derStandard.at-Interview

"Die Jungen drohen von der Agenda zu verschwinden"

Lisa Aigner, 28. März 2011, 12:38
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    Jugendliche können der Politik im Parlament oft nur zuschauen.

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    "Wenn es einem gefällt, kann man dabei bleiben und wenn nicht, kann man den Laden ordentlich übernehmen", Gründinger über die Beteiligung an politischen Parteien.

Soziologe Gründinger über das Pensionssystem und andere Generationen-Ungerechtigkeiten

Im vergangenen Jahr wurden in Österreich die Pensionen bis zu 2.000 Euro um 1,2 Prozent erhöht. Das Pensionssystem kann aber schon jetzt nicht mehr allein durch die Beiträge der Erwerbstätigen finanziert werden. Im vergangenen Jahr musste der Staat 4,4 Milliarden zuschießen. Für Investitionen in die Bildung blieb bei der Budgeterstellung kein Geld mehr übrig. derStandard.at fragte deshalb den jungen Soziologen Wolfgang Gründinger, ob ein Generationenkonflikt entsteht und wie man ihn lösen kann. Gründinger fordert einen "Aufstand der Jungen": Sie sollen in die Politik gehen die Parteizentralen übernehmen. Generationengerechtigkeit will er durch einen Umstieg auf erneuerbare Energien und eine Finanzierung des Pensionssystems durch Beiträge aus Gewinn- und Kapitaleinkommen erreichen.

***

derStandard.at: Was ist für Sie Generationengerechtigkeit?

Gründinger: Wir tragen dann genug Verantwortung für künftige Generationen, wenn auch unsere Kinder und Kindeskinder, und alle die danach kommen, mindestens genauso gut leben können wie wir das heute tun. Es gibt einige Probleme in unserer Gesellschaft. Offensichtlich und eindeutig ist die Umweltzerstörung. Da haben jetzt aktuell gesehen, dass die Atomtechnologie eine Hochrisikotechnologie ist, die uns zudem massenweise Atommüll hinterlässt, an denen die Menschen noch in 30.000 Jahren zu leiden haben werden. Allein schon aufgrund der ökologischen Hypothek, die wir unseren Nachkommen hinterlassen, handeln wir derzeit nicht sehr generationengerecht.

derStandard.at: Wie kann man diese Generationengerechtigkeit erreichen?

Gründinger: Im ökologischen Bereich gibt es sehr einfache Rezepturen. Man muss radikal umsteigen auf erneuerbare Energien: Weg von Öl, weg von Kohle, weg von Atom. Das ist technisch und wirtschaftlich sehr wohl machbar, es gibt sehr viele Szenarien, die das nachgewiesen haben.

Im wirtschaftlichen und sozialen Bereich gibt es einerseits eine hohe Staatsverschuldung, andererseits gibt es auch Probleme bei der Ungleichbehandlung von jüngeren und älteren Arbeitnehmern auf dem Arbeitsmarkt oder bei den Pensionen. Die heutigen Alten sind noch relativ gut abgesichert, die Jüngeren haben dagegen keine Aussicht auf eine Pension, von der man leben kann. Das ist ein System, in das man vierzig Jahre lang einzahlt, aus dem man aber gleichzeitig keinen Gewinn zieht. Das ist ungerecht gegenüber uns Jüngeren.

derStandard.at: Wo sehen Sie einen Ausweg für diese Generation? Sollen die jungen Leute aus dem Generationenvertrag aussteigen?

Gründinger: Es geht nicht, dass die junge Generation tatsächlich aus dem Generationenvertrag aussteigt. Wir brauchen kein Ende des Generationenvertrags, sondern eine Erneuerung dessen. Dieser beinhaltet vor allem das so genannte Umlageverfahren. Man zahlt heute ein und finanziert dadurch die Pensionen der heute Alten. Das soll jetzt durch eine individuelle kapitalgedeckte Versorgung ergänzt werden. Die heutigen Jungen müssten die Pensionen der Alten finanzieren und gleichzeitig ihren eigenen Kapitalstock aufbauen und wären damit eine Art "Sandwich Generation". Schon wegen dieser Doppelbelastung ist ein großer Umstieg auf die Kapitaldeckung weder sinnvoll noch möglich.

