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Innsbruck - Wegen eines angeblichen Verwendungsverbotes der Grußformel "Grüßgott" für seine Schüler nimmt der Tiroler Landesschulrat einen Innsbrucker Gymnasiallehrer ins Gebet. Mit dem Pädagogen werde noch am Freitag ein Gespräch geführt, in dem auf das Toleranzgebot auch religiösen Gefühlen gegenüber hingewiesen werde, bestätigte Landesschulratsdirektor Reinhold Raffler einen Bericht in der "Tiroler Tageszeitung" (Freitagausgabe).
Er wolle den Fall angesichts der "wirklichen Probleme, die jeden Tag die Welt beschäftigen", nicht überbewerten. Die Schule solle ein Ort der Toleranz sein. Er gehe davon aus, dass die Sache mit dem Gespräch erledigt sein werde.
Laut Medienbericht soll ein Ehepaar, das seinen Sohn trotz bester Schulleistungen vor zwei Jahren aus dem Innsbrucker Gymnasium genommen hat, massive Vorwürfe gegenüber dem Pädagogen erheben. "Die fundamentalen, degradierenden und antichristlichen Agitationen", die der Lehrer regelmäßig den Schülern im Unterricht nahegebracht habe, seien ein wesentlicher Grund dafür gewesen, "dass wir unser Kind aus dem Gymnasium herausgenommen haben", wurde der Vater zitiert. Seinen Schülern habe er das Grüßgott-Verbot damit begründet, dass "Fabelwesen" nichts in einer Grußformel zu suchen hätten. (APA)
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"Gruess Gott" ist ein Sprachspiel (wer nicht weiss was das ist soll es bei Wittgenstein nachlesen), dass von Menschen aus Gewohnheit verwendet wird, egal ob sie glauben oder nicht.
Darueberhinaus erinnern mich Grussverbote und Grussregeln an die Zwischenkriegszeit wo man wusste wenn jemand "Guten Tag" sagt ist er ein Sozi und "Grues Gott" galt fuer die Hahnenschwanzler.
Aber ich hoffe doch dass diese Zeiten vorbei sind,
das sollten auch fanatische Radikalatheisten begreifen.
Denn wenn man jemanden vorschreiben will wie er zu gruessen byw. nicht zu gruessen hat kann es dann leicht einmal auch mit "Heil Hitler" enden.
Ich auch. Habe das aus meiner Kindheit beibehalten, ohne extrem religiös zu sein.
Warum? Ich lasse mir nicht vorschreiben, welche Grußformel ich verwenden darf, auch wenn der Rückgruß mobbenderweise oft aus einem herablassend hingeschmissendem 'Tag' besteht, und das immer wieder seit Jahrzehnten.
... allerdings diesen Lehrer auf "das Toleranzgebot auch religiösen Gefühlen gegenüber" hingewiesen wird und er dafür eine über den Rüffel bekommt ist eigentlich grotesk.
Ein Ort des Wissens beruft sich auf Toleranz gegenüber religiösen Gefühlen.
1. Gibt es keine religiösen Gefühle, sondern nur ein gedankliches Konstrukt, welches Gefühle wie beispielsweise Freude (die nicht der Religion gehört) mit Religion und deren ausübung in Verbindung bringt.
2. und das sogar noch wichtiger - Nochmal, ein Ort des Wissens - verteidigt eine Massenpsychose, eine Geschichte. Ob man auch wegen mangelndem Respekt vor den Bremer Stadtmusikanten gerügt wird?
Vielleicht statt Grüß Gott, Griaß Ihna, Griaß eich oder Griaß di. Obwohl das ist ja auch wieder ur-pöse weil es ja das bairische Deutsch. Am liebsten hättens die Super Linken und Ultra Atheisten, das nur eine Standard Sprache gibt, mit einen Standard Wortschatz, wer abweicht kommt ins Gefängnis gell? Servus liebe Super Linke und Ultra Atheisten.
Atheismus ist auch eine Religion, nämlich eine Antireligion, und die Fanatiker dieser Religion sind genauso intolerante machthungrige aggressive Rechthaber und Streithansl wie alle anderen Fanatiker. Beweisen kann man letztlich weder das eine noch das andere.
Wie sollte Atheismus eine Religion sein? Haben die ein Fabelwesen, dass Regeln vorgibt?
Sternchen: Du solltest schon nachdenken, bevor du schreibst. Der Atheismus verteufelt nicht das "Glauben" (eine menschliche Funktion der Großhirnrinde, die uns dabei hilft, die Komplexität auf unsere Bedürfnisse zu vereinfachen, weil wir sonst die Fülle der Info's nicht verarbeiten könnten). Atheismus stützt sich auf Reflexion und Logik und lehnt die Verehrung von Fabelwesen ab. Sowie auch die mächtigen Konstrukte der Kirchen und Religionsgemeinschaften, die aufgrund einer Fabel Macht, Geld und Einfluss haben und Ihren Einfluss durch psychologische Manipulation - nicht Argumenten und Wissen - verbreiten.
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