Migrantinnen als fordernde Masse

5. April 2011, 11:40
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Ein Demonstrationszug zu 100 Jahre Frauentag von Lisl Ponger

Wien - Und weiter geht es mit dem Programmschwerpunkt "in.Anspruch.Nehmen" des Kreisky Archivs: Im Rahmen einer temporären Außengestaltung einer Straßenbahn auf der Wiener Ringstraße greift die Wiener Künstlerin Lisl Ponger den zentralen Aspekt der Frauentags-Demonstration auf. Auf inszenierten Fotos erscheinen migrantische Frauengruppen als öffentliches Kollektiv, als fordernde Masse, als Frauen in Bewegung. Ziel ist es, jenseits einer problematischen Sichtbarmachung von Andersheit Möglichkeiten der (Selbst-)Repräsentation auszuloten. Die temporäre Installation ist von 1. März bis 30. Juni 2011 an einer Straßenbahngarnitur der Linie 2 angebracht.

Lisl Pongers Straßenbahnprojekt ist eines von drei Kunstprojekten, die zum Jubiläum des Frauentags unter dem Titel "In.Anspruch.Nehmen" vom Kreisky Archiv realisiert wurden. Ein weiteres ist das Frauentag-Zeitungsprojekt von Stefanie Seibold, das am 8. März auf Wiens Straßen verteilt wurde und in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Malmoe" beigelegt ist. 

Neben den Kunstprojekten beinhaltet das Projekt "100 Jahre Frauentag" die Ausstellung FESTE.KÄMPFE.100 Jahre Frauentag im Österreichischen Museum für Volkskunde, sowie die Publikation mit dem Titel "Frauentag! Erfindung und Karriere einer Tradition". (red)

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