Rebellen auf der Straße zwischen Ajdabiya und Bengasi.
foto: reuters/esam al-fetori
Demonstrant in Bengasi.
foto: libyan state tv/ap/dapd
Staatschef Muammar al-Gaddafi während seiner Rede Dienstagabend im staatlichen libyschen Fernsehen.
foto: reuters/suhaib salem
Spielzeuggewehre und libysche Flaggen bei einer Demonstration am Dienstag in Bengasi.
NATO nahm Patrouillen vor der Küste auf - Noch keine Entscheidung zu Kommandostruktur
Eine Zusammenfassung des Mittwochs:
Die internationale Militärallianz
gegen Libyens Machthaber Muammar
al-Gaddafi hat nach Angaben der
britischen Armee dessen Luftwaffe vollständig außer Gefecht gesetzt.
Ein ranghoher britischer Offizier sagte am Mittwoch, die libysche
Luftwaffe "existiert als kämpfende Einheit nicht mehr". In der NATO
liefen die Bemühungen um eine Einigung auf die Rolle des Bündnisses
bei dem Militäreinsatz weiter. Eine Einigung gab es vorerst nicht,
die Patrouillen zur Durchsetzung eines Waffenembargos wurden aber
aufgenommen.
Der Vize-Marschall der britischen Luftwaffe Greg Bagwell sagte
beim Besuch eines italienischen Stützpunkts nach Angaben britischer
Medien zudem, Gaddafis Luftabwehrsysteme und Kommandostrukturen seien
so sehr zerstört worden, dass die Flugzeuge der Allianz ohne Gefahr
im libyschen Luftraum operieren könnten. Auch Gaddafis Bodentruppen
würden ständig überwacht und bei drohenden Angriffen auf die
Zivilbevölkerung attackiert.
Die US-Armee teilte mit, Truppen Gaddafis, die von Rebellen
kontrollierte Städte attackieren wollten, würden von Kampffliegern
der Allianz angegriffen. Die internationale Koalition konzentriere
sich bei ihrem Militäreinsatz in Libyen
jetzt auf die
Gaddafi-Streitkräfte außerhalb von Ajdabija und Misurata. Gaddafis
Truppen hätten ihre Attacken auf die zivile Bevölkerung in den beiden
Städten verstärkt, um Rebellen auszuschalten, sagte US-Konteradmiral
Gerard Hueber am Mittwoch.
Nach Angaben eines Sprechers der US-Marine wurden zwischen
Dienstagmittag und Mittwochmittag 97 Lufteinsätze gegen
Kommandozentralen Gaddafis, Luftabwehrstellungen und Panzer geflogen.
Auch dänische Kampfflugzeuge bombardierten "mit enormer Präzision"
erstmals Ziele in Libyen.
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22:50 Uhr: Wir beenden für heute unsere Berichterstattung im Nachrichtenticker. Die Nachlese:
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22:11 Uhr: Die Nachrichtenagentur Reuters hat sich soeben korrigiert. Es wurde kein Anwesen Gaddafis in Tripolis, sondern in Ajdabiyah bei Luftangriffen betroffen.
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21:33 Uhr: Truppen des libyschen Machthabers Muammar
al-Gaddafi haben am Mittwochabend nach Angaben eines Zeugen sowie
eines Rebellensprechers das Hauptkrankenhaus sowie Häuser in der
westlibyschen Stadt Misrata bombardiert. Die Lage in Misrata sei sehr
ernst, sagte der Rebellensprecher der Nachrichtenagentur AFP per
Telefon. Panzer seien dabei, das Hospital und Häuser zu beschießen.
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21:26 Uhr: Nach Berichten des Fernsehsenders Al Arabija
wurde bei Luftangriffen auf Ajdabiyah ein Anwesen von Machthaber
Muammar Gaddafi getroffen.
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20:49 Uhr: Dänische Kampfflugzeuge haben bei ihrem Einsatz
in Libyen in den vergangenen 24 Stunden erstmals Bomben abgeworfen.
Die Bombardements seien "mit enormer Präzision" erfolgt, meldete die
dänische Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf einen Sprecher
der Militärakademie.
