Graz

Fliegerbombe vor Hauptbahnhof gesprengt

25. März 2011 22:42
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    apa-Foto: barbara gindl

    Die Bahnhofshalle in Graz auf einem Archivbild - das Areal wurde im Umkreis von 500 Metern evakuiert.

"Vollsprengung" war notwendig - Evakuierung von Bahnhof und Umgebung - Sperren bedingten Chaos im Verkehr

Graz - Ausnahmezustand herrschte am Freitagnachmittag und Abend rund um den Grazer Hauptbahnhof. Nachdem bei Grabungsarbeiten am Vorplatz des Hauptbahnhofs gegen 14.00 Uhr eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden war, entschloss sich die Behörde für eine großräumige Evakuierung, weil eine Entschärfung nicht möglich war. Stundenlang waren wichtige Straßenzüge gesperrt, zwischen Bruck/Mur und Spielfeld verkehrten keine Züge, Straßenbahnen und Busse wurden umdirigiert. Das Kriegsrelikt konnte schließlich kurz vor 22.00 Uhr von Spezialisten mittels "Vollsprengung" unschädlich gemacht, die Sperren kurze Zeit später aufgehoben werden.

Die Fachleute des Entschärfungsdienstes hatten in den Abendstunden eine sogenannte Schneidladung an der 250-Kilo-Fliegerbombe englischer Provenienz angebracht. Als die Evakuierung abgeschlossen war, erfolgte die lokale Sprengung. Doch der Plan, den Explosivkörper zu öffnen und damit unschädlich zu machen, ging nicht auf, wie Wolfgang Korner vom Entschärfungsdienst nach dem Einsatz erklärte: Erst mit einer "Vollsprengung" mittels einer Hohlladung war dies möglich. Die Detonation war praktisch im gesamten Stadtgebiet zu hören. Verletzt wurde niemand, auch der Sachschaden hielt sich ersten Erkenntnissen zufolge in Grenzen: Bis auf einigen Glasbruch dürfte die Druckwelle von dem in einer fünf Meter tiefen Baugrube liegenden Explosivkörper ausgehende Druckwelle keine Schäden angerichtet haben.

Evakuierungen

Die Errichtung der Sperrzone im Bahnhofsbereich hatte zuvor umfangreiche Sicherungsmaßnahmen durch rund 100 Polizisten und Angehörige anderer Einsatzorganisationen notwendig gemacht: Im Umkreis von 200 Metern mussten alle Wohnungen, Geschäfte und Hotels evakuiert werden. Danach wurden Bewohner in weiterem Umkreis via Rundfunk und Lautsprecherwagen aufgefordert, in den Räumen zu bleiben und die Fenster offen zu halten. Im Hirtenkloster wurde eine Betreuungsstation für die Evakuierten, insbesondere ältere und bettlägerige Personen, eingerichtet.

Durch die Sperre des Bahnhofs und den Abzug des Personals kam der gesamte Bahnverkehr zwischen Bruck/Mur und Spielfeld zum Erliegen. Tausende Fahrgäste mussten lange Wartezeiten in Kauf nehmen, weil auch der kurzfristig improvisierte Schienenersatzverkehr nur bedingt Abhilfe schaffte. Auch im innerstädtischen öffentlichen Verkehr kam es durch die Straßensperren zu Problemen.

Entwarnung konnte auch wegen eines weiteren Bombenfunds auf einem Acker im südsteirischen Gralla gegeben werden: Bei dem Kriegsrelikt handelte es sich um eine Übungsbombe aus Beton. (APA)

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Hachigatsu
29.03.2011 11:59

Eigentlich sehr interessant wieviele Bomben (Blindgänger) auch heute noch gefunden werden.. Kein Wunder dass die Engländer/Amerikaner das Deutsches Handwerk hochloben :D...

keywords
01.04.2011 14:26

das is eigentlich der grund, warum die sich immer so angschissen haben, beim hauptbahnhof herum zu buddeln.

da liegt noch massenweise so zeug herum.

die frage ist aber ob man von qualität sprechen kann, wenn sprengkörper NICHT explodieren.

