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Am Anfang war die Saalwette, die Geschichte ist so weit bekannt und zählt quasi zum Kanon der Gründungslegenden von Social Entrepreneurship. Karlheinz Böhm, für seine Rolle als Kaiser Franz Joseph an der Seite von Romy Schneiders "Sissi" berühmt, wettete in der damals neuen TV-Show Wetten dass..?, er werde es nicht schaffen, dass jeder dritte Zuschauer "eine Mark, einen Schweizer Franken oder sieben österreichische Schillinge" für die Sahelzone spendet.
Böhm gewann die Wette - und eine neue Lebensaufgabe: Hilfe für Äthiopien. Obwohl die Vorgabe verfehlt wurde, kamen umgerechnet 600.000 Euro zusammen, aus der Ende 1981 die Hilfsorganisation "Menschen für Menschen" entstand. Dreißig Jahre später wird sein Werk und das seiner Frau Almaz mit dem Essl Social Prize gewürdigt - dem vom Unternehmer Martin Essl seit 2008 alljährlich ausgelobten Preis in Höhe von einer Million Euro für soziales Unternehmertum.
Wasser ist in einem der trockensten Länder der Welt der Angelpunkt der Hilfe: Fehlt sauberes Wasser, gibt es Erkrankungen, ist Landwirtschaft unmöglich - vor allem aber: Die Beschaffung des lebenswichtigen Guts verschlingt so viel Zeit, dass alles andere unmöglich wird. Statt eine Schule besuchen zu können, müssen Kinder oft stundenlang zu Wasserstellen marschieren.
4,5 Millionen Menschen
Menschen für Menschen verfolgt darum einen integrierten Ansatz, erklärt Almaz Böhm, die 2008 den Vorsitz des Vereins übernahm. Wasserversorgung bleibt Basis langfristiger ländlicher Entwicklung, bei der es auch um agrarisches Know-how geht, um die knappen Ressourcen möglichst optimal zu nutzen. Bildung, Gesundheit und Frauenförderung sind Teil der Projekte, die bisher 4,5 Millionen Menschen erreichten und in 30 Jahren 275 Schulen und 86 Krankenstationen errichteten.
Das Preisgeld, eine von Essls Auflagen, geht in die Entwicklung neuer Ideen, die dazu taugen, später nachgeahmt zu werden. Menschen für Menschen will damit einen Schwerpunkt für Solarenergie im Washa-Catchment setzen, einem Gebiet mit 10.000 Bewohnern 180 Kilometer nördlich von Addis Abeba.
Wie Wasser ist auch Strom ein Hebel der Entwicklung, sagt Frau Böhm. So wird es ein Angebot an Solarlampen geben, was vielfache Auswirkungen hat: Schulen können auch am Abend verwendet werden; den Frauen bleibt die Zeit, die sie sonst zum Sammeln von Feuerholz verbrauchen. Erkrankungen, die der Rauch von Kerosinlampen und Feuer im Haus verursacht, werden vermieden. Und Strom, der nicht für Licht gebraucht wird, kann für Bewässerungssysteme eingesetzt werden.
Die Lampen werden um einen erschwinglichen Betrag verkauft, damit ein nachhaltiger Kreislauf entsteht: So werden auch junge Leute für Solartechnik ausgebildet, die damit wiederum Arbeit finden. (Helmut Spudich/DER STANDARD; Printausgabe, 26./27.3.2011)
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für seinen vater?
warum also ist es Ihnen wichtig, diesen unahängig -wie grauenhaft dessen charakter gewesen sein mag- hier herbeizuzitieren?
und ich bin für kein rotes strickerl verantwortlich
ich les nur grad in meinem kaffeesud.
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