derStandard.at-Interview

"Digitalität beeinflusst Großteil unseres Lebens"

23. März 2011, 11:25
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    foto: sime

    Martin W. Drexler (links) und Rupert Schäfer.

Die Initiatoren Martin W. Drexler und Rupert Schäfer über Pläne und Ziele der SIME Vienna Conference am 28. April in Wien

Das internationale Konferenzformat SIME macht erstmals in Wien Station - und zwar am 28. April in der Ottakringer Brauerei. Zum Thema "Brewing the Digital Century" werden 30 internationale Speaker referieren. Rupert Schäfer und Martin W. Drexler, Mitinitiatoren der Veranstaltung, erzählen Oliver Mark im derStandard.at-Interview von ihren Erwartungen und warum Wien im Vergleich mit dem skandinavischen Raum digitale Impulse gut brauchen kann.

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derStandard.at: Die SIME Vienna Conference findet erstmals in Wien statt. Was erwarten Sie sich von der Konferenz?

Schäfer: Wir freuen uns mit SIME eine neue Veranstaltung in Wien zu etablieren, digitale Themen zu platzieren, neue Freunde und Geschäftspartner kennen zu lernen und zusammen zu führen. Mit SIME Vienna wollen wir den Gedankenaustausch der digitalen Vordenker anregen und "Best Cases" präsentieren.

Drexler: Gebraut nach dem strengen SIME Conference-Reinheitsgebot erwarten wir uns durch diesen für Wien maßgeschneiderten SIME Vienna Conference-Mix aus Gästen, SprecherInnen, Themen und Workshops ein hervorragendes Resultat mit einem eleganten, lang anhaltenden Nachgeschmack für alle Beteiligten. Das dementsprechende Interesse, sowohl von der heimischen Zielgruppe her als auch von interessierten Sponsoren und Partnern, ist für diese Konferenz überraschend groß, was uns von der Richtigkeit dieser Veranstaltungsidee für Wien, für Österreich überzeugt.

derStandard.at: SIME steht für Scandinavic Interactive Media Events. Warum wurde Wien als Standort für die nächste Konferenz auserkoren?

Drexler: Wien ist zu verschiedensten Themenbereichen die führende Konferenzstadt der Welt. In Sachen digitaler Medien herrscht hier allerdings ein enormer Nachholbedarf. Hier kann sich Wien, nach wie vor als bestehende Brücke zwischen Ost und West, nun auch zukunftsorientierte Brücke zwischen analog und digital, zu einer pulsierenden wie tonangebenden Medienstadt mitten in Europa nachhaltig positionieren, denn "digital" bedeutet mehr denn je Zukunft. Und hier will und kann die SIME Vienna Konferenz einen deutlichen Input dazu liefern.

derStandard.at: Was kann Österreich in punkto Digitalisierung, Vernetzung von Schweden oder Norwegen lernen? Wo gibt es Nachholbedarf?

Drexler: Am Beispiel Schweden: dieses Land hat nur etwas mehr Einwohner als Österreich, ist uns aber auch im digitalen Bereich von den Innovationen, den Unternehmen und Investoren (zum Beispiel Niklas Zennström mit Atomico) bis hin zu neuen digitalen Werbeformen um Jahre voraus. Schweden beziehungsweise der skandinavische Raum gehen einfach spielerisch und offener mit selbst gewählten oder gestellten Aufgaben um. Dort ist man auch zu den wichtigen Zukunftsthemen einfach ungleich positiver, offener und teamorientierter unterwegs als in Österreich. Das ist deren entscheidender Vorteil. Hier können wir einfach nur neidlos und schnell lernen.