Um welche Ziele es sich dabei gehandelt hat und ob diese auch
mit
dem angeblichem Fehlermarginal von zwischen einem und einem halben
Meter getroffen wurden, wollte der zitierte Sprecher, Lars
Cramer-Larsen, aus Gründen der Sicherheit nicht mitteilen.
Der Armeesprecher wiederholte britische Militärangaben, wonach
die
libysche Lufwaffe "zerstört" sei.
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20:43 Uhr: Aus Kreisen nahe des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy wurde verlautet, dass das Lenkungskomitee der Allianz "offen für jedes interessierte Land" sei. Es könnte bereits in den nächsten Tagen seine Arbeit aufnehmen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Die NATO-Staaten konnten sich auch heute nicht auf eine genaue Rolle der NATO bei der Libyen-Intervention einigen.
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20:39 Uhr: Die NATO hat am Mittwoch vor der libyschen
Küste ihre Patrouillen zur Durchsetzung eines Waffenembargos
aufgenommen. Sechs Kriegsschiffe hätten unterstützt von der Luftwaffe
ihren Einsatz im Mittelmeer begonnen, erklärte das Militärbündnis in
Brüssel.
Die Kriegsschiffe hätten sich bereits im Mittelmeer befunden,
indessen die Jagdflugzeuge extra in die Region entsandt worden seien.
Sie sollen Flugzeuge abfangen, die verdächtigt werden, Waffen nach
Libyen zu transportieren. Nach Angaben der NATO sollen die Schiffe
nicht in libysche Hoheitsgewässer eindringen.
Der kanadische NATO-General Pierre St-Amand hatte zuvor in
Brüssel
gesagt, es würden sich sechs Länder mit insgesamt 16 Kriegsschiffen
und U-Booten an der Seeblockade beteiligen. Die 28
NATO-Mitgliedsstaaten hatten am Dienstag beschlossen, den Einsatz zur
Durchsetzung des Waffenembargos zu übernehmen. Da die deutsche
Regierung eine Beteiligung der Bundeswehr am Militäreinsatz in Libyen
ausgeschlossen hatte, wurden vier deutsche Schiffe aus NATO-Verbänden
im Mittelmeer abgezogen.
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20:29 Uhr: Aus Tripolis wird noch immer von Kampfhandlungen berichtet. "Wir hörten zuerst vier Explosionen, nach fünf Minuten vier weitere", sagte ein Bewohner aus dem Osten der Stadt der Nachrichtenagentur Reuters.
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20:09 Uhr: Die internationale Koalition konzentriert
sich bei ihrem Militäreinsatz in Libyen jetzt auf die Streitkräfte
von Machthaber Muammar al-Gaddafi außerhalb von Ajdabija und
Misurata. Gaddafis Truppen hätten ihre Attacken auf die zivile
Bevölkerung in den beiden Städten verstärkt, um Rebellen
auszuschalten, sagte US-Konteradmiral Gerard Hueber am Mittwoch.
Er ist einer der führenden Kommandeure auf der US-Seite bei der
Militäroperation. "Als ein Ergebnis setzen wir Gaddafis Kräfte unter
Druck, die diese Zivilisten angreifen."
Gaddafis Bodentruppen führten auch Angriffe "in einer Reihe"
anderer Städte durch und brächten dadurch unschuldige Zivilisten in
"ernste Gefahr", schilderte Hueber weiter. Die Koalition konzentriere
ihre Attacken unter anderem auf motorisierte Einheiten Gaddafis,
Boden-Luft-Raketenstellungen und darauf, Kommunikationslinien zu
kappen. Gaddafis Luftwaffe sei nicht mehr einsatzfähig.
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19:27 Uhr: Die NATO-Staaten haben sich heute nicht auf eine NATO-Führung bei der Militärintervention in Libyen verständigen können, berichtet ein Diplomat der Nachrichtenagentur Reuters.
