowalsky
04
imponierend, Herr Skarics

in der Autorevue testen Sie Autos mit 400 PS und freuen sich darüber, und uns stimmen Sie hier auf Lulu-Autos ein. Ja, für Geld machen wir alle alles.

Parkschwein
00

er hat auch in der autorevue schon über e-autos geschrieben. außerdem sehe ich das problem nicht?

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