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"Seniorenclub" bringt Ideen zum Fliegen

Regina Bruckner, 23. März 2011, 15:46

Ein Verein äußerst aktiver Ruheständler stellt seine Expertise potenziellen Gründern und Klein- und Mittelbetrieben zur Verfügung

Wer aus dem aktiven Pensionsleben ausscheidet, landet schnell einmal auf dem Abstellgleis. Außer man entscheidet sich dafür, die langjährigen Berufs-Erfahrungen weiterzugeben - wie Roland Pototschnig und sein Team. "Wir helfen dabei, eine Idee oder ein Produkt zum Fliegen zu bringen", erklärt Pototschnig die Idee hinter "Asep". Der Verein ist österreichweit tätig und greift auf einen Pool von rund 170 "alten Hasen" zurück, die ihre Expertise potenziellen Gründern zur Verfügung stellen. Wer sich selbstständig machen will und nicht recht weiß, wo anfangen, dem stehen die pensionierten Führungskräfte mit Rat und Tat zur Seite. "Richtig ist bei uns jeder, der sich Folgendes denkt: Ich habe ein Produkt, das ich auf den Markt bringen möchte, aber mir fehlen die Infrastruktur, das Geld, die Kunden und das Wissen sowie das Einschätzungsvermögen, ob die Idee Potenzial hat", beschreibt Pototschnig den Umfang der Leistungen. Natürlich könne nach einem Erstgespräch auch herauskommen, dass man seine Geschäftsidee besser wieder begräbt. Das sei aber eher selten der Fall.

Unterschiedlicher Beratungsaufwand

Wie intensiv die Betreuung in der Praxis ausfällt, hängt vom jeweiligen Wissensstand der Neounternehmer ab. Wer nur Unterstützung beim Businessplan braucht, kommt vermutlich mit zwei Manntagen aus. Die Asep-Profis helfen in solchen Fällen etwa beim Einschätzen der Marktsituation und prüfen die Plausibilität der aufgestellten Rechnungen. Länger kann es dauern, wenn es sich um eine so komplexe Geschäftsidee wie jene von Ecoduna handelt. Zwei Verfahrenstechniker entwickelten ein besonders effizientes und umweltschonendes Verfahren zur Ölgewinnung aus Algen für den Einsatz in der Pharma- oder Kunststoffindustrie. "Die beiden waren fachlich herausragend, aber was den Rest betrifft, relativ unbeleckt", denkt Pototschnig an die Gründungswilligen zurück. Um die Sache ins Laufen zu bringen, begleiteten rund zehn Asep-Experten Ecoduna über mehrere Jahre hinweg. Sie halfen bei der technischen Gestaltung und Weiterentwicklung des "Reaktor-Systems", der Abschätzung der Gesamtkosten für eine Anlage, der Beschäftigung mit der Lizenzfrage, informierten über Fördermöglichkeiten und hatten auch die notwendigen Kontakte parat.

Fachleute aus vielen Bereichen

Der Seniorenclub der etwas anderen Art versammelt Fachleute aus vielen Bereichen. Vom Pharmaexperten, über Werbe- und Verkaufsleute bis hin zu Finanzprofis reicht das versammelte Know-how. Asep-Präsident Pototschnig kann etwa seine Erfahrungen als ehemaliger BP-Austria-Generaldirektor in die Waagschale werfen. Was er nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Kollegen in Anspruch nimmt, ist, dass das gesamte Team mit Herzblut bei der Sache ist.

Als besonders geeignetes Finanzierungsinstrument für den Weg eines Arbeitnehmers in die Selbstständigkeit gilt der Mikrokredit des Sozialministeriums. Auf eine Laufzeit von fünf Jahren können angehende Selbstständige als Einzelpersonen über ein Kapital von 12.500 Euro bzw. als Gruppen über 25.000 Euro verfügen. Auch bei der Beurteilung der potenziellen Kreditnehmer und ihrer Geschäftsideen mischen die höchst aktiven Ruheständler mit.

Die Kosten einer Konsultation werden beim Erstgespräch abgeschätzt und hängen vom Beratungsbedarf ab. Ein Manntag schlägt mit rund 300 Euro zu Buche (Ausland 500 Euro). Die Vereinsmitglieder verdienen an der Sache nichts, betont Pototschnig: "Wir sind vergleichsweise günstig." Mit dem Erwirtschafteten deckt der Verein seinen Aufwand für die Infrastruktur ab. Was Pototschnig noch am Herzen liegt: "Gründen verbindet man eher mit jungen Menschen. Aber das wird sich in Zukunft wahrscheinlich noch stärker ändern. Es wird in Zukunft mehr ältere Gründer geben." Und das sei gut so. Denn dass man in Österreich immer noch gerne auf das Potenzial älterer und erfahrener Mitarbeiter verzichte, das werde man sich wohl nicht mehr lange leisten können.(Regina Bruckner, derStandard.at, 23.3.2011)