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19:15 Uhr: Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin
hat am Mittwoch seine Kritik am internationalen Militäreinsatz in
Libyen erneuert. "Wie kann man Maßnahmen einsetzen, die das Leiden
der Zivilisten verschärfen, wo das Ziel ist, die Zivilbevölkerung zu
schützen?", sagte Putin bei einem Besuch in Belgrad.
"Es gibt dort einen Bürgerkrieg, es gab den Vorschlag zu einer
Flugverbotszone, um zu verhindern, dass Gaddafi seine Gegner
angreift. Das Ziel war fair, doch was sehen wir heute? Angriffe auf
das Territorium des gesamten Landes", sagte der russische
Regierungschef weiter.
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19:12 Uhr: Ein Sprecher des Rebellen-Rates sagte, beim
Beschuss der Stadt Zintan durch Gaddafi-Truppen seien sechs
Zivilisten getötet worden. In Misrata hätten Heckenschützen am
Mittwoch 16 Leute getötet.
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18:45 Uhr: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die
libysche Führung erneut zum sofortigen Ende aller Gewalt im eigenen
Land aufgerufen. In einer Erklärung vom Mittwoch ermahnte Ban alle
Parteien, sich an die Resolutionen 1970 und 1973 des Sicherheitsrates
zu halten. Mit ihnen waren Sanktionen gegen Staatschef Muammar
al-Gaddafi und seinen Clan sowie ein Flugverbot über Libyen verhängt
worden.
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18:29 Uhr: Die Beteiligung an dem Militäreinsatz in
Libyen sorgt in den USA weiterhin für innenpolitischen Streit. Vor
allem oppositionelle Republikaner werfen US-Präsident Barack Obama
zunehmend vor, seine Ziele für die Mission nicht klar genug
darzustellen, wie das "Wall Street Journal" am Mittwoch berichtete.
Vermehrte Kritik lösen auch die hohen Kosten für den Einsatz
aus.
Allein die bisher auf libysche Ziele abgeschossenen Tomahawk-Raketen
haben einen Wert in dreistelliger Millionenhöhe. Mit dieser Ausgabe
habe sich das von hohen Staatsschulden geplagte Land übernommen,
sagte der republikanische Abgeordnete Ron Paul aus Texas. Der Einsatz
könnte so teuer werden, dass die US-Regierung den Kongress bald um
weitere Mittel bitten könnte, schrieb die Zeitung weiter.
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18:04 Uhr: Die russische Staatsduma hat einen Stopp der Angriffe der Allianz gefordert und zu einem Dialog aufgerufen. Es dürfe "keine weiteren zivilen Opfer geben", heißt es in diesem Beschluss.
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17:34 Uhr: Die von Frankreich angekündigte Kontaktgruppe
für die internationalen Luftangriffe in Libyen trifft sich erstmals
zu Beginn der kommenden Woche. Die Gruppe komme am Dienstag in London
zusammen, teilte der französische Außenminister Alain Juppe am
Mittwoch mit. An dem Treffen nähmen alle an dem Militäreinsatz
beteiligten Staaten sowie die Afrikanische Union und die Arabische
Liga teil. Der Termin solle zeigen, "dass die politische Führung des
Einsatzes nicht bei der NATO, sondern bei der Kontaktgruppe liegt",
betonte der Außenminister.
"Wir betrachten diesen Einsatz als einen Einsatz der Vereinten
Nationen", sagte Juppé in Paris. An der Koalition seien europäische,
nordamerikanische und arabische Länder beteiligt. Nachdem zunächst
die USA "in enger Verbindung mit den Franzosen und den Briten" das
Kommando gehabt hätten, sollten nun "die NATO und zugleich die
Europäische Union" die Führung übernehmen, sagte der französische
Außenminister.
Die NATO sei für die Planung und die Einsatzführung zuständig,
die
EU "für alles, was das humanitäre Handeln angeht". Frankreich hatte
zuvor darauf beharrt, dass die NATO nicht die politische Führung über
den internationalen Einsatz übernehmen solle.
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17:10 Uhr: US-Admiral Hueber meinte, dass die Streitkräfte Gaddafis weiterhin gegen die UN-Resolution 1973 verstoßen würden - obwohl das Regime gestern erneut eine Waffenruhe ausrief.
