20.000 Twitter-User erzeugen Hälfte des Contents

29. März 2011, 08:21

Entsprechend nur 0,05 Prozent aller Nutzer - Einseitiges Massenmedium statt soziales Netzwerk

Für die Kurznachrichtenflut bei Twitter sorgen bedeutend weniger User als bisher angenommen. Mittlerweile besteht zwar bereits ein breiter Konsens darüber, dass der Microblogging-Dienst nur wenig mit den Merkmalen klassischer Social Networks zu tun hat. Zudem ist bekannt, dass die meisten Nutzer inaktiv sind, selbst kaum Tweets veröffentlichen und das Portal lediglich als Informationsquelle nutzen. Die Zahl der Content-Produzenten ist jedoch deutlich geringer als gedacht. Yahoo Research zufolge sorgen für die Hälfte der Inhalte gerade einmal 20.000 User oder lediglich 0,05 Prozent aller Twitter-Nutzer.

Nachrichten-Transport mit Hierarchien

"Twitter ist ein Beschleuniger der Kommunikation", meint Branchenkenner Klaus Eck, Inhaber von Eck Kommunikation. Die Plattform wird intensiv als Transportmittel von Nachrichten genutzt, weniger jedoch, um selbst einen Blog zu führen. So macht nur ein Fünftel der User überhaupt regelmäßig von den eigenen Accounts Gebrauch. Yahoo Research zufolge produzieren nach wie vor die klassischen Massenmedien die meisten Inhalte. Anders als Social Networks weist Twitter vielmehr Merkmale einer einseitigen Massenkommunikation und deren Weiterverbreitung auf.

Der Informationsfluss hat seine Hierarchien durch Twitter keineswegs verloren. Auch auf der Kurznachrichtenplattform findet eine starke Konzentration der Aufmerksamkeit statt. Eine wenig soziale Eigenschaft des Portals ist beispielsweise, dass individuelle User die Gefolgschaft durch andere Personen nur selten erwidern. Profile berühmter Persönlichkeiten weisen die meisten Follower auf. In den meisten Fällen bleiben die einzelnen "Nutzerschichten" jedoch unter sich. So folgen etwa Berühmte anderen Berühmtheiten, während Blogger anderen Bloggern folgen. Diese verbreiten die meisten Informationen weiter, die großteils jedoch von den Massenmedien stammen. (pte)

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Twitter

1787569
00
29.3.2011, 21:26

Wie in Second Life, wo sich die Medienforscher und Soziologen gegenseitig beim Studieren studieren hehe.

Jetzt neu: Kernschmelzkäse
00
29.3.2011, 11:43
Was war Twitter noch gleich ??

Umsatzsteigerung
01
29.3.2011, 09:07
Nichts Neues unter der Sonne...

In allen Netzwerken, Vereinen, Clubs (ob Online oder Offline) sorgen immer nur einige Wenige für die Inhalte, der Rest konsumiert mehr oder weniger teilnahmslos. Das ist schon seit Erfindung des Buchdruckes so und wird sich auch im Internetzeitalter nicht ändern.

Gemüsefraumann
20
29.3.2011, 08:38

die Info ist schon sehr relativierend zu betrachten.

Wenn 20.000 User die Hälfte des Contents erzeugen, wieviele erzeugen dann 100%? Kann man diese Zahl dann auch noch hernehmen um Twitter herabzuwürdigen?

Auch in Facebook quatschen im Endeffekt nur jene Leute miteinander die sonst auch einen Umgang pflegen würden, das gleiche gilt für jede Menschenansammlung/ Weihnachtsfeier / Beerdigung, etc.

Das interessante an solchen sozialen Netzwerken ist doch die Art und Weise wie man Informationen verbreiten kann, dass es stärkere und schwächere Knoten in so einem Netz gibt ist doch normal und höchst erwünscht.

haus?
00
29.3.2011, 11:34

bzgl. 2. absatz.. i tüpferl reiter:
die 20.000 aktivsten Nutzer sorgen für 50% aller Nachrichten.

das hat auch nichts mit herabwürdigen zu tun, es soll nur hervorheben, das bei twitter auch nur mit wasser gekocht wird

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