Anwendungen, die Kameras, Dual-Core-Prozessor und die schnellere Grafik des Apple-Tablets nutzen
Mit zwei integrierten Kameras und einem schnelleren Dual-Core-Prozessor bietet das iPad 2 gegenüber dem Original-Modell Ausstattungsmerkmale, die neue und erweiterte Apps ermöglichen. Wir haben den App Store durchstöbert und einige Apps gefunden, die die neuen Hardware-Features des zweiten Apple-Tablets nutzen.
iMovie
Apple hat seine eigenen Programme für das iPad 2 neu aufgelegt. So können mit iMovie Videos direkt am Tablet bearbeitet werden. Dafür stehen verschiedene Soundeffekte, Titelgrafiken und Übergänge zur Auswahl. Die unterdurchschnittliche Qualität der iPad 2-Kameras trübt allerdings die Freude am selbstgestalteten Film. iMovie kann am iPad 2 sowie am iPhone 4 und iPod Touch ab iOS 4.2 verwendet
werden. Am alten iPad funktioniert iMovie nicht. Für die App müssen Nutzer 3,99 Euro berappen.
GarageBand
Mit GarageBand können Hobby-Musiker eigene Songs aufnehmen, bearbeiten und neue Instrumente hinzufügen. Zur Verfügung stehen verschiedene Drum-Kits, Keyboards und Gitarren. Dabei muss man selbst kein Instrument beherrschen, Rhytmus und Akkorde übernimmt die App auf Wunsch automatisch. Eigene Kompositionen gelingen damit auch Laien - klingen allerdings auch immer ein bisschen wie ein Apple-Werbespot. GarageBand funktioniert auch auf dem ersten Modell, nicht aber auf iPhone und iPod. Der Preis von 3,99 Euro für die App lohnt sich für alle Hobby-Musiker.
Games
Vor allem Spiele profitieren vom Dual-Core-Prozessor und der schnelleren Grafik des iPad 2. Durch das Hardware-Upgrade sind detailreichere Grafiken und schnelleres Gameplay möglich. Gyrosensor, Beschleunigungssensor und Kompass arbeiten zudem im iPad 2 besser zusammen. Dadurch können Apps und Spiele erkennen, wo sich das Tablet befindet, wie es bewegt wird und in welche Richtung es zeigt. Zu den ersten Games, die von der neuen Hardware Gebrauch machen gehören Real Racing 2 HD, Asphalt 6 Adrenaline, Infinity Blade und Dead Space.
Rennspiele mit Gyroskop-Unterstützung
Bei Real Racing 2 HD handelt es sich um ein 3D-Rennspiel, bei dem man mit dem iPad 2 wie mit einem Lenkrad steuert. Dank der neuen Hardware läuft das Spiel sehr flüssig und schnell. Über WLAN können bis zu 16 Spieler gegeneinander antreten. Mit 7,99 Euro ist Real Racing 2 HD allerdings eines des kostspieligeren Games. Ein weiteres Rennspiel ist Asphalt 6 Adrenaline, das am iPad 2 doppelt so schnell laufen soll wie am ersten Gerät. Das Game unterstützt den Gyrosensor, um sich die Autos rundum ansehen zu können, und bietet einen Multiplayer-Modus für bis zu sechs User. Asphalt 6 Adrenaline kostet 5,49 Euro.
Detailreiche 3D-Grafiken
Für des iPad 2 optimiert wurde auch Infinity Blade, das auf Epics Unreal Engine 3 basiert. Das Game gibt es schon länger für iPhone und iPod Touch. Eine überarbeitete Version des Schwertkampfspiels soll nun die schnellere Grafik des iPad 2 nutzen. Das Spiel kostet 4,99 Euro. Von der schnelleren Grafik profitiert auch der Sci-Fi-Zombie-Shooter Dead Space. Das Spiel kommt auf 4,99 Euro. Generell ist bei den ersten iPad 2-Spielen zu bemerken, dass die Preise doch etwas höher als bei Durchschnitts-Games angesetzt sind.
