5 Jahre HR-Circle

Facebook nicht für Werbung missbrauchen

23. März 2011, 17:35
  • Artikelbild
    foto: worisch/novomatic forum

    Damian Izdebski beim HR-Circle im Novomatic Forum.

Fan wird zum Kunden: "Einsatz von Social Media in Unternehmen" - am Beispiel von DiTech war Thema beim HR-Circle

Seit fünf Jahren gibt es den HR-Circle in Wien. Die Jubiläumsveranstaltung fand am 17. März in Wien statt. Rund 80 Teilnehmer folgten dem aktuellen Vortrag "Einsatz von Social Media in Unternehmen" - am Beispiel von DiTech, präsentiert vom Gründer und Geschäftsführer des Computerherstellers, Damian Izdebski. DiTech ist seit 2009 auf Facebook und hat alleine im Jahr 2010 rund 70.000 Euro für einen Auftritt dort investiert.

Izdebski sieht es als unverzichtbaren Teil des Marketingmix, neben klassichen Werbe- und PR-Maßnahmen. "Facebook kann Diktaturen stürzen" meint Izdebski, "die Macht von Social Media darf also nicht mehr unterschätzt werden". Allerdings warnt er auch, dass Facebook niemals die eigene Firmenhomepage ersetzen darf, sondern eine Ergänzung dazu darstellt.

Das wichtigste um "Fans" zu halten ist es, Kontext zu liefern, ohne zu verkaufen oder Werbung zu machen. Denn, auch er habe schmerzhaft lernen müssen, wie schnell Fans wieder verschwinden, wenn sie bemerken, dass Facebook für Werbung missbraucht wird. Die Community checkt laut Izdebski sehr schnell, ob tatsächlich jemand aus der Firma schreibt, oder eine externe Agentur. Agenturen verwenden die gleiche Strategie wie bei klassischen Medien und vergessen dabei, dass Facebook etwas Neues ist, und ganz anders tickt.

Um dem Facebook-Auftritt ein Gesicht zu geben, hat DiTech einen virtuellen Charakter geschaffen: Dieter Technik. Fünf Mitarbeiter posten unter diesem Namen 24 Stunden am Tag. Der User erwartet sich rasche Antworten auf seine Postings und seine Fragen. Und wenn er dann tatsächlich um 3 Uhr in der Früh eine kompetente Antwort von Dieter Technik bekommt, ist er mehr als begeistert und wird das wiederum posten. DiTech sieht nicht nur die rund 21.000 Fans als Zielgruppe, sondern auch die jeweils rund 100 Freunde der Fans. Damit erweitert sich die Zielgruppe um den Faktor 100. Ein Fan wird zum Kunden, so Izdebski. (Christoph Wirl, Magazin Training, 23.3.2011)

Link

www.hrcircle.at

Nächster HR Circle Termin:

HR Circle Breakfast, 14. April, Beginn: 9.00 Uhr.
Thema: "Die richtige Vorbereitung auf Internationalisierung" von Viktoriya Zipper, Geschäftsführerin und Trainerin ViCCC)

Carlos Clementin
00
31.3.2011, 13:48
Fan im FB einer Firma ??

Das stell ich mir mal real vor- vor dem DT eine Meute Leute mit Spruchbändern, Schirmkapperl, und PompomGirls hüpfen rum... ROTFL**99;

A. Kadabra
00
24.3.2011, 13:32
Fan wird zum Kunden

Sollte nicht der (zufriedene) Kunde zum Fan werden? Der, dem das Produkt gefällt, und nicht der, der um "3 Uhr in der Früh eine kompetente Antwort von Dieter Technik bekommt"? Irgendwie ist das doch pervers - und lächerlich, wie 95% des Facebook-Contents.

manic miner
15
23.3.2011, 19:42
Von mir aus

kann man Facebook gerne für Werbung missbrauchen.

Den ganzen anderen Müll wie "lustige" Bilder, Präsentationen oder Texte bitte auch dort abladen, dann muss ich das alles nicht sehen.

Danke!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.