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Obwohl in Japan mehrere Reaktoren zerstört worden sind, gibt es bisher keinen einzigen Strahlentoten. Das wird wahrscheinlich auch so bleiben. Bei dem Unfall in Harrisburg 1979 gab es keine Strahlenopfer. Im Fall von Tschernobyl kommt der letzte Bericht der UN vom 28. Februar zu dem Ergebnis, dass 28 der Arbeiter durch direkte Bestrahlung ums Leben gekommen sind, dazu gab es 15 Todesopfer durch Schilddrüsenkrebs. Das hätte man vermeiden können, wenn rechtzeitig Jodtabletten ausgegeben worden wären (so wie jetzt in Japan). In jedem Fall sind die Konsequenzen relativ klein, vor allem im Vergleich mit den Opferzahlen bei Chemieunfällen. In Bhopal starben 3.800 Menschen, nachdem giftige Dämpfe freigesetzt worden waren.
Die Gefahr ist geringer als angenommen
Die Zahlen legen nahe, dass die Gefahr durch Kernstrahlung weitaus geringer ist als gemeinhin angenommen. Zur Zeit des Kalten Krieges wurde uns beigebracht, dass Kernstrahlung eine besondere Gefahr darstellte und nur von ausgewiesenen Experten hinter verschlossenen Türen erforscht werden durfte. Zu den Nebeneffekten dieser Aussage gehörte unter anderem die Einführung immer strengerer Strahlungsrichtlinien, um die Menschen zu beruhigen. Die Strahlenbelastung sollte "so gering wie realistisch möglich" gehalten werden. Auch heutige Normen basieren noch auf diesem Ideal. Sie liegen bei einem Millisievert pro Jahr.
Der Mensch kann Kernstrahlung - anders als zum Beispiel Wärmestrahlung oder Licht - nicht direkt wahrnehmen. Das verstärkt den Eindruck einer unsichtbaren Bedrohung. Doch der menschliche Organismus kann sich gut gegen Strahlung wehren, viele Zellen erholen sich innerhalb weniger Tage, falls sie durch Strahlung geschädigt würden. Wir wissen aus radiobiologischen Experimenten, dass die Schutzmechanismen des Körpers bereits wenige Stunden nach Bestrahlung im Gange sind. In Tschernobyl sind die meisten Arbeiter gestorben, nachdem sie einer Strahlendosis von über 4.000 Millisievert ausgesetzt waren. Doch schon während einer Strahlentherapie wird Tumorgewebe mit bis zu 20.000 Millisievert bestrahlt. Der Organismus wird geheilt und nicht geschädigt, weil die Therapie sich über einen längeren Zeitraum zieht und nur einen kleinen Teil des Körpers betrifft. Die Gefahr liegt also nicht in der Strahlung selbst. Viele Patienten nehmen mehrfach an Strahlentherapien teil und werden dabei jeweils dem 20.000-Fachen der jährlichen Strahlendosis ausgesetzt. Ein Zeichen, dass die Normen komplett unverhältnismäßig sind.
Vorurteile hinterfragen
Wir müssen umdenken und unsere Vorurteile gegenüber der Kernenergie hinterfragen. Aufklärung ist ein erster Schritt. Die Grundfrage ist nicht, wie wir die Strahlendosis weitestgehend minimieren können, sondern wie viel Strahlung der menschliche Körper verträgt. Dabei geht es auch um die Verhältnismäßigkeit im Kontext anderer Gesundheitsrisiken. Ein guter Ansatz wäre vielleicht, "relative Sicherheit" als Standard festzusetzen.
Radioaktiver Abfall ist weiterhin eine Herausforderung. Doch die Menge ist relativ klein und kann theoretisch wieder aufbereitet werden. Ein unlösbares Problem ist es nicht. Kann ich damit leben, wenn 100 Meter unter meinem Haus ein Endlager eingerichtet würde? Klar, warum nicht.
Und schließlich geht es auch um die Reaktorsicherheit. Moderne Reaktoren sind besser konstruiert als die Anlage in Fukushima. Die nächste Generation wird noch sicherer sein. Wir müssen die Technologie konstant weiterentwickeln - und als Erstes aufhören, uns vor der angeblichen Strahlengefahr zu fürchten. (derStandard.at, 22.3.2011)
Autor
Wade Allison, The European, studierte in Cambridge und Oxford, seit 1976 unterrichtet er Teilchen- und Experimentalphysik an der Physikalischen Fakultät der Uni Oxford. Sein aktuelles Buch "Radiation und Reason" beschäftigt sich mit der kulturellen Rezeption von Strahlung und Kernenergie
25.3.2011 - 10.000-fach erhöhte Strahlung in Wasser von zweitem Reaktor,
mögliche Anzeichen für Kernschmelze,
"Die Verstrahlung der Umwelt und die radioaktive Belastung von Lebensmitteln werde sich weiter ausbreiten", sagte der Umweltwissenschaftler Kentaro Murano von der Hosei-Universität in Tokio dem Fernsehsender NHK.
Regierungssprecher Yukio Edano sagte, den Bewohnern des Gebiets in einer Entfernung von 20 bis 30 Kilometern um das Kraftwerk Fukushima eins werde empfohlen, sich freiwillig in weiter entfernte Regionen zu begeben.
"Zurück zur Vernunft" ???
Aus dem Bericht:
"The report also says that it is not possible to state scientifically that radiation caused a particular cancer in an individual. This means that in terms of specific individuals, it is impossible to determine whether their cancers are due to the effects of radiation or to other causes"
Alle "nicht direkt beweisbaren" Krebstoten ignoriert ? Wie wär's mit Statistiken: Krebstote vor dem Unglück, danach, und in anderen Gegenden ?
Auch der Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs ist "individuell" nicht beweisbar sondern nur statistisch.
Paragraph 278a für alle Mitwirkenden und Geldgeber dieses "Berichts" !
also das ist jetzt wirklich zu billig. ja, die anzahl der dirketen toten ist klein, aber bei radioaktivität interessiert ja eher mehr die langzeitwirkung. um welchen faktor ist die auftrittswahrscheinlichkeit von behinderten leuten aufgrund eines gendefekt höher als in nicht belasteten gebieten? wer diese frage aussen vor lässt, argumentiert unredlich - sei man nun gegner oder befürworter.
was ist die langzeitwirkung von immigration aus dem islamischen kulturkreis auf die europäische gesellschaft ?
solange die linke und ihr grüner teil diese frage tabuisieren, sind sie einfach völlig unglaubwürdig in ihrer frage nach den 'langzeitfolgen' von radiation.
keine sorge, die mondnazis kommen um uns zu befreien.
http://www.ironsky.net/
Es handelt sich stets um das gleiche Schubladendenken: Atommüll = AKW-Abfälle. Vom Uranabbau spricht kaum jemand. Dessen Mengen liegen weit über d Kraftwerksabfällen, d Lagerung findet in offenen Abraumhalden statt.
Wenn d Strahlung so ungefährlich ist: Woher kommen dann die Fehlgeburten, Krebsfälle etc. in d Abbaugebieten (soviel auch z Vergleichsrechnung mit Toten anderer Energieträger)
Auch die Tschernobylrechnungen sind unvollständig, was aber manche hartnäckig ignorieren. Unter d ehem. Liquidatoren gab es nie ersthafte Untersuchungen. Viele von ihnen siechen dahin.
Chemieunfälle: Uranbrennstäbe wachsen nicht aus d Boden. Zu ihrer Aufbereitung werden hochgiftige Chemikalien eingesetzt. Man sollte schon d ganze Kette betrachten
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