Mittelmäßige Noten für EU-Außenpolitik

29. März 2011, 18:46
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    foto: reuters/michael dalder

    EU-Außenministerin  Catherine Ashton - im Bild auf der Münchener Sicherheitskonferenz im Februar - sucht eine außenpolitische Linie
    für die Union.

Bewertung des European Council on Foreign Relations ergab einige Überraschungen und viel Mediokrität

Das European Council on Foreign Relations, ein vor allem in London ansässiger Thinktank, hat erstmals ein Zeugnis für die europäische Außenpolitik verteilt. Die Bewertung ergab einige Überraschungen und viel Mediokrität. 

***

London/Wien - Vom Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages im Dezember 2009 bis dato war Schonzeit. Die ist nun vorbei: Die europäische Außenpolitik bekommt ein Zeugnis. Das renommierte European Council on Foreign Relations hat in einer "Scorecard" bewertet, wie erfolgreich die EU "ihre Interessen verfolgt und ihre Werte in der Welt vertritt". Dem Standard und einigen anderen europäischen Zeitungen liegt der Zeugnisbogen vor. 40 Forscher in allen 27 Mitgliedstaaten haben 80 Politikfelder bewertet, am Donnerstag wird das Ergebnis präsentiert.

Die Autoren nahmen keine Rücksicht auf die Unterscheidung zwischen EU-Institutionen und Mitgliedestaaten, weil Bürger und Partner das auch nicht tun. Gefordert wird auch nicht eine zentralisierte, wohl aber eine gemeinsame und koordinierte Außenpolitik. Die Bewertung erfolgte im angelsächsischen Schulnotensystem von der Bestnote A bis zum E.

Gehemmt hat die europäischen Außenpolitiker 2010 generell die Eurokrise, dadurch hatten die Union und ihre treibenden Kräfte einen "geoökonomischen und keinen geopolitischen Fokus". Daneben waren die neu geschaffenen Institutionen - Stichwort Europäischer Auswärtiger Dienst - vor allem mit sich selbst beschäftigt. Daraus ergab sich für die Studienautoren eine mangelnde strategische Ausrichtung der Agenden und etwa die komplette Verdrängung der Nachbarschaftspolitik.

Miserabel schnitt die EU in der Menschenrechtspolitik gegenüber China (D+), den Beziehungen zur Türkei (D+) sowie der Unterstützung für die Medienfreiheit in Russland (C-) ab. Bestnoten erhielt sie für die Kooperation mit den USA in Sachen Iran und Terrorismus sowie für die Visaliberalisation für den Balkan (jeweils A). Ganz gut wurden multilaterale Politik und EU-Krisenmanagement bewertet, durchwachsen die generellen Beziehungen zu China und Russland. Fehlende Einigkeit und die Unfähigkeit der Union, Ressourcen in Macht umzuwandeln, gelten als Grundsatzmankos.

2011 sehen die Autoren "Europas zweite Chance" kommen. Prüfstein der EU: die arabischen Revolutionen. (pra/DER STANDARD, Printausgabe, 30.3.2011)

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ecfr.eu

Kommentar posten
20 Postings
MajorMax
10
22.6.2011, 13:51
Austritt aus der EU-Dikatur!

...Stoppt die EU!

Bugio
00
19.5.2011, 11:32
Die EU muß schweizerischer werden.

Keine Nachbarschaftspolitik der gemeinsamen Außenpolitik der EU ist besonders an der Schweiz zu erkennen. Die EU ist zentralistisch, was ungefähr das Gegenteil der Schweiz ist, wo es nicht einmal eine Hauptstadt gibt. Wohin führt das ? Die Schweiz wird vermutlich das russische Katastrophenschutzministerium benötigen, unteranderem auch wenn man die EU-Außenpolitik gegenüber der Schweiz bedenkt.

http://www.russland.ru/rupol0010... item=22987

Josef Speckbacher
00
17.5.2011, 10:06
Frau Ashton wäre als EU Verteidigungsministerin sicher erfolgreicher

Mann stelle sich eine Vogelscheuche vor, die nur da zu stehen hat!