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17:05 Uhr: Der US-amerikanische Außenminister Robert Gates ist gerade zu Besuch in Kairo. Dort sagte er, dass niemand den Ausgang der Kampfhandlungen in Libyen voraussehen könne.
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17:01 Uhr: Nähere Details vom britischen Chef der Luftstreitkräfte, Greg Bagwell:
Die Piloten der britischen Kampfflugzeuge konzentrierten nun sich
zunehmend auf die Geschehnisse am Boden. "Wir haben ein Auge auf die
unschuldigen Menschen in Libyen und stellen sicher, dass sie nicht
angegriffen werden", sagte Bagwell. "Wir halten die libyschen
Bodentruppen unter ständiger Beobachtung und wir greifen sie an, wann
immer sie Zivilisten bedrohen oder sich besiedelten Zentren nähern."
Nach Bagwells Angaben haben die Alliierten in den vergangenen
Tagen 300 Einsätze über Libyen geflogen und 162
Tomahawk-Marschflugkörper abgefeuert.
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16:47 Uhr: Die Lage im umkämpften Misrata ist weiterhin unübersichtlich. Die Kämpfe dauern Berichten zufolge weiterhin an, wir wollen keine falsche Wasserstandsmeldung abgeben.
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16:44 Uhr: Das Video von Al Jazeera zur heute von den Rebellen präsentierten Interimsregierung:
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16:26 Uhr: Die libysche Luftwaffe ist laut Greg Bagwell, einem ranghohen Militär der britischen Luftstreitkräfte, zerstört. Die alliierten Flieger könnten nun ungestraft über den libyschen Luftraum fliegen und Bodentruppen Gaddafis attackieren, wo auch immer sie Zivilisten gefährden würden.
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16:16 Uhr: Die libyschen Rebellen wollen nach Informationen des Guardian einen eigenen, unabhängigen Fernsehsender mit Sitz in Katar starten.
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15:59 Uhr: Silvio Berlusconi will Muammar Gaddafi zu einem Gang ins Exil überreden, berichtet die italienische Zeitung La Repubblica. Der italienische Ministerpräsident zeigte sich bereit, nach einem Waffenstillstand nach Tripolis zu reisen. Um Gaddafis Einlenken zu erwirken, schlug Berlusconi vor, dem libyschen Machthaber eine Art "Schutzbrief" auszustellen, mit dem er nicht wegen Menschenrechtsverbrechen vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag landen würde.
15:40 Uhr: David Cameron, britischer Premier, sagt, dass Kuwait und Jordanien "logistisch" an der Militäroperation teilnehmen werden. Dies meldet Al Jazeera.
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15:14 Uhr: Der Übergangsrat hat übrigens auch eine Website, hier mal wieder der Link.
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13:56 Uhr: Die Aufständischen
haben den Ökonomen Mahmoud Jabril in Benghazi zum Chef einer
provisorischen Regierung ernannt. Das berichtete der TV-Sender
Al-Jazeera am Mittwoch. Bisher hatten die Gegner von Machthaber
Muammar al-Gaddafi diesen Schritt hinausgezögert, um nicht den
Eindruck zu erwecken, das Land spalten zu wollen.
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13:27 Uhr: Die EU-Staaten haben am Mittwoch in Brüssel eine
Ausweitung der Sanktionen gegen das Regime des libyschen Machthabers
Muammar al-Gaddafi beschlossen. Auch die "National Oil Company/NOC"
ist enthalten, sagten Diplomaten. Die Guthaben der Ölgesellschaft
sowie "mehrerer Tochterfirmen" in Europa sollen demnach eingefroren
und Geschäftsbeziehungen verboten werden. Die NOC ist unter anderem
Partner der Ölgeschäfte der österreichischen OMV in Libyen.
***
13:05 Uhr: Bei Angriffen der Gaddafi-Truppen auf die mittellibysche Hafenstadt Misrata sind in der
Nacht auf Mittwoch nach Medienberichten 14 Menschen getötet worden.