Twitter
Zu den ersten Social Media-Apps, mit denen Fotos und Videos direkt von den iPad 2-Kamera aufgenommen werden können, gehören der offizielle Twitter-Client sowie Twittelator. Die iPad 2-Kameras werden ab der Twitter-Version 3.3.2 unterstützt, die kostenlos im App Store zur Verfügung steht. Twittelator unterstützt ebenfalls die iPad 2-Kameras. Mit dem Client können User auch auf Facebook posten und Videos auf verschiedene Services inklusive YouTube hochladen. Twittelator kostet allerdings 3,99 Euro.
Videotelefonie
Mit der integrierten Facetime-App bietet iOS am iPad 2 ohne zusätzlichen Download die Möglichkeit, Videotelefonate über WLAN zu führen. Voraussetzung ist die Anmeldung mit der Apple ID. Im App Store finden aber auch weitere Videotelefonie-Apps, die bereits mit der neuen Hardware funktionieren. Ciscos WebEx ermöglicht bereits am alten iPad, die Teilnehmer einer Videokonferenz zu sehen. Mit dem Update können iPad 2-User nun ebenfalls aktiv teilnehmen. Die App, die sich an Unternehmen richtet, ist gratis, für den Dienst fallen monatliche Kosten an.
Foto-Apps
Für Foto- und Videoaufnahmen in iOS am iPad 2 sind zwei Apps integriert: die Kamera-App, mit der HD-Videos aufgenommen werden können, und PhotoBooth, mit dem man Portraitfotos mit verschiedenen (mehr oder weniger) lustigen Effekten und Filtern schießen kann. CultofMac hat verschiedene Foto-Apps ausprobiert, die bereits die iPad 2-Kameras erkennen. Die Oberflächen der Apps wurden weitgehend jedoch (noch) nicht für den größeren Bildschirm angepasst. So muss man vorerst mit der kleinen Ansicht oder der 2x-Ansicht Vorlieb nehmen.
Getrübter Foto-Spaß
IncrediBooth um 0,79 Euro und PocketBooth HD um 1,59 Euro gibt es bereits als offizielle iPad 2-Versionen. Mit beiden Apps lassen sich Schnappschüsse im Retro-Stil von Fotoautomaten aufnehmen. Bevor man sich allerdings kostenpflichtige Apps zulegt, sollte man mit der integrierten Kamera einige Testfotos schießen und überlegen, ob einem die Investition in eigene Foto-Apps etwas wert ist. Denn die Qualität der iPad 2-Kameras liegt leider weit hinter jener aktueller Smartphones.
Evernote
Ein Update mit iPad 2-Support hat auch bereits die populäre Notiz-Anwendung Evernote erhalten. Mit der Gratis-App können Notizen festgehalten und über einen in Basis-Version kostenlosen Dienst auf verschiedenen Geräten synchronisiert werden. In der aktuellen Version können iPad 2-User direkt aus Evernote Schnappschüsse mit den Kameras anfertigen.
Warten auf Facebook
Auf eine offizielle Facebook-App müssen iPad- und iPad 2-User vorerst noch verzichten. Im App Store gibt es zwar verschiedene Clients wie Friendly oder Seesmic, mit denen man auf Facebook posten kann, die umfassenden Funktionen der Web-Version und der offiziellen Smartphone-Clients werden jedoch damit nicht geboten. Friendly unterstützt immerhin die iPad 2-Kameras. Eine App, die die Inhalte von Facebook in einer innovativen Form präsentiert, ist Flipboard. Die App zeigt Status-Updates, Fotos und Links von Twitter, Facebook, Google Reader, Instagram und Flickr im Magazin-Stil zum Durchblättern an.
Augmented Reality
Mit den integrierten Kameras setzen auch die Augmented Reality-Apps (AR) zum Sprung auf das iPad 2 an. Dabei werden Aufnahmen von der Kamera mit Echtzeit-Informationen ergänzt. So hat Entwickler Total Immersion mit AR Magic Mirror eine Spaß-Anwendung veröffentlicht, mit der User Frisuren, Masken und Outfits "anprobieren" können.
Sterngucken mit AR
Die App Star Walk um 3,99 Euro bietet einen interaktiven
Astronomie-Leitfaden, mit dem man Sterne, Sternbilder, Planeten und
Mondphasen am iPad beobachten kann. Im Augmented Reality Modus kann man
das Tablet gegen den Himmel richten und bekommt über die App eine
Erklärung der Objekte des Sternenhimmels an der jeweiligen Stelle. (Birgit Riegler/derStandard.at, 11. Mai 2011)
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