Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Die Überlebensphase von Lawinenopfern in Kanada ist kürzer
Bozen - Für das Überleben von Menschen, die von einer Lawine verschüttet werden, zählt jede Minute, in der sie Kollegen oder Rettungsdienste früher wieder freibekommen. Wie lange man noch gute Überlebenschancen hat, ist jedoch von Land zu Land verschieden. In der Schweiz beträgt dieses Zeitfenster 18 Minuten, in Kanada hingegen nur zehn, berichten Forscher der Europäischen Akademie Bozen EURAC im "Canadian Medical Association Journal". Analysiert wurden dazu 1.200 Lawinenverschüttungen in der Schweiz und Kanada seit 1980.
Klima spielt mit
"Der Unterschied dürfte auf die Schneebedingungen zurückgehen, die an Kanadas Westküste anders sind als in den kontinental geprägten Alpen", erklärt EURAC-Leiter Hermann Brugger. Die feuchte Meeresluft, die der Pazifik den Regionen östlich des kanadischen Vancouvers bringt, macht den Schnee dichter und schwerer. Der Erstickungstod in einer Lawine kommt somit schneller als bei trockenem, kalten Schnee. "Man kann jedoch annehmen, dass auch in den Alpen im Frühjahr bei entsprechender Witterung ähnliche Bedingungen herrschen", so der Südtiroler Bergrettungsarzt.
Doch auch noch viele andere Faktoren bestimmen, wie es um die Chance von Lawinenverschütteten steht. "Vor allem stellt sich die Frage nach den Verletzungen. In gefährlichem Gelände, also etwa bei Bäumen oder bei starken Gefällen oder vertikalen Abstürzen, ist die Traumarate sehr hoch." Verletzte Verschüttete überleben oft auch die ersten zehn Minuten nach Lawinenabgang nicht. Während man als Schifahrer oder Tourengeher gegen Verletzungen kaum vorsorgen kann, verbessert eine gute Sicherheitsausrüstung - Brugger sieht auch den Airbag als deren fixen Bestandteil - die Erstickungsgefahr.
Kanadier sind bessere Kameraden
Wenn es um die Dauer der Rettung geht, hat Kanada im Ländervergleich die Nase eindeutig vorne. Nach 18 Minuten gelingt die Freilegung im Schnitt, während Schweizer fast doppelt so lange benötigen. "In Kanada sind die meisten Tourengeher mit Berg- und Schiführern unterwegs, Heliskier sind zudem bestens organisiert und werden stets von einer Rettungsmannschaft begleitet." Volle Ausrüstung sei selbstverständlich, zudem wisse man eher, dass sie im wilden Gelände nur auf sich selbst gestellt sind. "In Kanada leistet man sich deshalb mehr Kameradschaft, während wir uns zu oft auf organisierte Rettung verlassen."
Technisch sei die Lawinenrettung bereits voll ausgereift und Weiterentwicklungen seien kaum mehr denkbar, gibt der Experte zu bedenken. "Um jemanden aus zwei Meter tiefem Schnee innerhalb der 18 Minuten auszugraben, ist die gute Grundausrüstung des Begleiters unabkömmlich. Schafft man die sofortige Befreiung nicht, ist die Chance später nur mehr gering."
Gutes Notarzt-System in den Alpen
Zumindest die Überlebenschance derer, die erst 35 Minuten nach der Verschüttung geborgen werden, ist in der Schweiz höher als in Kanada. "In den Alpen gibt es ein hoch entwickeltes medizinisches Rettungssystem mit Helikoptern und Notärzten, über das Kanada nicht verfügt. Zudem sind hierzulande die Distanzen wesentlich geringer", so der Experte. Allein darauf sollte man sich jedoch nicht verlassen - liegt doch die Überlebenschance nach 35 Minuten nur mehr bei 20 Prozent. (pte)
Um Stürze zu verhindern und im Notfall zu helfen, entwickelten Forscher der TU Wien einen neuen Pflegeroboter
Die meisten Grill-Unfälle lassen sich durch einfache Sicherheitsvorkehrungen vermeiden - Experten geben Tipps
Das Risiko, bei einer Autokollision zu sterben, steigt bei Fettleibigen um 51 Prozent - Häufiger Verletzungen im Brustbereich
Knieband- und Wirbelverletzungen sind häufig - 6,7 Millionen Euro offene Auslandsforderungen
Eine Untersuchung des umstrittenen Getränks ist in Planung - Die Rezepte sollen ernährungsphysiologisch optimiert werden
Jeder dritte fehlsichtige Fahrzeuglenker verzichtet auf Brille oder Kontaktlinsen
Schon geringe Wassertiefen von zehn bis 20 Zentimetern können Kindern zum Verhängnis werden
Jährlich gibt es in Österreich etwa 1.000 Unfälle durch Feuerwerkskörper, die mitunter folgenschwer enden
Nicht immer lässt sich der Grund einer Chronifizierung verifizieren - Verkehrsunfallprävention als Schwerpunkt auf Orthopädiekongress in Berlin
Umgebaute Werbekästen sollen Herztod verhindern - Schnelle Erste Hilfe entscheidend
Wiener Marktamt beanstandete heuer vorerst nur eine Probe - Wegen fehlerhafter Kennzeichnung
Bisher dauerte der Nachweis von Cyaniden im Blut bis zu einer Stunde und war nur im Labor möglich- Der neue Test dauert rund zwei Minuten, lediglich ein Tropfen Blut ist notwendig
Arsen sei "keine intelligente Art", jemanden zu vergiften, meint Rainer Schmid, Toxikologe an der MedUniWien, im Zusammenhang mit dem Tod zweier Männer
Bergsport ist Risikosport - mit Potenzial für Gesundheit, Gemeinschaft und Erlebnis
Unverzügliche Hilfe vor Ort kann der Tourenpartner leisten - Verschüttete selbst sollten nur einen Befreiungsversuch wagen
Fast 50.000 Schüler verletzten sich im vergangenen Schuljahr - AUVA gibt Tipps zur Unfallvermeidung
Das Trendgetränk stellt für Kleinkinder eine Gefahr dar
Schon eine Dosis Amatoxin kann tödlich sein - Blut und Organe müssen schnell davon befreit werden
Staubdicht verpackt und zur Wundversorgung geeignet muss ein Verbandskasten sein
Ich hätte gerne folgenden Fall kennengelernt:
1) Lawine
2) Kameraden finden Verschütteten
3) Nichts ist passiert, Rettung wird gar nicht informiert
Besonders wäre ich an einer Befreiung interessiert, die ohne LVS nicht geklappt hat (sprich: gänzlich verschüttet).
Bitte unter Angabe von Zeit und Ort
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.