"Konsument"-Test

Illegale Medikamente aus der Online-Apotheke

23. März 2011, 12:55
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    foto: apa/epa/jerzy dabrowski

    Am häufigsten wurden Potenzmitteln bestellt, gefolgt von Haarwuchspräparaten und Diätmitteln.

Mittel für Potenz, Haarwuchs und zum Abnehmen: 10 von 16 regulären Anbietern aus EU-Ländern lieferten illegale Medikamente

Wien  - Mit der Bestellung von Medikamenten über das Internet stehen Kunden womöglich gleich nach dem letzten "Klick" mit einem Fuß im Kriminal: In einem "Konsument"-Test lieferten von 16 Online-Apotheken in EU-Ländern zehn Händler illegale Medikamente nach Österreich. Das Risiko trägt der Kunde: Der Zoll muss gesetzeswidrige Sendungen bei Entdeckung vernichten, die Kosten werden dem Besteller auferlegt. Im Wiederholungsfall drohen laut Finanzministerium Verwaltungsstrafen bis zu 7.260 Euro.

Stichproben bei EU-Sendungen

Konsequent überwacht wird aber lediglich die Einfuhr aus Drittstaaten. Für Sendungen innerhalb der EU sind laut Zoll Stichproben vorgesehen. Im Jahr 2009 hatten die Behörden mehr als 27.000 Medikamentenpackungen beschlagnahmt. Am häufigsten waren darunter Potenzmittel, gefolgt von Haarwuchspräparaten und Diätmitteln. Die Mehrheit der Absender stammen aus Fernost, aber auch reguläre Internet-Apotheken liefern ihre Ware nach Österreich. Laut Arzneiwareneinfuhrgesetz dürfen nur rezeptfreie Präparate für den persönlichen Bedarf, maximal drei Packungen eines Medikaments, mit österreichischer Zulassungsnummer ins Land gelangen.

Der "Konsument" hat getestet, ob sich reguläre Anbieter im EU-Ausland an die heimische Gesetzeslage halten. Bei 16 Apotheken in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Tschechien wurden Bestellungen aufgegeben. Fünf Apotheken (vier deutsche und eine niederländische) verweigerten einen Versand nach Österreich mit der Begründung, er sei aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Ein tschechischer Anbieter lieferte - ebenfalls korrekt - Präparate mit österreichischer Zulassungsnummer, rezeptpflichtige Medikamente waren nicht im Angebot.

Viele Anbieter schickten illegale Medikamente

"Die anderen zehn (sechs deutsche und vier britische) Apotheken versorgten uns mit in Österreich nicht zugelassenen Arzneimitteln", zogen die Konsumentenschützer Bilanz. Zudem erhielten die Tester von diesen Anbietern auch Erzeugnisse, die, gäbe es sie in Österreich überhaupt auf dem Markt, rezeptpflichtig wären, wie cortisonhaltige Salben. Auch Medikamente, bei denen eine hohe Missbrauchsgefahr besteht, wie Abführmittel, die häufig und unsinnigerweise zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden, wurden ohne Nachfrage und fast immer auch ohne Beratung "in teilweise absurd großen Mengen geliefert".

Die Online-Pillen sind auch nicht unbedingt billiger. Dafür sorgen schon teils horrende Versandkosten: "Für einen vergleichbaren Lieferumfang wurden zwischen 2,90 und 30 Euro verrechnet." Die Wartezeit auf eine Lieferung betrug bis zu 18 Tage. (APA)

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20 Postings
Der Avatar
00
27.3.2011, 13:28
Wären Haarwuchs oder Abnehmmedizin kein Schwindel, gäbe es keine Dicken mit Glatzen!

Pröllomanie wäre kein Markenzeichen für Strassergesetze und die Steuern bräuchten nicht erhöht werden, weil die Privilegien vorher abgeschafft werden.

Tuncay
00
27.3.2011, 13:28
Mittelchen

In einem anderen Standard Artikel stand dass bis zu 90 % der Onlinemedikamente Fakes wären.
Ich glaube dass es dem normalen Empfänger relativ wurscht ist ob dass Medikament in Ö zugelassen ist oder nicht. Mich würde es nur interessieren ob es wirkt .Da sollte man einen Test machen und nicht legal oder illegal.

Barbarin
00
25.3.2011, 15:34
Hat wer Bücher von....

...Timmerberg gelesen?

Tiger fressen keine Yogis...hat Selbstversuche mit legealen und illegalen Drogen gemacht...