23 weitere Menschen seien bei den Kämpfen in der drittgrößten Stadt
des Landes verletzt worden, berichtete der arabische Fernsehsender
Al-Jazeera unter Berufung auf Gaddafi-Gegner. Gegen Mittag haben
Gaddafis-Truppen den Panzer- und Artilleriebeschuss der Stadt
eingestellt, berichteten Augenzeugen.
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12:32 Uhr: Zur Mittagsstunde ein kleiner Blick in den internationalen Blätterwald, konkret nach Warschau, Polen. Die "Gazeta Wyborcza" schreibt heute: "Der Iran profitiert stark vom arabischen Völkerfrühling. Der
ehemalige Präsident Ägyptens, Mubarak, gehörte zu den führenden
antiiranischen Politikern in diesem Teil der Welt. Gaddafi mag die
Iraner auch nicht - neues Libyen wird mit Sicherheit nicht
antiiranischer (als das alte Regime) sein. Libysche Geheimdienste,
die dem Westen beim Kampf gegen den von Teheran finanzierten
Terrorismus halfen, werden dem Iran nicht mehr in die Suppe spucken.
Saudi-Arabien, das mit strenger Hand von der sunnitischen
Königsfamilie regiert wird, hat panische Angst vor wachsenden
Einflüssen iranischer Ayatollahs. (...) Die Welt setzt darauf, dass
Gaddafi die Macht verliert und die Libyer über ihr Schicksal selbst
entscheiden können. Der Westen kann aber die große Auseinandersetzung
nicht ignorieren, die gleichzeitig stattfindet: es geht darum, ob der
Iran zur regionalen Großmacht wird."
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12:30 Uhr: Das Wall Street Journal bringt eine Reportage über Angst und Schrecken in Tripolis.
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12:25 Uhr: Ein Blick nach Frankreich: "Super-Sarko" ließ sich Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy vor der Präsidentschaftswahl 2007 nennen, danach war von Super nicht mehr viel zu hören. Jüngst preschte der Herr des Elysées in Sachen Libyen vor, ließ seine Jets am Samstag als erste starten. Viel wird dieser Tage über die präsidentiale Großmannssucht diskutiert, ein Zusammenhang mit den "Présidentielles" 2012 hergestellt. Alles Humbug, sagt Dominique Moisi dem Londoner Guardian. Der Gründer des Französischen Instituts für Internationale Beziehungen (Illfri) hält die Vorgehensweise Sarkozys für die einzig richtige Option.
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12:10 Uhr: Zwei Militärstützpunkte im Osten von Tripolis sollen am Vormittag unter alliierten Beschuss geraten sein. Getroffen wurden die Stellungen der Luftabwehr in
Ain Zara sowie ein Militärgelände im Viertel Al-Usta Milad. Neben diesem
Militärgelände sei das Haus einer Familie getroffen worden. Mehrere
Familienmitglieder seien ums Leben gekommen, sagte einer der Anwohner laut Spiegel Online.
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12:08 Uhr: Militärstratege Gerald Karner ist noch bis 13 Uhr im derStandard.at-Chat. Fragen? Stellen!
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11:27 Uhr: Der Nachrichtensender Al Arabija zitiert das libysche Staatsfernsehen, wonach Dänemark mit seiner Beteiligung an den Luftschlägen "den Islam auslöschen" wolle. Das Gaddafi-Sprachrohr spielt damit auf die Affäre um die umstrittenen Mohammed-Karikaturen an. Das kleine Königreich im Norden steht seither im Fokus islamistischer Extremisten, Gaddafis Regime bläst nun in das selbe Horn wie jene, die es zu bekämpfen stets vorgab.
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11:16 Uhr: Die Londoner Daily Mail hat mehr Informationen zum abgestürzten US-Flugzeug. Ein US-Kommando, das zur Bergung der beiden abgesprungenen Piloten eilte, nahm demnach Dorfbewohner unter Beschuss. Die Libyer hätten die Amerikaner nur begrüßen wollen, heißt es. Einem Buben droht wegen seiner Wunden die Amputation eines Beins.
