US-Teilchenbeschleuniger im Higgs-Wettlauf "ausgeschieden"

CERN-Forscher nennt 2012 als Stichdatum: "Wenn es Higgs gibt, werden wir es bis dahin finden"

Karlsruhe - Bis Ende nächsten Jahres wollen die Wissenschafter klären, ob das sogenannte Higgs-Teilchen bzw. Higgs-Boson existiert: "Wenn es Higgs gibt, werden wir es bis dahin finden", sagte der Direktor des Teilchenforschungszentrums CERN (Genf), Rolf-Dieter Heuer. Nach einem Nachweis für dieses Elementarteilchen, das anderen Partikeln ihre Masse geben soll, wird seit rund 30 Jahren gesucht.

Higgs ist ein zentraler Bestandteil im Baukasten des Universums, so wie ihn die Wissenschafter in jahrzehntelanger Forschung zusammengetragen haben. In diesem Baukasten, dem sogenannten Standardmodell, fehlt den Teilchen bisher aber die Masse. Ohne Masse gäbe es aber keine Zusammenballungen: Also keine Atome und letztlich auch keine Menschen. Das Higgs-Teilchen, benannt nach dem britischen Physiker Peter Higgs, soll den anderen Partikeln ihre Masse geben.

Lange hatte es einen Wettlauf um den Nachweis des Higgs im US-amerikanischen Teilchenbeschleuniger Tevatron und dem CERN-Beschleunigerring Large Hadron Collider LHC gegeben. Nach Worten Heuers ist der Wettlauf zu Ende: "Tevatron wird Higgs nicht finden", sagte er. Darauf deuteten die von dort kommenden Daten ganz klar hin. (APA/red)

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