Psychologische Wirkung

Essen als Trost und Ersatzbefriedigung

23. März 2011, 10:10
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    foto: apa/georg hochmuth

    Wer seine Lieblingsspeise esse, versetzte sich dadurch leichter in positive Momente der Vergangenheit.

Süßes, Fettes oder Salziges weckt über den Botenstoff Dopamin ein gutes Körpergefühl

Buffalo/Dresden - Essen kann ein wahres Seelenfutter sein. Einen Beweis dafür erbringen Forscher der University of Buffalo in der Zeitschrift "Psychological Science". "Wer seine Lieblingsspeise isst, versetzt sich dadurch leichter in positive Momente der Vergangenheit. Essen dient somit vielen als Ressource dafür, um negative Gefühle wie etwa Einsamkeit zu überwinden", berichtet Studienleiter Jordan Troisi.

Essen als Trost

Versuchspersonen bekamen die Aufgabe, Erinnerungen an einen Streit mit Nahestehenden niederzuschreiben, was bei den meisten Einsamkeit auslöste. In einem weiteren Schritt galt es, sich ein Essen zu vergegenwärtigen, das man als tröstlich empfand. Vergangene Mahlzeiten mit geliebten Menschen kamen dabei wieder hoch und es zeigte sich: Besonders Menschen, die mit ihrer Umwelt in stabiler Beziehung leben, können durch Gedanken an ein Essen negatives Empfinden schnell ablegen.

"Essen dient vielen Menschen als Trost, jedoch auch als Ersatzbefriedigung. Denn auch wenn viele in der Alltagshektik ihre Emotionen nicht mehr wahrnehmen, der Hunger und der Appetit bleiben", erklärt die Dresdener Ernährungspsychologin Ilona Bürgel.

Weg in die Abhängigkeit

Das Zielobjekt des Appetits - meist Süßes, Fettes oder Salziges - wecke über den Botenstoff Dopamin vor allem ein gutes Körpergefühl im Hier und Jetzt. "Die Sofortbefriedigung des Körpers ist angenehmer als der Geist, der in Vergangenheit und Zukunft schweift", so die Expertin. Negative Situationen wie Stress, Kummer oder Langeweile werden somit durch Essen einfach zugedeckt, die Auseinandersetzung mit den Gefühlen bleibt erspart.

Alles wäre gut, hätte die Sache nicht einen Haken. "Dopamin stumpft mit der Zeit ab und fordert, dass man bald entweder das Essen wechselt oder statt einer Handvoll Gummibärchen gleich die ganze Packung verschlingt." Mit der Zeit kann sich auch Abhängigkeit vom Essen entwickeln, womit für Bürgel ein möglicher Weg zu Essstörungen beschritten ist.

Den Ursachen negativer Gefühle auf der Spur

Für die Expertin  gibt es zwei Wege, diesem Teufelskreis zu entkommen: Erstens könne man sich auf die Suche nach neuen Dopaminquellen machen. "Das kann Musik sein, aber auch Lachen, Humor und Witze wie etwa Cartoons. Auch Schönheit wirkt aufs Gehirn wie etwa Kunst, Urlaubsbilder oder lachende Kinder am Bildschirmhintergrund. Es hilft, sich mit glücklichen Menschen zu umgeben und sich von ihnen anstecken zu lassen, sowie das Handeln ohne Gegenleistung."

Der nachhaltige Weg sei allerdings, den Gründen negativer Gefühle auf den Grund zu gehen. "Man kann meditieren, Sport betreiben, sich entspannen und damit den Geist durch guten Körperzustand beruhigen. In vielen Fällen ist es darüber hinaus ratsam, sich von außen Unterstützung zu holen, etwa durch einen Coach", rät die Psychologin. (pte)

Kommentar posten
18 Postings
Christoph Karl Steininger
10
25.3.2011, 01:08
Ein Coach, rät die Psychologin.

Nur nicht denken müssen. Da soll man lieber zahlen! Statt einfach blad zu werden, was beim Älterwerden ganz natürlich ist sollen wir lieber was kaufen!
So steigern wir das Bruttosozialprodukt!
Essen tun wir sowieso.

Warum nicht den Leuten ein zusätzliches Schuldgefühl einreden, wenn es so gewinnbringend ist?

das kleine Massnahmenpaket
01
24.3.2011, 16:01
Wer seine Lieblingsspeise isst, versetzt sich dadurch leichter in positive Momente der Vergangenheit.

Genau dies ist die Geschichte, die Marcel Proust erzählt hat. Bildung is halt nimmer so.

Automaton
00
24.3.2011, 21:45
Welches Buch von Proust meinen Sie?

aktionsgemeinschaft für inkontinenzunterwäsche
00
25.3.2011, 10:25

jenseits von gut und böse!

Hypergeutiker
16
23.3.2011, 20:10
Erkenntnis-News-Volksbildung

Erkenntniswert: 0 (in Worten Null). Newswert: 0,1 bis 0,2. Volksbildungswert: 0,3. Auf einer Skala von 0 bis 100.