10:44 Uhr: In einem lesenswerten Kommentar auf Al Jazeera äußert die friedensbewegte US-Wissenschafterin Phyllis Bennis die Befürchtung, die internationalen Luftschläge könnten den "arabischen Frühling" eher gefährden als befügeln.
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10:10 Uhr: Das US-Fernsehen ABC hat ein Exklusivinterview mit Hillary Clinton:
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09:24 Uhr: Die Niederlande unterstützten ab sofort die internationale Libyen-Streitmacht mit sechs F-16-Kampfflugzeugen, einem Tankflugzeug sowie einem Minensuchboot. Insgesamt sollen rund 200 Angehörige von Luftwaffe und Marine der
Niederlande an den NATO-Operationen teilnehmen. Die F-16 sollen vor allem Marineschiffe von
NATO-Partnern im Mittelmeer beschützen. Sie können aber auch zur
Durchsetzung der Flugverbotszone angefordert werden. Der
Militäreinsatz diene dem Schutz der libyschen Bevölkerung vor
Angriffen der Gaddafi-Truppen, betonte Rutte: "In Libyen werden
unschuldige Bürger bombardiert. Es ist höchste Zeit. Bis hier hin und
nicht weiter."
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Was in der Nacht geschah:
Trotz der Angriffe der internationalen Streitmacht gibt sich Gaddafi siegessicher. In einer in der vom staatlichen TV übertragenen Rede versprach er vor einer kleinen Schar jubelnder Anhänger, die Angreifer zurückzuschlagen. Sein Land sei "zum Kampf bereit", auch wenn er lange dauern werde. "Wir werden nicht aufgeben. Wir lassen uns nicht terrorisieren. Wir
werden sie auf jeden Fall besiegen, auf kurz oder lang", sagte Gaddafi
bei einer Rede in seiner am vergangenen Sonntag bei einem Luftangriff
schwer beschädigten Kommandozentrale in Tripolis. Er forderte die
islamischen Staaten auf, sich dem Kampf anzuschließen. "Alle
muslimischen Armeen müssen sich an der Schlacht gegen die Kreuzfahrer
beteiligen".
Nach Informationen der US-Regierung lässt er jedoch schon Optionen für einen möglichen Abgang ins Exil ausloten. Nach Angaben von US-Außenministerin Hillary Rodham Clinton lässt Gaddafi bereits Möglichkeiten für eine
Zukunft außer Landes prüfen. "Wir haben von Leuten aus seinem Umfeld
gehört, die mit Menschen, die sie überall auf der Welt kennen, Kontakt
aufnehmen", sagte sie dem US-Sender ABC. Dabei würden dann Fragen
gestellt wie "Was machen wir? Wie kommen wir aus der Sache raus? Was
passiert als nächstes?" Zwar habe sie keine Informationen, dass Gaddafi
selbst entsprechende Kontakte aufgenommen habe, "aber ich weiß, dass
Leute angeblich in seinem Namen die Fühler ausstrecken", sagte die
Außenministerin.
Ban: Libyen hat erneut Waffenstillstand erklärt
Noch vor der ersten öffentlichen Rede Gaddafis seit einer Woche hatte UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon erklärt, Libyen habe erneut einen Waffenstillstand angekündigt. Ban berichtete am Dienstagabend in Tunesien auf einer Pressekonferenz, der libysche Ministerpräsident Al-Baghdadi Ali al-Mahmoudi habe ihn angerufen und darüber informiert.
Nato übernimmt Führungsrolle
Unterdessen soll die NATO im weiteren Verlauf des Militäreinsatzes nun wohl doch eine Führungsrolle übernehmen. Nach Angaben des stellvertretendenden Nationalen Sicherheitsberaters der USA, Ben Rhodes, stimmen US-Präsident Barack Obama, sein französischer Kollege Nicolas Sarkozy und der britische Premierminister David Cameron darin überein, "dass die NATO eine Schlüsselrolle in der Kommandostruktur spielen soll".