Das Schlimmste: ist Prozac...sein Beobachtungen an anderen (da in USA sehr weit verbreitet) und an sich selbst: Man stirbt an Organversagen, aber das glücklich!

fertigprodukt
10
24.3.2011, 16:56
ein bild sagt mehr als tausend worte.

so what?!
http://www.wellnesschiro.com/images/Dr... merica.gif

The man
00
23.3.2011, 23:34
Und welche Apotheken

das sind die alles liefern kann man dann im Konsument nachlesen?

WienerInFrankfurt
00
23.3.2011, 20:44
Ich versteh die Aufregung nicht

In Deutschland sind Cortisonsalben bis 0,5% rezeptfrei. Die wirken zwar wenig, in Österreich aber rezeptpflichtig.
In Deutschland sind Mischtabletten für Schmerzen verboten, in Österreich nicht. Schmerztabletten gibt es in Deutschland nur in maximal 20-er Packungen. Zum Schutz, alle Apotheken verkaufen aber auch 2 Packungen.
Die 0,5% Cortison sind im Artikel nicht erwähnt, über die Viagratabletten habe ich auch nichts gefunden.
Also was soll der Artikel?

davethebrave
 
02
23.3.2011, 15:55

Potenzmittel, Haarwuchspräparaten und Diätmitteln sind für mich keine medikamente sondern lifestyleprodukte
(wobei es natürlich einen kleinen prozentsatz gibt bei dem diese mittel medizinisch gerechtfertigt sind)

jaws
01
24.3.2011, 00:22

Alle können Nebenwirkungen haben, darunter auch sehr schwerwiegende (bei Diätmitteln potentiell lebensgefährliche).

The man
00
24.3.2011, 09:29
naja

da muss man schon sehr viele viagra nehmen damit der staubzucker der in den meisten fakes drinnen ist schädlich ist. das ist eher das größere problem. das in den meisten dieser über das internet verkauften medikamente staubzucker etc. drinnen ist.

jaws
00
24.3.2011, 10:16

"Zudem erhielten die Tester von diesen Anbietern auch Erzeugnisse, die, gäbe es sie in Österreich überhaupt auf dem Markt, rezeptpflichtig wären"

The man
01
24.3.2011, 10:40
in jeder apotheke

kriegt man rezeptpflichtige medikamente auch ohne rezept. sogar cortisonsalben und antibiotika. man muss nur "hysterisch" genug sein.

samba cat
00
24.3.2011, 11:35
das duerfen sie

auch ganz offiziell. muss nur jedesmal die kleinste erhaeltliche packung sein. aber auch das kann man mit genug hysterie ausschalten ;-)

Bürger Europas
312
23.3.2011, 15:42
Gesponsorter Artikel?

Hat da mal wieder die österreichische Apotheker-Mafia einen Artikel gesponsort?
Der Begriff "illegale Medikamente" mag ja korrekt sein. Auf jeden Fall ist er irreführend. Insbesondere wenn durch die Bebilderung suggeriert wird, dass es sich um gefälschte Medikamente handele!

Versandapotheken aus der EU verschicken eben (i.d.R.) KEINE gefälschten Medikamente, sondern maximal solche, die z.B. in Deutschland zugelassen sind, in Österreich aber nicht. Das ist zwar illegal, aber ist es gefährlich für den Patienten? Wohl kaum. Ansonsten hätte Deutschland ein echtes Problem.

Und warum behauptet ein Standard-Artikel, die Preisunterschiede seien gering? Das ist schlichtweg gelogen! Ich habe Preisunterschiede von mehr als 50% gefunden!

fertigprodukt
32
23.3.2011, 14:54

und da fordert man wirklich, heilkräuter müssten alle überprüft werden, wenn mans schon bei den normalen medikamenten so ganz und gar nicht schafft?

metall81
32
24.3.2011, 10:39
Wieso...

...lügen Sie schon wieder?

Godesberg
52
23.3.2011, 15:49

Bei den Medikamenten geht es um Fälschungen.
Bei den Heilkräutern geht es darum nachzuweisen, ob die versprochene Wirkung tatsächlich eintritt und ob gewährleistet werden kann, das eine konstante Wirkstoffmenge enthalten ist.

Drughi
12
23.3.2011, 16:12

also lt. artikel geht es um medikamente für die man in österreich ein rezept braucht/bräuchte bin mir nicht sicher ob es mit rezept geliefert werden dürfte.

maux
24
23.3.2011, 16:01

bei heilkräutern gehts darum dass die pharma konzerne nichts verdienen

Unermüdlicher Einsatz
 
20
24.3.2011, 15:09

Bah, die haben den oekomarkt laengst erkannt und ueberrant. sind nicht ganz dumm.

Drughi
21
23.3.2011, 16:13

und in dem fall sinds die österreichischen apotheken , fast genauso schlimm .

man kann fast glauben schlimmer als steuerhinterziehung.

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