Standardnormalverteilung
22
24.3.2011, 09:12

Der Artikel ist vielleicht ein bisschen schlecht geschrieben, Tatsache ist aber, daß Fehlernährung ein komplexes Thema ist und das Auftreten davon immer häufiger.
Es schadet also sicher nicht, sich mit dem Thema mehr zu beschäftigen.
Ausserdem geht's da auch um Süchte im Allgemeinen, dem Umgang damit und deren Bewältigung.
Das Problem ist meines Erachtes, dass wir durch die stetig steigenden Anforderungen immer weniger das bekommen, was wir wirklich brauchen und dieses eben immer mehr kompensieren müssen.

mkirni
 
16
23.3.2011, 19:37
University of ???

eine ganz neue Erkenntnis!

Gibt`s kein Archive wo die sog.Forscher als Erstes nachsehen können? Würde jedenfalls viele Forschungsgelder ersparen.

Früher sagte man ganz einfach "Frustfresser" und das ist seit Jahren (Jahrzehnten) bekannt.

Standardnormalverteilung
00
25.3.2011, 08:12

University of Buffalo, siehe Text.
www.buffalo.edu/

das kleine Massnahmenpaket
12
24.3.2011, 15:57

Das glauben die Ihnen nie, dass es vor dem Computer schon eine Wissenschaft gab.

Dr. Viktor Frankenstein
00
23.3.2011, 18:50
Negative Situationen wie Stress, Kummer oder Langeweile werden somit durch Essen einfach zugedeckt

Wieder so eine psychologische Studie die SOOO offensichtliche Ergebnisse als neu verkaufen will.

snake
01
24.3.2011, 12:36

ich denke, es geht nicht darum, uns etwas "ganz neues" zu erzählen, sondern wiederholt und verstärkt zu erinnern und darauf hinzuweisen, dass die frust. und unglücksfresser einfach aber wichtig ihr glück oder ihre erfüllung finden sollen und dabei unterstützt werden sollen, anstatt mit disziplin-diäten gequält und bedroht werden sollen.
das gilt für sie selbst, für die therapeuten und für ihre nähere umwelt.
das leben ist grausam genug. ;)

jowmosc
 
30
23.3.2011, 17:15
Trost mit lieblingsspeise

habe nun auch Appetit auf meine eine Lieblingsspeise gefunden..allerdings habe ich viele davon und glaube nicht an diese Lügenmärchen dass es soetwas geben soll oder müsse,-wichtig ist allerdings,dass diese meldung nun in Wien erfolgte..etwa wie neue cannabissorte in Holland erschienen..ist eben unerreichbar für Menschen die in Wien leben,-immerhin leben wir in Wien..ist doch allen klar was ich meine oder?

ja ja toll,die amerikaner sprechen über lieblingsspeisen..

geh doch mal tiramisu essen in wien..oder torte!

bei uns ist eben immer die Frage ob man sheis ist oder das was es sein sollte.
ja ja,die armen regen sich immer auf..
Man braucht nur quer durch die Innenstadt gehen und kann sich nur verzweifelt die Tortenauswahl ansehen..und wenn m

Standardnormalverteilung
00
24.3.2011, 09:14
hm?

Wollten sie uns irgendwas sagen?
Probieren sie's nochmal, das hier ist sehr wirr und unverständlich... ;-)

jowmosc
 
40
24.3.2011, 00:47
Trost mi

man sich dann doch für eines entscheidet,diese nicht nur ein kleines vermögen kosten,als ob da wirklich etwas erschaffen worden wäre,und dies auch noch so klein und fein ist,als ob die zierlichen damen dabei ihre eitelkeit demonstrieren wollten,sondern es schmeckt auch nicht wie das paradies,was es jedoch sein sollte,-"und auch ne extraportion Schlagobers der Herr?"mmmm..spätestens das 3. mal obers hat so nen unangenehmen Duft darüber-wir sind eben in Wien-der Stadt der reichen,der Stadt wo die Hölle bis nach oben in die Tortengeschäfte stinkt-Neid als Geheimkultur,man will es eben nicht gönnen..das ist alles,andere meinen soetwas nennt man na zie.

da trosts mi ganz getrost

vorallem kosten die Zutaten eben soviel..huch..

jodaflo
 
11
23.3.2011, 15:14
...lachende Kinder am Bildschirmhintergrund...wtf...bewegung und sinnvolle arbeit oder beides!!!

theWatcher14
21
23.3.2011, 13:27
Drum...

...schauen die meisten mittlerweile aus wie die Zuchtsäue.

otto king
16
23.3.2011, 13:25

lecker, die torte brauch ich! mit marillenmarmelade?

Gans im Mond
11
23.3.2011, 13:21
Mahlzeit.

Wofür Dopamin nicht alles herhalten muß. So könnte das eine diplomierte Ernährungsberaterin darstellen, oberflächlich und spekulativ. Psychologen zeichnen sich gerne dadurch aus, daß sie schlecht abgekupfertes Wissen als seichte Unterhaltung verkaufen. Vermehrte Dopamin-Freisetzung bzw. Reuptake-Hemmung dämpfen das Hungergefühl, das sollte einer Ernährungsspezialistin bekannt sein. Dopamin als funktionaler Neurotransmitter stumpft keinesfalls ab, eher Dopaminmangel oder falsche Anwendung (Missbrauch) von Substanzen, welche den Dopaminhaushalt beeinflussen. Nahrungsaufnahme steht am Anfang des Serotonin- Metabolismus und wirkt vorgreifend beruhigend.

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