Kommentar posten
13 Postings
Hueher
40
25.3.2011, 20:29
Diese Idee ist eigentlich schon lange........

im Ausland sehr populär, wie zB. in den USA, wo die Senioren noch als etwas gelten und nicht wie bei uns nach dem Motto "ab ins Altersheim"......... Auch Deutschland hat seine Senioren, welche sehr viel unterwegs sind, mit Erfolg!!! Natürlich viel mehr im Ausland, warum?? Na weil bei uns man als Pensionist nicht gefragt ist!!!!! Das ist es bitte.........
ich bin 66, war in Panama, Thailand, Afrika und Brasilien gefragt, aber in Österreich bin ich "alt"......
warum???? Bei uns "darf" man im Alter keinen Sex haben, das ist "schmutzig", darf nicht arbeiten,bist zu alt auch, also was "DARF" ich dann eigentlich noch......ha????? So gehe ich mit meinem Wissen ins Ausland, dort ist man dankbar !!!!!!!!
Das zu den Kommentaren weiter unten.....

FrenchConnection
00
Müssen SIE einen Frust schieben, alter Mann

Vielleicht sollten Sie lieber mal einen Psychiater aufsuchen!?

Außerdem. wenn Sie geschrieben hätten "ich war in Deutschland, Frankreich, den USA gefragt" hätte ich Sie ja eventuell wirklich für einen tollen Manager gehalten und bedauert. Aber "Panama, Afrika ..." - das ist doch eher 2. Garnitur, gell?

der wanderfalke
 
02
24.3.2011, 12:31
Besser ist es, die älteren, arbeitswilligen Mitarbeiter ...

nicht unter allen möglichen Vorwänden aus dem Betrieb zu ekeln. Gut geführte Unternehmen schaffen einen respektvollen Umgang der Mitarbeiter untereinander. Die Älteren können den Jüngeren ihre Erfahrung zur Verfügung stellen, umgekehrt kann die jugendliche Begeisterung auch die Älteren erfassen, wenn sie nicht ausgegrenzt werden. Die Probleme gibt es leider auch in Unternehmen, die nur weibliche Mitarbeiter beschäftigen, obwohl die soziale Kompetenz weiblich ist.

Hueher
30
25.3.2011, 20:31
RICHTIG................

ich "DURFTE" nicht mehr, obwohl gesund.....etc...
So half ich im Ausland und wurde mit Dank geehrt !!

r2pi
20
24.3.2011, 11:51
vor ca. 10 Jahren gab's schon von der Wirtschaftskammer unterstütze Mentor-Programme, nur haben unsere altvorderen Kapzunder damit nicht in Österreich "geholfen" sonder brav ihr Knoffhoff nach China getragen - I love "Generationenvertrag" :-)

Klaus13
12
23.3.2011, 18:33
Ruhe-Ständler

Netter PR-Artikel, der hier von der Redakteurin unhinterfragt wiedergegeben wird!

In unserem Betrieb hatten wir vor Jahren auch einmal so einen "Super-Senior" engagiert, der seine Erfahrung und die tollen Kontakte aus seinem Berufsleben einbringen wollte.

Die Betonung liegt bei "wollte", gebracht hat sein Einsatz - sofern man dessen Tätigkeit überhaupt so bezeichnen konnte - 0,Josef!

Zudem war der Senior-Konsulent ständig krank und hat sich schlußendlich gar nicht mehr um das Projekt gekümmert.

Nach dieser Erfahrung kann man nur sagen: "Wärst du doch im Ruhestand geblieben!"

Hueher
20
25.3.2011, 20:23
was ist wir hatten??????

wir hatten auch mal einen Kaiser..........??? das ist Stumpfsinn pur....!!
Heute gibt es viele Hilfen auch hier im Lande, man sollte erst prüfen, dann reden........

a lercherl
40
23.3.2011, 17:03
Seniorenklub für Vorgestrige

ich lach mich kaputt

Hueher
10
25.3.2011, 20:32
zuerst mal Denken, dann..........

reden bitte!!!!!
Auch Sie werden mal "alt" und Pensionist, sitzen sicherlich im Wirtshaus beim Saufen, oder????????

WStat
26
23.3.2011, 18:14
....um die Pleiten von morgen zu verhindern, Sie "junger Löwe" !

a lercherl
00
23.3.2011, 18:55
ach Gott, da hab ich mich geirrt

hab Senioren eingegeben und bin bei seniorcom gelandet. Bitte vielmals um Verzeihung. Die richtige Adresse http://www.asep.at/ verspricht natürlich Vieles, guter Weg!

a lercherl
01
23.3.2011, 18:51
Wie die Alten sungen ...

Aber ehrlich, was kann man von solchen "Genies" schon erwarten?http://www.seniorkom.at/0/Forum/s... did=404464
Ich lach mich kaputt. Das ist keine Ausnahme sondern durchgehender Standard. Grossteils Bassenaniveau.

prfnatschek
01
23.3.2011, 16:49
super Bilder :))

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