Momentan werden die Pensionen durch Beiträge der abhängigen Beschäftigten finanziert. Wir leben aber in einem Zeitalter von prekärer Arbeit. Wenn dazu noch Massenarbeitslosigkeit herrscht und die Löhne stagnieren, dann kommt unser Pensionssystem in Bedrängnis. Wir müssen diesen zentralen Konstruktionsfehler des Pensionssystems beseitigen, indem wir auch Einkommen außerhalb der abhängigen Beschäftigung mit einbeziehen, also Gewinn- und Kapitaleinkommen, Vermögenseinkommen oder Mieteinkünfte. Da liegt der Ausweg aus der momentan drohenden Krise des Pensionssystems. Es müssen alle in dieses System mit einbezogen werden.

derStandard.at: Jugendpolitiker in Österreich wehren sich oft gegen den Begriff Generationenkonflikt, Sie auch?

Gründinger: Ich finde, das ist eine sehr schöne Position, weil es innerhalb der Familien - zwischen Kindern, Eltern und Großeltern - sehr wenig Konflikte gibt. Oft sagen die Medien, dass es einen Kampf zwischen Alt und Jung gibt, aber der ist oft inszeniert und aufgebläht. Auf der anderen Seite rennen wir sehenden Auges in gesellschaftlichen Verteilungskonflikte. Es gibt eine aktuelle Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung. Dabei wurde herausgefunden, dass ab dem 60. Lebensjahr die Befürwortung von staatlicher Förderung von öffentlicher Kinderbetreuung oder anderer staatlicher Förderung von Kindern und jungen Familien signifikant abnimmt. Zugespitzt formuliert gönnen es die Alten den Jungen nicht, wenn sie vom Staat Geld kriegen. In einer Gesellschaft, die älter wird, in der heute schon jeder dritte Wähler über sechzig Jahre alt ist, schaffen wir damit ganz massive Probleme für generationengerechte Politik. Die Jungen drohen von der Agenda zu verschwinden.

derStandard.at: Der Titel ihres Buches lautet "Aufstand der Jungen". Wie soll dieser Aufstand aussehen?

Gründinger: Ich glaube, dieser Aufstand ist schon da. Wir haben im vergangenen Jahr ziemlich oft und auch überraschend erlebt, dass die jungen Leute auf die Straße gehen. Der Bildungsstreik in Österreich und Deutschland war zum Beispiel ganz groß. Sie gehen auch für den Klimaschutz, für die Umwelt und gegen Atomkraft auf die Straße. Die Anti-Atombewegung ist schon vor der Fukushima-Katastrophe erstarkt. Ohne junge Leute würden die Umwelt- und auch die Anti-Atombewegung ziemlich alt und blass aussehen. Das wird von der alten Generation, die den Protest der Jungen nicht versteht, oft ignoriert und kleingeredet.

derStandard.at: Es hat im vergangenen Jahr trotz vieler Proteste gegen Einsparungen im Bildungswesen trotzdem eine Stagnation des Bildungsbudgets gegeben. Was muss die Jugend tun, um sich Gehör zu verschaffen?

Gründinger: Da sieht man, dass sich die junge Generation schlechter artikulieren kann, als andere Interessensgruppen. Wir sind einfach zu wenige und zu schlecht aufgestellt. Wir haben keine mächtige Lobby. Deshalb müssen wir nicht nur auf die Straße, sondern auch in die Politik gehen. Es braucht einige Unerschrockene, die den Marsch durch die Institutionen antreten und auch in der Politik für mehr Gerechtigkeit für jüngere Generationen kämpfen. Man muss laut, bunt und radikal sein, um gehört zu werden.

derStandard.at: Glauben Sie, dass das in den jetzigen alten und verkrusteten Parteistrukturen möglich ist?

