Sieben estnische Fahrrad-Reisende entführt

23. März 2011, 20:22

Honorarkonsul bestätigte Entführung und begab sich vor Ort

Sahle - Im Osten des Libanon sind sieben Fahrrad-Reisende aus Estland entführt worden. Die Radtouristen seien am Mittwoch in der Stadt Sahle im Bekaa-Tal von Unbekannten mit vorgehaltener Waffe gezwungen worden, in drei Fahrzeuge zu steigen, sagte ein Sicherheitsbeamter am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Der estnische Honorarkonsul im Libanon bestätigte die Entführung und begab sich vor Ort, um die Entwicklungen zu verfolgen.

Nach Angaben des Sicherheitsbeamten, der anonym bleiben wollte, kamen die Esten aus Syrien über den Grenzübergang bei Masnaa. In der Industriestadt Sahle seien sie von Unbekannten in zwei Kleinbussen und einem Pkw ohne Nummernschild gestoppt worden. Die Entführer hätten die Radtouristen mitgenommen, die Fahrräder und das Gepäck jedoch vor Ort zurückgelassen. Die drei Fahrzeuge seien anschließend in Richtung des Dorfs Kfarsabad fünf Kilometer vor der syrischen Grenze gefahren.

Dort befindet sich nach Angaben des Beamten ein Stützpunkt der Volksfront für die Befreiung Palästinas - Generalkommando. Dies ist eine bewaffnete pro-syrische palästinensische Untergrundorganisation. Sie verfügt den Angaben zufolge in der Region über mehrere weitere Militärbasen. Der estnische Honorarkonsul Sami Kanuh bestätigte die Entführung, das Außenministerium in Tallinn erklärte jedoch auf Nachfrage, es habe keine Informationen zu dem Vorfall.

Das Bekaa-Tal im Osten des Libanon gilt als Hochburg der Hisbollah und anderer bewaffneter Gruppen. Während des libanesischen Bürgerkriegs 1975 bis 1990 waren im Libanon mehrfach Ausländer entführt worden. Seit dem Ende des Krieges ist die Entführung von ausländischen Touristen in dem Land jedoch sehr selten. Im September 2010 waren zwei polnische Touristen im Bekaa-Tal vorübergehend von einem einflussreichen Clan entführt worden. Der polnische Konsul sprach anschließend von einem Versehen. (APA)

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kurt haenel
 
00
27.6.2011, 10:39

ein Grund in kein arabisches Land mehr zu fahren.

Auch wenn's ganz billig ist.

Solange man dort nicht diesem Islamo-Spuk Herr wird, ist da nichts mehr drinnen.

Selbst wenn die Leute vor Ort sehr sympatisch sind.

zechnsteiger
01
24.3.2011, 13:48
normalfall

sowas kann überall passieren. es kommt immer öfter vor, dass aggressive pauschalreiseanbieter individualtouristen mit minibussen entführen und dann wochenlang in unterbelegte hotelfestungen einsperren, zwangsanimieren und mit halbverdorbenen essenresten vom buffet sowie billigalk vollstopfen bis läuterung eingetreten ist und zukünftig nur noch last-minute-AI gebucht wird. ausreden tun sie sich dann meist auf irgendwelche frei erfundene religiöse fanatiker oder politisch radikale, die in wahrheit ausserhalb der marketingkonzepte gar nicht existieren.

BeitLo
21
24.3.2011, 10:08
judäische volksfront

wieso man ausgerechnet im libanon o in syrien ein radtour machen muss ist mir völlig unverständlich

azzaro1984
00
13.6.2011, 21:55
wieso? wieso? wieso? deshalb!

unverständlich? vielleicht weil man wal was anderes sehen will als kreta? ich war 2010 im oktober im libanon und mir hat es so gut gefallen, dass ich im dezember nocheinmal hingeflogen bin. ich war auch im bekaa tal unterwegs, allerdings mit dem mietwagen und habe mich zu keiner zeit unsicher gefühlt ganz im gegenteil. ich würde gerne wissen, wieviele kritiker des libanon schon selbst vor ort waren und sich ein reales bild machen können? es ist nicht so, dass man beirut verlässt und dann in eine kampfzone kommt. die hibollah ist auf dem straßenbild kaum präsent, man sieht nur die kleinen flaggen auf den straßenlaternen die auf ihre extistenz hinweisen.... ich würde jederzeit wieder in den libanon reisen

kritischesauge
02
24.3.2011, 16:52

Ok, im Libanon sind das Bekaa-Tal und die Grenze zu Israel ist ein bisschen risky, aber v.a. Syrien war vor den jüngsten Protesten ein absolut sicheres Reiseland!

