Med-Uni Graz führt auch für Pflege-Studium Auswahlverfahren ein

31. März 2011 14:54

Studium der Pflegewissenschaften führt nach drei Jahren auch zur Berufsberechtigung - 72 Plätze verfügbar

Graz - Maturanten, die an der Medizinischen Universität Graz ein Studium für Pflegewissenschaft beginnen wollen, müssen nun auch ein Auswahlverfahren absolvieren, teilte die Med-Uni Graz am Donnerstag mit. Es werden 72 Studienplätze angeboten. Das Verfahren wird gleichzeitig mit jenem für das Human- und Zahnstudium stattfinden, aber etwas anders aufgebaut sein. Gleichzeitig müssen Interessenten auch das traditionelle Aufnahmeverfahren an der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege absolvieren.

In der Steiermark werden jährlich rund 600 Personen an der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege ausgebildet. Seit 2004 bietet die Medizinischen Universität Graz auch die Möglichkeit eines Studiums der Pflegewissenschaften für jene an, die einen Job im gehobenen Gesundheits- und Pflegebereich anstreben. Der Studienabschluss führte bisher jedoch nicht automatisch auch zu einer Berufsberechtigung.

Kooperation mit Land Steiermark

"Bisher mussten die meisten Absolventen, die im Pflegebereich arbeiten wollten, nach dem dreijährigen Bachelorstudium den praktischen Teil der Krankenpflegeausbildung in weiteren zwei Jahren nachholen", schilderte Vizerektor Gilbert Reibnegger am Donnerstag. Das neu aufgestellte, im Herbst startende Studienangebot beinhalte nun jedoch 2.500 Stunden Praxisausbildung und erfülle damit die gesetzlichen Anforderungen, um auch eine Berufsberechtigung in allgemeiner Gesundheits- und Krankenpflege zu erteilen. Möglich wurde dies durch eine Kooperation der Med-Uni mit dem Land Steiermark.

Das zusätzliche Praxisangebot sei auch ausschlaggebend dafür gewesen, dass die Zahl der Studienplätze limitiert und ein entsprechendes Auswahlverfahren eingeführt wurde. "Die Zahl hängt einerseits mit dem Bedarf, rund zehn Prozent der Pflegekräfte auf tertiärem Niveau auszubilden und andererseits mit den Praxisressourcen zusammen", so Reibnegger. Die vom Medizinstudium bekannte Quotenregelung spiele keine Rolle. Das Auswahlverfahren legt seinen Schwerpunkt auf soziale Kompetenzen und Biologie. Es findet am 8. Juli in der Grazer Stadthalle statt. Voraussetzungen sind die Voranmeldung und ein Bewerbungsschreiben, das bis zum 30. Mai eingelangt sein muss.

"Bacc. der Pflegewissenschaft"

Das Studium wird als Bachelorstudium angeboten und führt nach acht erfolgreich absolvierten Semestern zum "Bacc. der Pflegewissenschaft" und zugleich zum Titel "Diplomierter Gesundheits- und Krankenschwester/pfleger". Interessierte müssen sich auch an der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege anmelden. (APA)

griechischer wein
31.03.2011 21:41
in die pflege nur die besten

und wirklich motivierten!

für viele österreichische schulabgänger ist die pflege sozusagen nur "das geringste übel", das sie wählen, weil sie irgend etwas machen müssen. oft leute, denen nichts anderes einfällt.

zuwanderer aus dem osten bringen oft die viel größere motivation mit und sind daher auch in diesem bereich willkommen!

smea_gol
31.03.2011 19:03

phänomenal -
ein beruf, den die wenigsten ausüben wollen, wo österreich massive probleme hat, willige personen zu finden - die tschechische Krankenschwester, und die Bahre trägt dann der Bulgare, sag ich nur -
und was mach ma - wir machn zu.

Applaus. Applaus.
Rektoren spielen offenbar doch auf dem gleichen verkorkst level wie fr. karl.

per verser
01.04.2011 08:41

sie mißverstehen das. niemand macht für die unteren ränge zu - das arschauswischen und speibschüsselputzen braucht aber keinen akademiker. die führungskraft soll elitär sein - auf diese weise ist jeder, wo er hingehört: die tschechische krankenschwester macht die arbeit, der övp-ling delegiert. so schafft man auch im pflegebereich satndesgemäße positionen für die seinen.

smea_gol
01.04.2011 09:46

naja, und, dass es nicht genug positionen für övp-günstlinge gibt, bedingt, dass man qualifizierte Leute mittels "Auswahlverfahren" hinausdelegiert.

Den Verein könnte man echt zum Mond schießen, aber selbst dort würdens noch Schaden anrichten.

Queen of Sheba
 
31.03.2011 17:14
Bedarf an Pflegewissenschafler/innen : NULL !

Benötigt werden wissenschaftlich vorgebildete Pfleger/innen (Fachhochschulstudiengänge "Medizinische Pflege").

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