Josef Speckbacher
00
16.5.2011, 10:19
wenn das das beste ist was in der EU-Aussenpolitik herzeigbar ist!

das ist fix
00

leider sind nicht nur die noten mittelmäßige, sondern auch die handelnden personen

Hans-Georg Peitl
01
14.4.2011, 06:38
Auch wenn ich

Auch wenn ich Institutionen wie CFR oder EFR durchaus positiv gegenüber aufgeschlossen bin, so frage ich mich, ob die Beurteilungen nicht eher im Eigentinteresse, als aus der Sicht der Bevölkerung gesehen wird.

Die Bevölkerung und einige Mitgliedstaaten sehen die EU nämlich ganz anders: Als gescheitert.

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
http://jachwe.wordpress.com

das ist fix
00
13.4.2011, 21:39

bezüglich ms ashton sollte man sich dieses video ansehen, mr farage ist aus uk - daher ist seine kritik keine länder-animosität

ab minute 01:00
http://www.youtube.com/watch?v=etP3f-mNkD4

leowagner
00
11.4.2011, 14:54
wie kann man überhaupt was benoten...

...was es gar nicht gibt?

gefrajter_iz_jivica
00
10.4.2011, 09:53

Diese Sozialistin ist voll peinlich !

das ist fix
00

nicht nur diese...

Herr Waldwichtel
00
what??

sehr fein sehr fein!gute noten als dankeschön... erfüllungsgehilfen der gutmenschen jenseits des teiches und prompt sind wir brav und bekommen den kopf getätschelt...also ich freu mich...solange niemands ohne gewicht und machtanspruch europas aussenpolitik leben wird sich daran nichts ändern... sorry die baronin sollte abtreten.....

Pessimist-Realist
 
00
30.3.2011, 14:51

für eine derartig gute Benotung kann es wohl nur einen Grund geben: Sie haben sich selbst benotet (sprich: sie haben sich die Noten gekauft, mit wessen Steuergeld das wohl passierte ...)

"Able Danger"
112
29.3.2011, 20:03
"Bestnoten erhielt sie für die Kooperation mit den USA "

Na das ist doch das wichtigste, ein treuer Vasall eben.

diamant
121
30.3.2011, 09:33
Solange nur ein kleiner Teil der Welt frei und demokratisch ist und ein Grossteil der Menscheit unter Armut, Unfreiheit und Despotie leidet,

solange wird uns mit den USA viel, viel mehr verbinden als trennen!
Und falls sich die Welt dereinst veraendern sollte, was ich sehr hoffe, wird sich an den guten Beziehungen zu den USA auch nicht viel aendern!

Warentester
53
30.3.2011, 15:09

Die USA ist unser schlimmster Feind, und auch ein Feind der Freiheit außer ihrer eigenen. Aber es geht zu Ende mit ihr, nur versucht sie auf Kosten der Europäer sich eine Gnadenfrist zu kaufen, oder Europa zumindest mit in den Orkus der Geschichte zu reißen. Und unsere von ihr gekaufte Volksverr... helfen ihr fleißig dabei.

Caspar S
00
26.5.2011, 14:46

Al-Quaeda im Standard forum. Auch nicht schlecht.

Warentester
00
26.5.2011, 18:08

Ich halte von Al-Quaeda auch nichts. Allerdings haben sie weniger Menschen auf dem gewissen als die USA. Nur weil ich gegen den einen Verbrecher bin, heißt das nicht das ich zum Anderen halte.

kyselak3
 
21
15.4.2011, 23:33
"Die USA ist unser schlimmster Feind"

ja eh (abgesehen davon, daß es "sind" heißen muß.)
die USA haben uns z.b. das internet beschert, wo man obigen schwachsinn - für eine größere öffentlichkeit sichtbar - verzapfen kann.

Cupertino Rotten Fruit Marketing
 
00
10.6.2011, 08:33
Des Netz haben die Amis entwickelt, aber erst die Schweizer haben es mit dem WWW so einfach gemacht,

dass auch jeder Dodel obigen Blödsinn verzapfen kann.

Warentester
10
16.4.2011, 14:09

Was für ein Unsinn. Mal abgesehen davon, das das moderne Netz in CERN entwickelt wurde, war hätte die Entwicklung des Internets so oder so stattgefunden, weil technologisch zwingend.
Sie passen aber gut zu ihren Idolen: mangelhafte Bildung und geistige Kapazitäten, aber dafür große Klappe. Aber der Fall der Verbrechernation lässt sich nicht mehr aufhalten. Und dann werden auch die Zeiten für ihre Kolloborateure bitter werden. Also genießen Sie die Zeit, die Ihnen noch bleibt.

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