Biblis

RWE klagt gegen Abschaltung von AKW

31. März 2011, 22:46
  • Artikelbild
    vergrößern 800x411
    foto: timur emek/dapd

    Aktivisten von "Greenpeace" projizierten am 21.03. den Spruch "Das Lügen geht weiter" auf einen Kühlturm des AKW Bibils.

Keine rechtliche Grundlage für dreimonatiges Moratorium

Frankfurt - Der deutsche Energiekonzern RWE klagt gegen die Abschaltung seines Atomkraftwerks Biblis A. Das Unternehmen werde die Klage am Freitag beim Verwaltungsgerichtshof in Kassel einreichen, sagte eine RWE-Sprecherin am Donnerstagabend und bestätigte damit Vorabmeldungen der "Rheinischen Post" und der "WAZ" (Freitagausgaben). Der Rivale E.ON verzichtet dagegen auf eine Klage gegen Abschaltung seiner Kernkraftwerke Isar I und Unterweser.

Die RWE-Klage richte sich gegen das Land Hessen, das eine einstweilige Einstellung des Betriebs für drei Monate angeordnet hatte. RWE begrüße zwar die Sicherheitsüberprüfung der deutschen Kernkraftwerke. Allerdings sei eine rechtlich saubere Grundlage Voraussetzung für das Moratorium. Die deutschen Kernkraftwerke erfüllten die geltenden Sicherheitsanforderungen.

Als Reaktion auf die Atomkatastrophe in Japan hat die deutsche Regierung die sieben ältesten deutschen Reaktoren zunächst für drei Monate vom Netz nehmen lassen. In dieser Zeit sollen alle deutschen Kernkraftwerke einer neuen Sicherheitsüberprüfung unterzogen werden. Die Atomaufsicht liegt bei den Bundesländern. (APA/Reuters)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 144
1 2 3 4
vikto1313
00
Sofort eine Gegenklage vom Volk einbringen und Garantien verlangen!

Wenn RWE eine Rücklage von ein paar Billionen Euro für Ernstfälle hinlegt und den geichen Betrag für die Endlagerung, dann darf sie die AKW`s weiterbetreiben.

Die ersten paar Billionen sind für einen Ernstfall wie in Japan oder in der Ukraine. Warum verlangt man von solchen Konzernen keine Absicherung. Sie verdienen Geld mit der nicht kontrollierbaren Atomkraft (sieht man jetzt in Japan) scheren sich aber nicht um Ernstfälle und Endlagerung.

Wenn es so etwas geben würde, wäre kein Atomkraftwerk mehr rentabel.

So verdienen sie sehr viel Geld, die Rechnungen muss im Endeffekt (wie bei den Banken, Managern usw) wieder der kleine Mann begeichen. Im Ernstfall würden viele Menschen ihre Heimat für immer verlieren.

Gigerius
00
12.4.2011, 22:53

Und weil wir grad dabei sind, muss jeder für seine CO2 Produktion selbst aufkommen. Sie werden sehen, wie schnell alles sehr sehr teuer wird und den Bach runtergeht, wenn sie so etwas konsequent umsetzen würden. Warum darf mein Nachbar mit seinem Auto die Luft verschmutzen, die auch mir gehört? Warum werden mit Industriegebieten mehr und mehr Boden versiegelt? Wer zahlt dafür? etc.. Leider ist es nicth so einfach. Aber sie haben schon recht, man könnte wenigstens ernsthaft anfangen die wahren Schäden von ihren Verursachen kompensieren zu lassen.

viridisdens
01
schüssel klagt gegen atomausstieg?

Adam Markus
00

Würde es einen Unfall geben, dann würde die Bezeichnung "Auf den Knien dahergekrochen" nicht einmal ansatzweise passen, so sehr würde RWE um Staatshilfen betteln.

Im aktuellen Geo gibt es jedenfalls einen sehr guten Artikel über erneuerbare Energien und Atomkraft. Es geht darum wie deutsche Atomkonzerne versuchen erneuerbare Energien zu Bremsen, weil das dazu notwendige Stromnetz ihre Anlagen unnötig machen würde. Atomanlagen sind die Technik von vorgestern und der einzige Grunnd warum sie noch am Leben gehalten werden sind die Profite, welche aus ihnen gezogen werden.

Das schreibt übrigesn sogar PriceWaterhouseCoopers und ich muss ihnen zum ersten Mal Recht geben.

Quisa Zaderak
01
Bundesverfassungsgesetz für ein atomfreies Österreich

http://www.zwentendorf.com/de/geschi... sp?index=6

Ex-Bundeskanzler Schüssel muss von seinem Nationalratsmandat zurücktreten. Er handelt gegen die Interessen Österreichs!

Quisa Zaderak
01
Zusatz:

Schüssel soll erklären, wie er als RWE-Aufsichtsrat zu der Klage von RWE steht!

Don Quixote1
00
Es ist eine Kernaufgabe der Politik ihre Bürger zu schützen.

Wenn es irgendwelche Verträge nicht erlauben, dann sind diese Verträge schlecht bis ungesetzlich.
Übrigens die EU-weite Anhebung der Grenzwerte bei strahlen-verseuchten Lebensmittel aus Japan auf das 20-Fache, dient auch nicht die Interessen der Bürger. Wessen Interessen dann?

Gigerius
00
12.4.2011, 22:48

Natürlich dient es auch den Bürgern. - Dazu noch den Japanern und der Wirtschaft allgemein. Versuchen sie mal über den Tellerrand zu sehen...

Don Quixote1
00
12.4.2011, 23:38
Geh, hören Sie auf!