Schäfer: Unsere skandinavischen Nachbarn haben früh erkannt, dass als bevölkerungsschwaches Land eine frühe internationale Ausrichtung von Geschäftsmodellen essentiell für nachhaltigen Erfolg und Wachstum ist. Zusätzlich haben diese Länder stark in digitale Technologien und Infrastruktur investiert und somit ein Fundament und Umfeld für neue Geschäftsmodelle gelegt. In nur wenigen Ländern Europas findet man eine derartige hohe Internetnutzung. Die Offenheit gegenüber Technologie und die starke internationale Ausrichtung sind unter anderem der Grund für die vielen erfolgreichen digitalen Geschäftsmodelle - Spotify, Skype, Angry Birds, Tradedoubler, Stardoll - um nur einige Beispiele zu nennen.

derStandard.at: An welche Zielgruppe richtet sich das Programm der Konferenz?

Schäfer: SIME präsentiert aktuelle digitale Themen, zeigt Trends und bringt diese einem breiten Publikum aus Marketingentscheidern, Unternehmern, Führungskräften verständlich näher. Digitalität beeinflusst einen Großteil der Bereiche unseres Lebens - SIME zeigt, welche neuen Geschäftsmodelle und Herausforderungen hiermit entstehen, welchen Trends man folgen sollte, und welche Lösungen zu beachten sind, um auch in Zukunft nachhaltig und erfolgreich wirtschaften zu können.

derStandard.at: Was nehmen die Teilnehmer nach einer SIME-Konferenz an Inspiration und "digital opportunities" mit?

Drexler: Aktuelle Informationen und internationale Trends direkt aus erster Hand, Einblicke in erfolgreiche digitale Umsetzungs- und Business-Strategien und wichtige Kontakte zu denjenigen, die es bereits geschafft haben, beziehungsweise deutlich am Weg dorthin sind. Daraus entstehen tragfähige Kontakte, mehr Inspiration, mehr Selbstbewusstsein und dadurch entwickeln sich hoffentlich zusätzlich neue Geschäftsideen.

Schäfer: Ein "how-to" um neue digital Lösungsansätze in ihrem Tagesgeschäft zu implementieren. Inspiration, Ideen und Offenheit gegenüber neuen digitalen Geschäftsmodellen.

derStandard.at: Welche "Speaker" werden die Highlights sein und nach welchen Kriterien werden sie ausgewählt?

Schäfer: Wir haben über die letzten Jahre ein fundiertes Netzwerk an Speakern aufgebaut. Wir beachten aktuelle Trends und Entwicklungen und versuchen diese auch in unserem Programm darzustellen. Von Fabien Heilemann von Dailydeal erfahren wir Details zu dem aktuellen Trend "Group Buying", Stardoll wird uns Neuigkeiten aus der Gaming Industrie darstellen und mit Matt Stinchcomp von Etsy haben wir eines der gerade am interessanten Marktplatz Start-ups aus den USA an Board.

David Rowan, Editor des europäischen "Wired", wird uns seine Erfahrungen mit der europäische Start-Up-Szene gegenüber der amerikanischen Start-up-Szene verdeutlichen. Von Pablos Holman werden wir erfahren, was jedermann von Hackern zum Thema Innovation lernen kann. Assaf Biderman zeigt uns die neuesten Forschungen des MIT zum Thema Städteplanung der Zukunft.

Drexler: Zur SIME Vienna Conference wird natürlich auch die heimische Digitalszene voll integriert. Mit Daniel Mattes, der nach Jajah nun mit Jumio eine weitere Erfolgsgeschichte schreiben wird, konnten wir einen Speaker gewinnen, der praktisch den Inbegriff einer digitalen österreichischen Erfolgsgeschichte im internationalen Digitalen Business darstellt. Und der heimische "mobile payment"-Experte Thomas Labenbacher, Division Head Payment Services bei Raiffeisen, wird hier in einem prominent besetzten Panel über "digital money" sprechen.

derStandard.at: Wie bringt man das alles an einem Tag programmatisch und organisatorisch unter einen Hut?

Schäfer: Wir werden das Programm mit unterschiedlichsten Formaten anreichern. Von Keynote, Präsentation, über Panel-Diskussionen zu Workshops - den Zuhörern bietet sich die Möglichkeit, individuell das Programm zusammen zu stellen.

derStandard.at: Werden wieder Social Media-Plattformen, wie Facebook und Twitter, im Mittelpunkt stehen?

