Milch trinken, statt Kuh kaufen

25. März 2011, 16:46
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    foto: ap/christof stache

    Wer ein Glas Milch trinken will muss nicht die ganze Kuh kaufen.

Car-Sharing ist schon lange Bestandteil alternativer Wohnprojekte. Mittlerweile interessieren sich auch große Autovermieter und Hersteller dafür

Dass Autofahren vielen mehr bedeutet als Mobilität, liegt auf der Hand. Eine emotionale Zuneigung zum eigenen Vehikel bildet sich mitunter selbst bei Menschen aus, die versichern, damit ausschließlich von A nach B fahren zu wollen. Man erkennt sie daran, dass sie ihre Autos zwar sehr selten waschen, ihnen aber Tiernamen geben.

Trotzdem ist der gemeinsame Besitz von Automobilen, also das Car-Sharing, schon lange ein wichtiger Bestandteil alternativer Wohnprojekte. Der Erfolg hielt sich aber in Grenzen. Der gemeinschaftliche Ansatz funktionierte nur mit hohen Reibungsverlusten.

Mittlerweile haben jedoch die großen Autovermieter kapiert, dass sie selbst eigentlich die ideale Plattform für unterschiedlichste Formen von Autoteilen sind. Sie haben die Autos, die Standorte, die Logistik.

Auch BMW denkt, dass man künftig nicht mehr jedes Auto an einen einzelnen Endkunden verkaufen wird (können), vor allem die extrem teuren Elektroautos, Stichwort Submarke i. So hat man mit dem ebenfalls bayerischen Autovermieter Sixt ein Fifty-fifty-Joint-Venture geschlossen, um zuerst in München, dann in Berlin und dann in der ganzen Welt Autos nach einem neuen System zu vermieten.

Und das geht ganz einfach: Du schaust auf dem Smartphone oder im Internet nach, wo das nächste freie Auto steht, und mit dem fährst du einfach los. Wenn du dich registrieren hast lassen, bekommst du nämlich einen Chip in den Führerschein, der gleichzeitig dein Autoschlüssel ist und über den auch die Abrechnung läuft. (Rudulf Skarics/DER STANDARD/Automobil/25.03.2011)

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12 Postings
M L3
01
26.3.2011, 13:10
Der Vergleich ist falsch: Ich würde eher sagen: Ich hab zuhause einen eigenen Kühlschrank, mit zB 5 Liter Milch drin

Und laufe nicht mit jeder Kaffetasse zum Billa, um mir einen Schluck Milch hinein geben zu lassen.

einer geht noch
00

und genau deswegen wird es sich am heimatort nicht durchsetzen.

im urlaub zB aber sehr wohl überlegenswert.

Dagmar Rehak Wien
 
00
26.3.2011, 01:50
Klingt net deppert.

Aber wird es vielleicht auch irgendwann einmal möglich sein, nicht immer allein mit einem 5-Sitzer zu fahren? Das mutet mich schon die längste Zeit sehr eigenartig an. Man wird dadurch breit und wuchtig und fühlt sich wie in einem Haus - deshalb auch der Territorialanspruch.
Besser zwei Sitze hintereinander (der hintere für Sakko und Aktentasche, oder bei Bedarf für den Mitfahrer), drumherum ein Ei, und fertig ist die sichere und sozial verträgliche Fahrgastzelle.

Parkschwein
12
27.3.2011, 14:51

Ich fahr auch lieber im sozial verträglichen Zweisitzer. Der braucht dafür auch nur sozial verträgliche fünfzehn Liter. Und aus soidarität kann ich sogar das Dach öffnen

Dagmar Rehak Wien
 
00
27.3.2011, 16:59

Zeig her!

Háry János
00
26.3.2011, 16:08
Den Messerschmidt Kabinenroller

hat es ja schon gegeben.

Dagmar Rehak Wien
 
01
26.3.2011, 17:00
Sehr schön!

Bitte 500.000 Stück in Knallrot.

tablespace65
00
26.3.2011, 15:32

Das von mir zitierte Car-Sharing bietet auch "Microcars" (SMART Micro Hybrid Coupé) an....

Dagmar Rehak Wien
 
00
26.3.2011, 17:19

Der ist zwar nicht so anmutig wie der Messerschmidt Kabinenroller, naber gut, die Geschmäcker sind verschieden.
Und alle anderen bitte verschrotten. Danke!

tablespace65
00
26.3.2011, 22:54

Die Kombis müssen auch bleiben, weil sie schon recht sinnvoll sind! Ab und an brauche ich einen, um ein Regal oder eine Vitrine z.B. vom IKEA unversehrt nach Hause zu transportieren...

Dagmar Rehak Wien
 
00
26.3.2011, 23:02

Ja eh, aber so oft passiert das ja nicht. Dann borgst dir halt einen vom ikea aus.
Für den Alltagsverkehr bleiben wir beim Kabinenroller.

tablespace65
11
25.3.2011, 19:47
"Einen Chip in den Führerschein"? Das wird's so wohl nicht spielen, sondern eine eigene Chipkarte gemeint sein...

Das Car-Sharing an sich ist eine äußerst sinnvolle und effiziente Weise, um im großstädtischen Bereich ein Fahrzeug zur Verfügung zu haben. Ich nutze diese Art der Mobilität selbst seit rund drei Jahren und bin mit dem System (http://www.carsharing.at/), das es jetzt schon gibt, sehr zufrieden.

Sinnvoll ist es halt wirklich dann, wenn man nur für eine relativ kurze Zeit und nur für relativ kurze Strecken einen Pkw braucht. Die Standplätze, deren Anzahl in den letzten beiden Jahren in Graz deutlich erhöht wurde, sind strategisch sehr günstig gewählt, sodass sie für Bewohner im innerstädtischen Bereich als nahezu optimal zu betrachten sind.

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