Roter Baron
00
29.4.2011, 09:52

für wen sicher ?

kritischesauge
00

Bitte um Ihre Mailadresse, ich lasse Ihnen eine umfangreiche Liste mit Namen zukommen, für wen dieses Land vor den Protesten sicher war.

vera alö
12
24.3.2011, 12:27

mir ist hingegen unverständlich, wie man seinen urlaub in all inclusive ressorts verbringen kann. und das tun immerhin weit mehr leute.
schon mal eine radreise in einem so schönen land gemacht?

Die Gezeichneten
00
24.3.2011, 10:38

Ich habe für die selben Bedenken (siehe unten) bereits zweimal "rot" bekommen...LG

Kampfmuffin
00
24.3.2011, 10:27

Schon mal dort gewesen?

l4certa
01
24.3.2011, 07:40
volksfront...

für die befreitung palästinas oder doch populäre front?

Die Gezeichneten
20
23.3.2011, 22:27

Mit dem Fahrrad durch den Libanon???

Kampfmuffin
00
24.3.2011, 08:25

Wieso nicht? Der Libanon ist ein schönes Land.

lagrangian
01
24.3.2011, 13:59

wenn dort die hisbollah (etc.) nicht wäre...

Kampfmuffin
10
24.3.2011, 17:08

Ich war dort, auch in der Bekaa-Ebene (zu ruhigeren Zeiten und nicht mit dem Rad wohlgemerkt). In den meisten Gebieten bekommt man von religiösem Fanatismus eigentlich nichts mit. Die Hisbollah baut auch Schulen und Krankenhäuser in Gebieten, die von der Regierung eher vernachlässigt werden und hat dadurch natürlich auch einen großen Zuspruch.

Roter Baron
00
29.4.2011, 09:53

bist wohl ein kleiner zokker ?
was ist dein nächstes urlaubsziel afghanistan ?

roter baron

lagrangian
00
25.3.2011, 14:31

Ja, so wie es für alle Organisationen üblich ist, die sich auf die muslimbruderwchaft berufen. Die Hamas ja auch. Nur macht das die politischen/"gewaltigen" Probleme nicht geringer, die sie erzeugen.

dr mike
00
24.3.2011, 22:24

und was wird in diesen Schulen unterrichtet ?

Kampfmuffin
00
25.3.2011, 00:53

Ich habe nicht die geringste Ahnung. Ich wollte damit nur verdeutlichen, dass die Menschen dort einen anderen Zugang zu der Hisbollah haben als wir und nicht per se touristen- und ausländerfeindlich sind.

Hofer1002
01
24.3.2011, 06:34
Ist

eine gute Möglichkeit mit den Einheimischen sehr nahe in Kontakt zu kommen.

macmel
01
24.3.2011, 09:15
Na,

der nahe und intensive Kontakt dürfte ja gut gelungen sein.

BK W. Shoyssel
011
24.3.2011, 00:23

das ist wahrer Abenteuerurlaub

nur noch zu toppen durch: Im Kostüm eines Tempelritters durch Afghanistan wandern.

Valjevac
00
24.3.2011, 11:53
Genial , kriege mich nicht mehr ein :-) :-)

Kampfmuffin
00
24.3.2011, 08:28

Naja, da sind doch Welten dazwischen ;). Auch wenns auf den ersten Anschein und auf Grund des oben Genannten Vorkommnisses nicht so wirkt: der Libanon ist für Touristen eigentlich ein recht sicheres Land.

lagrangian
00
25.3.2011, 14:32

Eine dieser Welten: Bikini im Iran... ;-)

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