"Wir glauben, dass die NATO gewisse Kommando- und Kontrollfähigkeiten hat, die tatsächlich sehr nützlich sind, jetzt, da die Allianz voranschreitet, da wir in eine andere Phase eintreten", sagte auch der Sprecher des US-Außenministeriums am Dienstag in Washington. Welche Rolle die NATO genau haben werde, bleibe Gegenstand fortlaufender Diskussion, ergänzte er. US-Außenministerin Hillary Clinton kündigte einen raschen Kommandowechsel an. "Ob es bis Samstag geschieht oder nicht, hängt von der gemeinsamen Bewertung durch unsere militärischen Kommandanten mit den Alliierten und Partnern ab", sagte sie dem US-Sender ABC. Wer die Führungsrolle von den Amerikanern übernehmen werde, sei noch offen, aber die NATO werde klar eine Rolle an der Front haben.
NATO beginnt mit Marine-Einsatz
Nach langem Zögern begann die NATO am Dienstag mit einem Marine-Einsatz zur Umsetzung des vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen Waffenembargos gegen Libyen. Die deutsche Bundesregierung, die sich nicht aktiv an einem Militäreinsatz gegen Libyen beteiligen will, zog deshalb alle deutschen Kräfte aus den Bündnisoperationen im Mittelmeer ab.
Journalisten und Fotografen kamen frei
Ein Reporter des Senders berichtete von Artillerieangriffen der Regierungstruppen auf die Stadt Ajdabiya. Unterdessen kamen in der Nacht zum Mittwoch zwei von der libyschen Armee festgehaltene Journalisten der französischen Nachrichtenagentur AFP und ein amerikanischer Getty-Fotograf frei. Wie AFP weiter meldete, ist unter den Freigelassenen auch der deutsch-kolumbianische Fotograf Roberto Schmidt. Die drei Journalisten waren am Samstag im Osten Libyens von Soldaten verschleppt worden. Nach Angaben von Reporter ohne Grenzen werden in Libyen noch vier weitere Journalisten des arabischen Senders Al-Jazeera festgehalten. (flog/flon/mka/derStandard.at, Reuters, APA)
Rebellen nehmen Soldaten als Geiseln - NATO übernimmt Kommando zum Schutz des UNO-Flugverbots - VAE beteiligt sich an Libyen-Einsatz - Sarkozy droht arabischen Gewaltherrschern
Nato einigt sich doch noch auf Übernahme des Kommandos - AU will mit Regierung und Rebellen sprechen - Medwedew ruft Obama an - Rebellen: Zentrum von Misrata eingenommen - Franzosen schießen Kampfjet ab
USA erkennen Waffenstillstand nicht an - Erneut Luftangriffe in Tripolis - Gebäude in Gaddafis Residenz zerstört - Nato streitet über Einsatz - Arabische Liga kritisiert Angriffe
Gaddafi-Truppen drängen Rebellen zurück - USA kappen Beziehungen zu Gaddafi - EU-Parlament fordert Anerkennung des Rebellenrats - Frankreich hat Rat bereits anerkannt - Niederländische Soldaten sollen freikommen
Auch lokaler Rebellenführer getötet - Rebellen nehmen Ras Lanuf ein, Regierung dementiert - Erneut heftige Gefechte um Ölhafen Brega - Interpol warnt vor Gaddafi-Familie
US-Präsident kündigt Luftbrücke an - Internationaler Strafgerichtshof ermittelt gegen Gaddafi - Rebellen lehnen Gespräche mit Gaddafi ab - EU-Sanktionen offiziell in Kraft
Gegenregierung in Bengasi gebildet - Saif Gaddafi: Regimegegner sind Terroristen - Kairos Al-Azhar-Universität ruft Regierungssoldaten zur Befehlsverweigerung auf - London, Berlin, Rom und Ankara verständigen sich auf Maßnahmen
Erneuter TV-Auftritt Gaddafis - Ban fordert vom UN-Sicherheitsrat Maßnahmen - UN-Vizebotschafter: Tausende Tote bei Protesten - 200 Söldner von Aufständischen getötet - NATO will nicht eingreifen, auch Flugverbot "zu früh" - USA und EU verhängen Sanktionen
Zehntausende vor Racheakten auf der Flucht - Gaddafi klammert sich an seine Macht - Ex-Justizminister: Gaddafi gab Befehl für Lockerbie-Anschlag - Mindestens 640 Tote - EU bereitet Sanktionen vor
Kein Mensch regt sich auf, wenn der verlogene Westen die Resolution verdreht
"Nach Berichten des Fernsehsenders Al Arabija wurde bei Luftangriffen auf Ajdabiyah ein Anwesen von Machthaber Muammar Gaddafi getroffen"
Das hat zwar mit der Resolution ueberhaupt nichts zu tun (diese erlaubt nur die direkte Gefahr eines Angriffs auf Zivilisten) und ist somit illegal, aber Spass hat es gemacht, und das ist das wichtigste.