Drexler: Obwohl wir Social Media ohnehin schon als festen Bestandteil unseres Lebens beziehungsweise digitaler Geschäftsmodelle sehen, binden wir dieses Thema mit ein. Weiters besprechen wir neben dem nicht unwichtigen Thema "digital money" auch andere höchst erfolgreiche Geschäftsideen wie Etsy oder Stardoll. Zusätzlich widmen wir uns der heimischen Digitalszene mit ihren respektablen Start-ups, die international absolut mithalten können. Da wird die SIME Vienna Conference hoffentlich mithelfen können, einige aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken.

Schäfer: Social Media-Plattformen werden sicherlich Beachtung finden, da Sie bereits in nahezu allen Geschäftsmodellen bedeutende Rollen spielen. Social ist ein neues weiteres Layer im WWW, das in Zukunft eine sehr dominante Rolle für den Erfolg von Geschäftsmodellen spielen wird.

derStandard.at: Gibt es Pläne, die Konferenz als jährliche Dauereinrichtung in Wien zu etablieren oder kommt jedes Jahr eine andere Stadt an die Reihe?

Schäfer: Der Grundgedanke ist sicherlich, eine nachhaltige Veranstaltungsreihe in Wien zu etablieren, eine genaue Taktung steht zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht fest.

Drexler: Wir konzentrieren uns zuerst einmal auf eine erfolgreiche SIME Vienna am 28. April 2011 in der alten Ottakringer Brauerei. Mit Beginn unserer Vorarbeit  haben wir allerdings deutliche positive Signale aus der Szene und der Wirtschaft bekommen, es nicht bei dieser Konferenz zu belassen. (derStandard.at/23.3.2011)

Die SIME Vienna findet am 28. April statt. Sponsoren und Partner der Konferenz sind Microsoft, ZIT, Raiffeisen Payment Services, WKW, der Financial Services Club CEE. Medienpartner sind neben derStandard.at auch "Horizont" und "TheGap".

Link: SIME Vienna

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13 Postings
Klaus Langner
00
Payment

Das grosse Problem der Payment-Services ist doch der Mangel an Transaktionssicherheit. Kaum taucht ein neues Verfahren - wie etwa mTAN - auf, schwupps kümmert sich ein Trojaner genau hierum.

http://www.doppelklicker.de/Spitmo_A_... 813.0.html
Letztendlich bleibt die Frage, ob die Risiken für das e-Business nicht doch überwiegen.

2cents
02
25.3.2011, 09:28
endlich...

...tut sich einmal was in der Stadt. Wird Zeit, dass wir nicht nur von Lippizanern und dem Stephansdom leben!

Multi Media
00
24.3.2011, 08:25
Everybody knows Martin Drexler

derflinke
00
24.3.2011, 11:48
eh klar!

ansonsten würden all diese Kapazunder nicht kommen!!!

chrilly donninger1
00
24.3.2011, 08:14
Ist das ein Inserat oder ein redaktioneller Artikel?

Kärntna
00
24.3.2011, 09:35

vermutlich ein Deal - hab schon Banner von dieser Konferenz hier am Standard gesehen.

Evtl. darf man auch als Speaker ran :)

derflinke
00
23.3.2011, 14:06
ICH FREU MICH auf den 28.04.!!!

chrilly donninger1
00
24.3.2011, 08:15
Ist das ein Kommentar oder ein Subinserat?

Kärntna
00
23.3.2011, 12:04

just another conference...

chrilly donninger1
00
24.3.2011, 08:16
Konferenzen sind out, es ist ein Event.

Petzi Bär
00
23.3.2011, 13:11
...just another posting?

Cartier1
00
24.3.2011, 09:17

Martin?

Kärntna
00
23.3.2011, 14:30

yep, you are right!

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