Die nicht-alkoholische Hepatitis tritt häufig bei Menschen mit Diabetes II auf
Edinburgh - Diabetiker sterben um 70 Prozent eher an einer Lebererkrankung als andere Menschen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of Edinburgh gekommen. Er war bereits bekannt, dass Diabetes das Risiko für ein Leberleiden stark erhöht. Verantwortlich dafür ist eine bestehende Insulinresistenz, die als Risikofaktor für die Entwicklung einer Fettleber gilt. Durch eine Entzündung innerhalb der Leber kann in weiterer Folge eine Leberzirrhose beziehungsweise ein Leberzellkarzinom entstehen.
Das Team um Sarah Wild verglich die Daten von Personen zwischen 35 und 84 Jahren. Untersucht wurde ein Zeitraum von sechs Jahren, der bis 2007 dauerte. Den Krankenakten von 1.267 Diabetikern, die alle an einer Lebererkrankung starben, wurden jene von 10.000 Menschen gegenüber gestellt, die nicht an dieser Krankheit litten. Die Ergebnisse zeigten, dass einer von vier Diabetikern, also 24 Prozent, an einem Leberzellkarzinom starb. Bei der zweiten Gruppe war es einer von neun Teilnehmern.
Wenig Alkohol empfohlen
Mehr Menschen ohne Diabetes starben jedoch an einer alkoholisch bedingten Lebererkrankung. Hier standen 63 Prozent 38 Prozent bei der Diabetiker-Gruppe gegenüber. Diabetikern wird, aufgrund der möglichen Auswirkungen auf die Blutzuckerwerte und des Risikos einer Gewichtszunahme, empfohlen nicht zu viel Alkohol zu trinken.
Wild erklärte, dass die nichtalkoholische Fettleberhepatitis immer häufiger auftritt, insebsondere bei Menschen mit Diabetes. Der Hauptrisikofaktor ist Übergewicht, das auch das Risiko an Typ-2-Diabetes zu erkranken deutlich erhöht. Die nichtalkoholische Fettleberhepatitis erhöht auch das Risiko einer Zirrhose, die ihrerseits wiederum das Leberkrebsrisiko erhöht.
Ein gesunder Lebensstil kann das Risiko verringern. Von Bedeutung ist laut der Expertin auch die Prävention, da die Behandlungsmöglichkeiten eingeschränkt sind. Die Ergebnisse der Studie werden auf der derzeit stattfindenden Diabetes UK Annual Professional Conference der Öffentlichkeit vorgestellt. (pte/red))