Gründinger: Gerade dass die Parteien alt und verkrustet sind, ist ein Appell an uns, dass wir diesen Staub von tausend Jahren ordentlich aufwirbeln. Es wird oft über Parteien in den Medien und an den Stammtischen gelästert. So schlimm sind die gar nicht. Die Kritik an den Parteien kommt am häufigsten von jenen, die noch nie bei einer Parteisitzung dabei waren und ich würde jedem empfehlen, sich das einmal anzusehen. Wenn es einem gefällt, kann man dabei bleiben und wenn nicht, kann man den Laden ordentlich übernehmen. Eine freundliche Übernahme sozusagen. (Lisa Aigner, derStandard.at, 28.03.2011)

Wolfgang Gründinger (27) ist Demokratiewissenschaftler und Soziologe und lebt in Berlin. Er ist Mitglied des Think Tanks 30 (tt30) und Sprecher der "Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen". Sein Buch "Aufstand der Jungen" erschien 2009 im C.H.Beck-Verlag.

Link: Homepage von Wolfgang Gründinger

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firedragon 7
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Warum nicht radikaler?

Keine Kinder, keine Pension (oder besser gesagt nur Mindestpension).

p1234
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Der Sinn einer staatlich organisierten Altersvorsorge ist eben genau der, dass man keine Kinder zeugen muss um im Alter versorgt zu sein. Es soll übrigens auch Menschen geben bei denen es nicht am Willen, sondern schlicht an den biologischen Möglichkeiten mangelt.

Eine moderne, effiziente Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass sie den Wert eines Menschen unabhängig seiner Reproduktionsfähigkeit akzeptiert und fördert. Dinge wie Rechte für Homosexuelle, modernes Eherecht, und auch die Organisition der Altersvorsorge sind unter diesem Aspekt zu regeln.

firedragon 7
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Nur wenn man keine Kinder kriegt, wer zahlt dann die Pension der kommenden Pensionisten?

Und nur zur Auffrischung wir haben ein UMLAGEVERFAHREN und KEINE Pension aus dem Pensionsfond.

Die blaunen leben gut auf unsere Kosten!
20
Generationengerechtigkeit macht Euch doch nicht lächerlich!

Was müssten wir dann alles bekommen, in der Jugend hatten wir nichts und waren auch zufrieden damit, Dann wurde die Jugend überschüttet mit Spielzeug, Computern, Gewand, da haben wir auch noch alle hergegeben und jetzt ist ihnen alles zu wenig.
Pensionisten bekommen mehr heraus als sie eingezahlt haben?
Das sagt lieber Euren Opa nicht sonst ist der PC gestrichen, oder das iphon, ipad und die Stereoanlage usw...!
Wenn man gleich nach der Pension stirbt fällt man da aber heraus oder?
Heute werden die Leute eben älter und dass lässt sich schlecht finanzieren, überhaupt wenn die Jugend keine Kinder macht und nichts lesen und lernen will.
So einen Dillo nimmt dann keine Firma und man sollte sich gleich jetzt um die sozialen Räume umsehen!

Adenauer
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natürlich kommen die "Jungen" zu kurz

von denen wählen ja wenige SPÖ, diese muss natürlich ihre Stammwähler (Pensionisten) halten.

Und die Kreisky-"Erfindung" Generationenvertrag war eine Supercoup oder nicht??!

für die damaligen schon !!!
die "Fonds", welche vorher angelegt waren für die Pensionen, auflösen und direkt das Geld der Einzahler gleich hernehmen -> damit hatte man viel Geld
für tolle Wahlzuckerl
Geld fürs Heiraten, gratis Schulhefte und und und ...
oder halt ein teures AKH oder schnell mal ein AKW (sieht ja lässig aus in der Landschaft)

Würden wir keinen GEnerationenvertrag haben, hätten wir jetzt auch kein Problem mit Geburtsschwachen Jahrgängen

Briefmarkenkleber
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QualifizierungsStandard

Der Mann kommt hier auch nur wegen seines Namens vor, oder?

Rot/GRÜN und Strache weg!
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Kinder wir hatten erst gestern eine Wirtschaftskrise!

Wollt Ihr nicht einmal selbst etwas leisten, oder legt Euch wer etwas hier in den Weg.
Dürft Ihr nicht arbeiten, oder lernen, oder Euch selbstständig machen, oder Ideen einbringen, oder was ist denn schon wieder so tragisch?