Hachigatsu
01.04.2011 14:28

qualität... Genau darum gings ;)...

keywords
01.04.2011 14:37

achso

*schäm*

Humpty33
28.03.2011 22:53
Die Rechnung für den Schaden selbstverständlich an die USA oder England schicken!

Selfdefense
29.03.2011 07:45
Rechnung schicken geht nicht

Österreich ist als Verlierer im 2.WK "selber schuld" und muss daher die Schäden selbst tragen.

Mathias
 
30.03.2011 12:37
.. in erster Linie die Mitläufer, Fahnenschwenker und Parteibuchträger ...

... die müssten das eigentlich nachträglich aus der eigenen Tasche mitzahlen!

kurt haenel
 
28.03.2011 21:17

war das am gleichen Tag wie diese Demo ?

Wenn's das ist dann versteh ich die FRage von ein paar Psotern.

Was hat'n da in Graz so tscheppert?

kurt haenel
 
28.03.2011 21:14

woher weiss man eigentlich, dass das die einzige Bombe ist ?

keywords
01.04.2011 14:27

weiss man eh net.

hat das wer behauptet?

da findens immer wieder was um die gegend herum. alle paar jahr wieder. jetzt buddelns halt grad besonders viel rum.

kurt haenel
 
01.04.2011 15:47
@ keywords

ich komme in ca 2 Wochen nach Graz. Da hab ich dann die Gelegenheit mir das selsbt anzuschauen.

Abgesehen davon, ist ja super. So ist in Graz eine Bombenstimmung....

s. bart
27.03.2011 16:10
die glasermeister

in graz und graz umgebung reiben sich schon die hände ob der guten auftragslage!

Bulletin
27.03.2011 10:24
Aus Schaden wird man klug:

Beim nächsten Mal bitte die "irakische" Methode anwenden, um Glasschäden zu vermeiden:

Die Fenster kreuzweise mit breiten Klebebändern "zupicken", dämpft die Druckwelle und lässt das Glas nicht bersten.
Bitte weitersagen an die Sprengmeister und die Polizei.

raff1
01.04.2011 00:33
ich werde nächstes mal tixo aktien kaufen.

das kleine Massnahmenpaket
28.03.2011 15:34

Gute Idee! Bei den Glasfronten, um die es da geht, wären die jetzt noch nicht mit dem Picken fertig.

Pierre d´Aubusson
27.03.2011 04:30

Darf man so mit einer Bombe, die den Grazern nicht gehört, umgehen?
Sowas gehört in London ins Fundamt....

keywords
01.04.2011 14:28

ich glaub die feuerwehr hätt sich gefreut, wenn sies gnommen und dort hintragen hätten. eigenhändig.

ÖVP, die abzocker der nation
26.03.2011 19:50
schäden

wer zahlt die ganzen kaputten fensterscheiben eigentlich?

Arminius
27.03.2011 09:46

Rechnung wurde nach Berlin geschickt.

Xardas
26.03.2011 18:34

sowas gehoert im nahem osten zur tagesordnung.

das kleine Massnahmenpaket
28.03.2011 15:41

..und bei uns Gottseidank nicht.

_Mickey_
26.03.2011 16:23

wieviele hundert male bin ich in meinem leben schon genau an dieser stelle drüber gegangen. *schauder*

raff1
01.04.2011 00:36
bei 250 kg hätten Sie eh nichts gespührt...

pietätlos - ich weiss.

das kleine Massnahmenpaket
28.03.2011 15:35

Genau aus diesem Grund wurde das Viertel weiträumig evakuiert, bevor man sprengte.

Italien darf nicht Österreich werden!
26.03.2011 18:56

Rund um den Bahnhof liegen noch genug Bomben unter der Erde. Schaudern sie mal weiter, oder leben sie einfach damit.

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