Die Sambusik-Teigtaschen im persischen Lokal "Treff" gehören zum Allerbesten, was die Stadt in Sachen Samosas zu bieten hat
Manche Schätze brauchen eben Zeit, bis sie sich heben lassen. Das winzige Restaurant von Kamelia Ghadami und Aria Mofidian am Fleischmarkt in der Wiener Innenstadt ist so ein Fall: Das schlauchartige Lokal existiert schon seit bald drei Jahren, außen hängt aber immer noch das Geschäftsschild eines ehemaligen Betreibers mit dem wenig inspirierenden Namen "Treff".
Innen stellt die Dekoration aber sofort klar, dass hier der Orient das Thema ist. Ghadami hat nur mittags geöffnet, wer auf den fünf Zweiertischen (einer davon steht schon fast in der Küche) keinen Platz findet, kann sein Essen auch mitnehmen. Gekocht wird vegetarisch, aber so, dass einem nichts Fleischliches abgeht. Die Suppen, etwa eine geradezu fantastisch würzige gelbe Linsensuppe mit Tomaten, sind nicht anders als wunderbar, auch die stets frisch gemachten und knusprig frittierten Sambusik-Teigtaschen mit einer Fülle aus Erdäpfeln, Gemüse, Gewürzen und Rosinen gehören zum Allerbesten, was die Stadt in Sachen Samosas zu bieten hat.
Neben diesen Standards gibt es täglich einen Tagesteller. Die Portionen sind sehr groß, der Reis, wie so oft bei persischer Küche, besser, als man es für möglich hält. (Severin Corti, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26./27.3.2011)
Treff - Persische vegetarische Spezialitäten, Fleischmarkt 26, 1010 Wien, Tel.: 01/925 11 55, Mo-Fr 10-15 Uhr, Tagesteller € 7,90, Wochenkartenbestellung via E-Mail bei vegetaria1@gmail.com