Staatsfreund No1
 
21
Generationenvertrag gescheitert?

Euer Staatsfreund sagt Euch das seit langem.

Wenn zukünftige Generationen weniger Leistungen erhalten werden, als es vergangene geniessen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese aufschreien.
Im Augenblick sind sie noch zu sehr mit den alltäglichen Kampf ums Überleben, bei zu niedrigen Gehältern konfrontiert. Irgendwann werden einzelne von ihnen zu rechnen beginnen und sich fragen: Warum soll ich meinen Urgrosseltern, Grosseltern und Eltern die gesamte Leistung bezahlen und selbst werde ich nur einen Bruchteil davon haben? Wenn nicht vorher durch massive Geldentwertung ohnehin alles neu aufgestellt wird.
Dann wird´s zu spät sein.
Deshalb ja, die Jungen müssen aktiv Politik machen.
die rot/schwarze Politik ist gescheitert..
nix für ungut

Minister für Verwaltungsreformen
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tatsache ist

das die heutigen rentner mehr rausbekommen als sie eingezahlt haben und es bei der jüngeren generation umgekehrt ist.

Michael Bakunin
20

keine ahnung ob deine aussage stimmt.
was aber sicher stimmt: die heutigen rentner sind in wesentlich ärmeren verhältnissen aufgewachsen, als die heutigen jugendlichen, die ja im luxus haust, meist mit dem geld der eltern.
also diese wehleidige gejammere, wie schlecht es den heutigen jungen später mal in der pension gehen wird, geht mir ziemlich auf den keks.
die jungen sollen eben politisch aktiv werden und etwas verändern, wenn ihnen die zustände nicht passen.
aber dazu sind die meisten zu bequem. hauptsache dioe eltern lassen geld springen und sie können es für vergnügungen verschleudern.

der Xote
01
Völlig korrekt.

Nur ist die Pension ein Anspruch, während das Taschengeld der Eltern imho mehr was mit Almosen zu tun hat.

Michael Bakunin
00

na so wenig ist das Taschengeld heutzutage nicht mehr.

der Xote
00

Sie verdrehen da was. Es ging mir nicht um die Menge der Auszahlung, sondern den gesetzlichen Anspruch darauf.

Und bevor Sie mir jetzt kommen mit "auf ein Erbe hat man einen Anspruch", ja, ist richtig, sofern die Eltern was zu vererben haben, dann gibt es Pflichtteil nach Erbrecht.

Linek Karl
 
01
31.3.2011, 00:20
Frage

Hat es jemals einen Überschuss gegeben, haben also jemals die Arbeitenden mehr eingezahlt als die Pensionisten verbraucht haben?

1116er
04
30.3.2011, 12:02
es gibt EIN wundermittel für (generationen)gerechtigkeit!

in die betriebswirtschaftliche und andere kalkulationen müssen endlich auch die externen kosten einbezogen werden!
für jedes produkt, für jede dienstleistung.

es ist ein elementarer fehler der marktwirtschaft, dass jenes produkt einen preisvorteil hat und dadurch sich besser verkauft, das im vergleich zum konkurrenzprodukt künftige folgekosten nicht via preis abdeckt, sondern das 'der allgemeinheit' aufbürdet.

wenn endlich ein produkt das kostet, was es tatsächlich 'kostet', werden wir wegkommen vom gelebten extrem-egoismus und (unbemerkt) auf künftige generationen rücksicht nehmen!

Michael Bakunin
00

der elementare fehler ist die marktwirtschaft (kapitalismus) selber.

Erich Hametner
 
46
29.3.2011, 20:44
Die Jungen drohen von der Agenda zu verschwinden...