Was für Prioritäten sind es, dass ich verstrahltes Lebensmittel fressen muss, damit dem Wirtschaft gut geht? In dem Fall geht uns wirklich nicht gut wenn der Wirtschaft gut geht.
Schauen wir über den Teller randvoll verseuchtes Zeug! Ich sehe skrupellose Geschäftemacher die es wirklich glauben, dass man Geld essen kann, für die Fukushima nur eine weitere Gelegenheit bedeutet mehr Geld zu verdienen (Lebensmittel, Energie).
Kooperation statt Konkurrenz, Lebensmittel und Energie vom Markt entkoppeln, sonst bleibt nicht einmal der Tellerrand übrig!

Gigerius
00
13.4.2011, 13:15

Denken sie wirklich, das bischen mehr Strahlung (was nicht heißt, daß es auch wirklich in ihren Lebensmitteln ist) macht etwas aus?
Ausserdem bleibt es ja ihnen selbst überleaasen, was sie kaufen. Niemand zwingt sie japanische Produkte zu kaufen.

Don Quixote1
00
13.4.2011, 15:05
Warten Sie nur ab!

MBR
10

lol angst vor akws
vermutlich auch angst vor dem krampus

Don Quixote1
02
Noch mehr Angst vor Dummheit.

Nicolas Castillo
00
die Bundesregierung kan dann im Gegenzug ...

die AKW Betreiber dazu verpflichten, die Kosten für die Einlagerung des Atommülls zu übernehmen.

Don Quixote1
00

Die finden dann eine Kostengünstige Alternative.

the comedian
 
00
unser bundeswoiferl

das alte atomhaserl

GeSu1
00
Neuester Stand

Mein Wissensstand über die Kraftwerke reicht leider nicht aus, aber zumindest sollten die Kraftwerke alle auf den neuesten Technischen Stand gebracht werden. Oder sind Core-Catcher verbaut in den alten Reaktoren? Mein Gefühl sagt mir das dies nicht so ist. Also sollten wir die RWE verklagen weil diese dann meiner Meinung nach vorsätzlich handeln würde.!!
Herr Schüssel, falls Ihnen das Grundwasser ein anliegen ist würde ich zumindest ein solches System vorschreiben.

GeSu1
01

+ Eine Versicherung sollte vorgeschrieben werden für ein AKW, bin gespannt ob diese Mühlen überhaupt versicherbar sind. Oder ist der Steuerzahler die Versicherung?
Da könnt ich ja als Unternehmer meine Haftpflichtversicherung auflösen und bei einem Unfall lasse ich dann den Staat bezahlen.
Gerecht ist dies also nicht, denn ein Unternehmer muß ja auch eine Versicherung einkalkulieren in seine Preise.
Dumm nur das dann der Atomstrom nicht mehr rentabel ist.
Wie gesagt nur eine Vermutung.

Helmut
00
Die Vermutung...

...ist voellig richtig und imho einer der besten Hebel zum schnellen Aus der Atomkraft. Es ist mitnichten einzusehen, warum jeder Autofahrer eine Haftpflicht zahlen muss, ein AKW-Betreiber aber exakt 0 Euro.

dafa
00
diese alten...

... mühlen sind nicht versicherbar... soweit ich weiss ist kein einziges versichert... nirgendwo auf der welt... ist mitunter auch ein grund, wieso tepco nun von japan verstaatlicht wird...

Charras
00
Die deutschen Kernkraftwerke erfüllten die geltenden Sicherheitsanforderungen.

Tja, ich denke diese "Sicherheitsanforderungen" sind bewiesenermaßen um ein vielfaches zu niedrig angesetzt. Wenn ein solches Szenario wie in Fukushima oder Tschernobyl statistisch nur alle 10000 Jahre passiert und wir seit Nutzung der Kernkraft bereits 2 (Super)GAU's und unzählige "Beinaheunfälle", (ich kann natürlich nur die bekannten einschliessen) hatten, KANN doch diese Statistik nicht ernsthaft in ein seriöses Kalkül einfließen. Bei den realen Sicherheitsanforderungen wären AKW's selbstverständlich "immediatly" vom Netz zu nehmen. Bei solchen Themen aber auf die Abwesenheit von mächtigen Lobbyisten zu hoffen ist wohl zu viel erwartet. ----die werden uns und alle Mitbewohner dieser Erde offensichtlich meiern----

*esofan*
00

dreist ist das, wirklich wahr.

cantanto
01
Einfache Lösung:

verstaatlichen!
Wurde in der Vergangenheit bei viel weniger wichtigen Themen vorgenommen.

Zudem eine Kaution für etwaige Schäden aus AKW-Unfällen als Steuer einheben und die Kosten für die Endlagerung nicht mehr dem Steuerzahler umbinden.

Somit wäre Atomstrom so astronomisch teuer, dass sich diese paar alten Herren eine neue Quelle zum Abzocken der Menschheit finden müssten....

re flexion
00
Ja eh

wenn man das AKW verstaatlicht und dann für 3 Monate abschaltet kostet es ja nichts, oder?

mikromalist
 
00
Wird schon. Nur Geduld.

Sie begreifen es nicht, bevor Ihre abhängigen Politiker nicht alle abgewählt werden.
Dann schaun wir uns die Kontenbewegungen im Hinblick auf Parteien- und Personen-Finanzierung an, erheben Schadenersatzforderungen, ... Wahrscheinlich können wir dann die Forschung der nächsten 10 Jahre ...
Nein, sie begreifen es nicht.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 144
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.