Unternehmen kauft rund 670.000 Adressen von Nortel - IPv6 bringt Lösung voraussichtlich ab 2012
Einem Bericht des Branchenmagazins "Thinq" zufolge soll Microsoft einen "Panikkauf" um 7,5 Millionen US-Dollar getätigt haben. Das Unternehmen sicherte sich dadurch 666.624 IP-Adressen aus dem Bestand des insolventen Telekommunikationsausrüster Nortel.
Hamsterkauf
Das Finanz-Blog "AllThingsDigital" mutmaßt, dass es in naher Zukunft zu weiteren Käufen dieser Art kommen werde. Denn die Internet Assigend Numbers Autority (IANA), mitunter zuständige für die Vergabe von IP-Adressen, hat die letzten IP-Blocks bereits vergeben. Deshalb besorgen sich Unternehmen ihre IP-Adressen nun bei den Regional Internet Registries (RIR), doch auch hier werde man bald an seine Grenzen stoßen. Von der RIR Asia-Pacific Netzwork Information Centre (APNIC) wird erwartet, dass die Kapazitäten bereits kommenden Mai oder Juni erschöpft sind.
IPv6
Bis 2012 soll auf das Internet Protocol Version 6, kurz IPv6, umgestiegen werden - dabei handelt es sich um den Nachfolger von Version 4, welche im Internet nach wie vor überwiegend zum Einsatz kommt. Mit IPv6 soll die Knappheit an IP-Adressen überwunden werden, denn während IPv4 momentan 'nur' rund 4,3 Milliarden Adressen bietet erweitert sich der Adressraum mit dem Nachfolgeprotokoll auf zirka 350 Sextillionen. (red)