Gastbeitrag

Wie Kunden und Mitarbeiter nicht verloren gehen

28. April 2011, 16:38
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    foto: öbb-postbus

    Heinz Stiastny.

Heinz Stiastny, Geschäftsführer ÖBB-Postbus, mit Gedanken zu Strukturen in Unternehmen

Die Struktur hat eine große, wachsende Bedeutung in allen Unternehmen. Und Strategie ist das, was der Markt an Anpassung verlangt.
Ich halte nichts davon eine Strategie unter allen Umständen zu entwickeln um mehr Kunden zu gewinnen. Dabei vergisst man oft, auf welche Struktur diese Strategie trifft.

Das Fundament eines Unternehmens lässt sich nicht verändern und das sollte man auch nicht versuchen. Viel wichtiger ist es, sich mit strategischen Aufgabenstellungen auseinander zu setzen. Die heutige Strategie zum Beispiel ist, dass man den Samstagslinienverkehr reduziert, da mittlerweile keine Schulkinder mehr am Samstag zur Schule müssen. Es haben sich die Busse, das Angebot und die Wünsche der Konsumenten geändert, die Kernstruktur des Unternehmens, nämlich mit Bussen Personen zu befördern, bleibt aber gleich.

Das Kernthema bleibt gleich

Wenn man heute Strukturen verändern will, tut man das um mehr Geschäft zu machen und um sich schlanker aufzustellen, effizienter zu werden und sich dem Markt mit seinen Gegebenheiten anzupassen. Als kaufmännischer Verantwortlicher setzt man Strategien auf um für den Wettbewerb besser aufgestellt zu sein und effizienter zu arbeiten. Das Kernthema bleibt aber immer gleich. Würde man die Struktur aufgrund einer neuen Strategie rasant verändern, bräuchte man eine gewisse Zeit um eine Struktur wieder aufzubauen und das Geschäft würde darunter leiden. Eines muss uns immer bewusst sein: wir erbringen eine Leistung - Dienstleistung oder Transportleistung, die der Konsument in Anspruch nimmt und bezahlt.

Der Kunde im Fokus

All unser Tun und Handeln, unsere Entscheidungen, unsere Projekte, Visionen und Aktivitäten, die wir am Markt setzen, müssen so platziert sein, dass sie der Kunde auch annimmt. Der Kunde muss für das Unternehmen im Mittelpunkt stehen. Man kann heute strategische Entscheidungen treffen, aber wenn der Kunde am Markt diese Entscheidungen nicht akzeptiert, hat man ihn verloren. Wenn man außerhalb dieser Denkweise etwas unternimmt, verfehlt man das zentrale Thema.

Ganz wichtig ist auch, dass der Mitarbeiter selbst in gewisser Art und Weise ein Kunde ist. Ohne dem Zusammenspiel Mitarbeiter - Kunde und Kunde - Mitarbeiter wird es nicht funktionieren. Es ist notwendig nahe am Markt, also nahe den Ländern, Verkehrsreferenten, Gemeinden und Verkehrsverbünden zu sein. Nahe bei den Kunden zu sein, die eine Busleistung beauftragen, bestellen oder eine Konzession an uns vergeben. Das Zusammenspiel zwischen der Unternehmenszentrale und den regionalen Managements ist immer wieder spannend, weil im Regionalmanagement eine sehr starke Marktkompetenz vorhanden ist und in der Unternehmenszentrale die übergeordneten Kompetenzen liegen. (Heinz Stiastny*, derStandard.at, 28.4.2011)

Zum Autor*

HEINZ STIASTNY, geboren 1963 in Baden in Niederösterreich, startete seine Karriere als Bankkaufmann und arbeitete sich von 1983 bis 1987 in der Volksbank Baden zum Filialleiter in Alland hoch. Nach mehreren erfolgreichen Jahren als Filialleiter und Stadtdirektor bei verschiedenen Banken wurde er 2004 CEO der ING DiBa Direktbank Austria AG. Seit 2008 ist er Geschäftsführer der ÖBB-Postbus GmbH.

Buch-Tipp: Der Gastbeitrag ist Teil des Buches "Gelebte Nachhaltigkeit - 10 Impulse zur ganzheitlichen Unternehmensentwicklung", Kurt Mitterer, Volker Buchegger, Bernhard Witzeling (Hrsg.), Linde Verlag, Wien, 2011. ISBN: 9783709303337

3dGeist
00
30.4.2011, 20:17

Alle Theorie ist ja meist gut und schön, nur bei der Umsetzung in der Praxis scheitert es meistens.

Die Manager erhalten dauernd Kurse wie man sich selbst präsentiert, wie man was kommunizieren soll und wie man am besten networkt.

Auf den eigentlichen Teil des Jobs, die sachliche Kompetenz und vorausschauendes Handeln wird immer weniger Wert gelegt.

Hubert Ungeist
 
02
29.4.2011, 12:23
Dann soll er sich mal um die Situation bei der HTL Mödling kümmern

dort schaffts die ÖBB seit Jahren nicht genug Busse hinzuführen, das ist jedesmal ein grausames Schauspiel beim Einsteiegen - sogar unter Youtube zu finden.

Mindest einmal im Jahr wird dabei ein Schüler überfahren . ein Wunder das es noch keinen Toten gibt.

Barolo39
00
29.4.2011, 09:44

Solche Manager sind symptomatisch für die gesamte ÖBB!

Finanzhai2010
00
29.4.2011, 09:26
die Kernstruktur des Unternehmens, nämlich mit Bussen Personen zu befördern, bleibt aber gleich

Ein Dampfplauderer der mit beinahe 0 Informationsgehalt redet. Wo werden solche Leute ausgebildet? Anscheinend gibt es immer mehr von denen.

jimmydean
01
29.4.2011, 11:03
seien sie mal nicht so streng

immerhin hat er in aller klarheit festgestellt, daß in zukunft nicht die personen die busse befördern müssen.. gibt sicher viele passagiere die sich deswegen schon sorgen gemacht haben...

Johann Schmidt
00
29.4.2011, 07:48
So ein haarsträubender Blödsinn

und mit genau dieser Phantasielosigkeit betreibt er auch die Führung des Postbusses.

Wenn ich das richtig interpretiere lautet die Aussage:
Wenn wir strategische Weichen stellen, müssen wir u.U. die Struktur (=Aufbau- und Ablauforganisation und Personalbesetzung) ändern. Das geht nicht, weils zu lange dauert und während des Umbaus zu Unbeständigkeiten führt.

Daher verharren wir im IST (oder WAR, weil das tut er ja seit jeher).

Das ist kein Management, dass ist K&K Systemerhaltung. Und solche Leute werden kompetenten Managern vorgezogen !!!

Brunelleschi
00
30.4.2011, 19:09
Aber...

man muss auch sagen, dass der Postbus wirtschaftlich sehr gut dasteht und vieles offensichtlich richtig gemacht wird. Der Artikel strotzt zwar nicht vor Innovationen und neuen Ideen, aber gerade die angesprochenen Themen sind sehr wichtig für den Erfolg und Service vom Postbus.

Martiñez
00
28.4.2011, 21:17
dieser artikel...

... ist grottenschlecht.

Besprechungstourist
01
28.4.2011, 17:58
Vision blabla Kunde blablabla Mittelpunkt blablabla

Markt blablabla Erfolg blablabla Kompetenz blablabla

Könnte auch vom Mission Statement einer Gebäude-Reinigungsfirma stammen, einfach furchtbar austauschbar. Wo bleibt die Identität der Firma, der Mitarbeiter?

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