Das stimmt, leider sind da die Jungen selber schuld:
Niemand will mehr Kinder haben, der maximale Genuss steht auf dem Programm, danach folgt die Ernüchterung: Wer soll die Pensionen der Jungen bezahlten? Dazu muss man den Generationenvertrag bemühen - Im Umlageverfahren zahlen immer die aktiv Tätigen die gleichzeitig in Pe nsion befindlichen "Inaktiven".
Bleibt der Nachwuchs aus, ist auch der Generationenvertrag am Ende. Die Jungen können sich immer nur an den noch jüngeren halten.
Eines muss uns allen klar sein: Ohne Kinder geht es nicht!
Die Lösung: Entweder ein ja zur Mehrkindfamilie (Wertewandel!) oder Zuwanderung, etwas anderes ist nicht möglich!
Bei den Pensionen war von Anfang an vorgesehen: 1/3 AN, 1/3 AG u. 1/3 der Staat!

zack de la rocha
 
00
das nicht

ganz. Die Tuerken und ex Jugoslawen haben eine ganz passable Geburtenrate. Nur die oesterreichischen Jungen wollen keine Kinder mehr und sich lieber selbst verwirklichen! Bei anderen Volksgruppen funktioniert das tadelos.

atomkraft neindanke
02
Kinder kosten

ich widersprech, die Jungen sehnen sich allesamt nach Familie und dauerhaften Beziehungen, viele haben gerade das niemals erlebt und wissen nicht, wie das geht! In der Ausbildung und im Beruf dürfen sich überhaupt keine Fehler mehr erlauben, der Lebenslauf muss lückenlos sein, der Druck auf die Jungen ist extrem gestiegen, Eltern müssen ihnen über einen langen Zeitraum Ausbildungen finanzieren, damit sie sich überhaupt Arbeit bekommen und sich eine eigene Wohnung leisten können.
Menschen, die Kinder bekommen sind in Ö übrigens extem armutsgefährdet, wenn nicht beide Eltern arbeiten. Ausbildung ist nicht gratis, Schule und Uni kosten. Nur ein Kind zu bekommen, ist oft auch ein finanzielles Muss.

Michael Bakunin
00

in den meisten punkten geb ich dir recht.

nur darin nicht:
"In der Ausbildung und im Beruf dürfen sich überhaupt keine Fehler mehr erlauben, der Lebenslauf muss lückenlos sein, der Druck auf die Jungen ist extrem gestiegen"
Geh bitte. wenn ich mir ansehe, was die heute in der Schule lernen müssen und wie "streng" geprüft wird, dann muss ich sagen, im vergleich zu vor einigen jahrzehnten ist der lerndruck viel geringer geworden.

der berufstress ist allgemeiner schlimmer geworden, das betrifft nicht nur die jungen, ist eine auswirkung unseres kapitalistischen wirtschaftssystems. das könnten wir jederzeit ändern, aber dazu müssten sich die jungen mal politish interessieren und nicht einen dummen blauen hetzer in discos nachlaufen.

firedragon 7
00
Ausbildung

Was habt ihr früher Wissuen müssen? Was habt ihr früher gelernt? Englisch? Nein. Französisch, Kroatisch oa.? Nein. Die Welt ist nunmal sehr viel komplexer geworden. Durch die Globalisierung, daraus folgt Internationaler Wettbewerb, müssen die Jungen mit aufsteigenden und aufgestiegenen Ländern vom Preis und Leistung mithalten können. DAS ist ein zentraler Unterschied zu früher.

Michael Bakunin
00

aha, wo ist da jetzt das problem?

firedragon 7
00
Kapitalismus?

Und was ist mit der Globalisierung???

atomkraft neindanke
01
weltweit gesehen ist alles anders

das Problem mit der niedrigen Geburtenrate in den deutschsprachigen EU Ländern ist hausgemacht, Familien in denen beide Partner Beruf und Kinder leben wollen, werden stark diskriminiert-zahlen viel Steuern und erhalten kaum Vergünstigungen, in Frankreich wird auch bei der Pensionszahlung eingerechnet, ob ein Mensch ein Kind großgezogen hat, in Ö profitieren die double income no kids bei langen Durchrechnungszeiten, denn sie haben keine Unterbrechungen...
trotz allem ist es ein Pseudoproblem, weltweit steigt die Bevölkerung nach wie vor stark an....

Lünz
01
Und genau dieses 1/3 der Staat ist die Wurzel allen Übels.

Nur so sind Pensionsprivilegien, Wahlzuckerl, Hacklerregelung usw. möglich, ohne die Beiträge erhöhen zu müssen.
Ich finde, es sollten nur die tatsächlich einbezahlten Beiträge verteilt werden.

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