Jeder der ein Gaddafi-Bild unter dem Bett hat ist eine potentielle Gefahr und muss deshalb erschossen werden. Das Anwesen von Gaddafi gehoert dazu. Dass es sich um Zivilisten handelt ist in diesem Zusammenhang unwichtig.
Der verlogene Westen hat NICHT den Auftrag Zivilisten zu schonen. Sie koennen soviele Zivilisten umbringen wie sie wollen um die Zivilisten zu retten.
Die Republikaner wollen weniger ausgeben. Obama will weiter bombardieren.
"Allein die bisher auf libysche Ziele abgeschossenen Tomahawk-Raketen haben einen Wert in dreistelliger Millionenhöhe. Mit dieser Ausgabe habe sich das von hohen Staatsschulden geplagte Land übernommen, sagte der republikanische Abgeordnete Ron Paul aus Texas."
Bei Bush habe sie es nicht gesagt. Das kann folgende Gruende haben:
1. Neid am "Erfolg", dass Obama das Spiel spielt
2. Echte Sorge ums Geld (typisch Republikaner)
3. Haetten es auch Bush sagen wollen - durften nicht
4. Wollen nicht, dass die neuen Auftraege an ihren Freunden vorbeigehen
Was ja viele nicht wissen: Unser geliebter Diktator ist wie Leonardo ein Multitalent gewesen. Neben der ausgezeichneten strategischen Aufstellung und Ausrüstung der Flugabwehr, hat er auch ein Auto konstruiert. Ob das Navi mit der beruhigenden Stimme von Gaddafi ausgestattet wurde, konnte noch nicht betätigt werden. "Rocket" heißt das Ding - da würde sein eigentlicher Wunsch wohl substituiert.
Libyscher Staatschef als Auto-Designer
Gaddafi stellt "Auto der Zukunft" vor
http://www.spiegel.de/auto/aktu... 19,00.html
Auch hat der Fahrer ein gutes Cockpit, das ihn vom Front-Passagier absetzt. Die Motorisierung mit 230PS ist eher gering, aber es soll ja auch kein Sportwagen sondern ein Familienauto sein.
Vier Millionen Entwicklungskosten (2 Millionen pro Protptyp) sind sehr gering.
Mir gefaellt das Auto, obwohl mir das Heck zu Boot-aehnlich ist.
Wenn Gaddafi das Auto wirklich wie geplant in Libyen (!) bauen wird, dann hat er seiner Wirtschaft einen neuen Bereich erschaffen.
Mir gefällt es auch, und mein Sohn will eines haben, und zwar in Schwarz.
Ich bin ja auch diktatorisch veranlagt und habe auch ein Auto gebaut (allerdings noch nicht in echt); das schaut allerdings ganz anders aus. Aber die Kreativität meines Freundes Muammar gefällt mir.
The große Führer des libyschen Volkes entwirft ein Auto, dass so um die zwei Millionen Euro kosten soll. Wenn das nicht sowas von absurd ist ! Aber vielleicht hatte er ja geplant, jedem seiner Bürger ein solches zu schenken, wer weiss.
Wie daneben er war zeigt, dass er von dem Wagen bei einem Verkaufspreis von 50.000 Euro eine Tagesproduktion von 500 Einheiten erreichen wollte. Das wäre die Hälfte von der E Serie von Mercedes weltweit.
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