Media Markt/Saturn: Internet machte aus Jägern Gejagte

21. März 2011, 18:42
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Offener Machtkampf um Europas größten Elektronikhändler entbrannt

"Ich bin doch nicht blöd". Seit Anfang der 1990er Jahre wirbt die Elektronikkette Media Markt in Deutschland mit diesem Spruch um Kunden. Ähnliches mag sich Firmengründer Erich Kellerhals gedacht haben. Der Unternehmer verklagte den Handelsriesen Metro. Damit ist ein offener Machtkampf um Europas größten Elektronikhändler, die Media-Saturn-Holding, entbrannt. Es droht ein monatelanger, unter Umständen jahrelanger Rechtsstreit. Aktionärsschützern bereitet die Auseinandersetzung bereits Sorgen.

Mit dem Internet-Boom wurden jedoch aus Jägern Gejagte

Media Markt und Saturn: Die Logos stehen für rund 870 Märkte in 17 Ländern mit 70.000 Mitarbeitern. Lange war das Geschäft mit Kameras, Fernsehern und Computern ein Selbstläufer. Mit dem Internet-Boom wurden jedoch aus Jägern Gejagte. Mit dem Online-Geschäft hinkt der Marktführer anderen hinterher. Medienberichten zufolge soll es Streit um das Expansionstempo in China und Fehler im Online-Handel gegeben haben. Wenn man bei Media Markt und Saturn weiterkommen wolle, müssten alle Eigentümer an einem Strang ziehen, mahnt Jella Benner-Heinacher von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz.

Der Machtkampf hat zwei Gesichter - auf der einen Seite kämpft Erich Kellerhals um sein Lebenswerk, wie er selbst betont. Auf der anderen Seite will sich Metro-Chef Eckhard Cordes (60) durchsetzen. Der Düsseldorfer Handelskonzern besitzt immerhin 75 Prozent der Anteile an der Media-Saturn-Holding. Die Firmengründer haben sich aber bei Anteilsverkäufen vor Jahrzehnten große Mitspracherechte gesichert. Neben Kellerhals, der über 21,6 Prozent der Anteile verfügt, ist auch noch Firmenmitgründer Leopold Stiefel mit drei Prozent beteiligt.

Gericht

Die Auseinandersetzung wird nicht nur vor Gericht ausgetragen. "Er hat mein Vertrauen missbraucht. Ich lasse nicht zu, dass Herr Cordes zerstört, was uns groß und erfolgreich gemacht hat", schimpfte Kellerhals im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ). Cordes wolle die Firmengründer mit einem neu einzurichtenden Beirat ausbooten. "Zentralistisch denkende Manager, noch dazu, wenn sie aus einer fremden Branche kommen, haben kein Gefühl dafür, wie unser Geschäft läuft: Handel ist etwas anderes als Finanzakrobatik."

Cordes, der aus der Autobranche kommt, hat an diesem Dienstag bei der Bilanzvorlage in Düsseldorf Gelegenheit zu kontern. Bisher hat er alle Machtkämpfe um Metro gewonnen. Unter der Regie von Cordes stockte der Familienkonzern Haniel 2007 seine Metro-Beteiligung auf, um größeren Einfluss ausüben zu können. Der damalige Konzernchef Hans-Joachim Körber räumte vorzeitig seinen Schreibtisch. Cordes übernahm den Vorstandsvorsitz von Metro zusätzlich zum Amt des Haniel-Chefs. Er krempelte den Handelsriesen kräftig um, mehrere Vorstände gingen.

"Vorstände kommen und gehen. Wir haben sie bisher alle überstanden."

Doch bei diesem Kräftemessen hat der unnachgiebige Konzernchef einen anderen Gegner. Kellerhals wird zum Kreis der Milliardäre gezählt. Dem 71-Jährigen trauen Beobachter zu, einen Rechtsstreit über Jahre und wenn nötig durch mehrere Instanzen zu führen. Im Gespräch mit der "FAZ" ließ Kellerhals keinen Zweifel daran, wer aus seiner Sicht den längeren Atem hat: "Vorstände kommen und gehen. Wir haben sie bisher alle überstanden." Bei Haniel-Chef Jürgen Kluge hat sich der Media-Markt-Gründer bereits über Cordes Vorgehen beschwert. Entscheidend dürfte sein, wie sich Haniel in dem Konflikt verhält.

Der Metro-Großaktionär wird seit Anfang 2010 vom früheren McKinsey-Manager Kluge geleitet, der zugleich auch der Aufsichtsratschef der Metro AG ist. Spekulationen, dass es nicht immer harmonisch zwischen Cordes und seinem Kontrolleur zugeht, halten sich hartnäckig. Und dass er durchgreifen kann, hat Kluge erst kürzlich bei einer anderen Haniel-Tochter bewiesen, dem Pharmahändler Celesio. Wie in der vergangenen Woche bekannt wurde, muss Celesio-Chef Fritz Österle Ende Juni das Unternehmen verlassen. Hintergrund soll ein Streit mit Haniel über die Zukunft des Unternehmens gewesen sein. (APA/dpa)

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jeff_jones
00
30.3.2011, 11:09

Geschieht ihnen recht. Jahrzehntelang haben sie den Einzelhandel schikaniert, mit ruinösen Klagen überzogen und ruiniert.

will-alles.at
11
24.3.2011, 10:41
MM/Sat haben den Zenith schon überschritten. Prominente Vorgänger: Microsoft, DiTech, Herlango, Orator,...

KammerlExperte
02
Ihr Vergleich ist nicht nach vollziehbar

MS? sehe ich keine große Krise.

Orator? Fachgesch. mit Eigentümer welcher über den
Verhältnissen gelebt hat und die guten Leute sich mit
eigenen Unternehmen abgesetzt haben.

DiTech? öhm wo liegt bitte dort etwas im Argen?

Herlango, Pionier hatten 3 Eigentümer und wurden
damals v. Niedermeyer und Nettig in die Knie
gezwungen und 3 Eigentümer waren 2 zu viel.

Wenn etwas den Handel in die Knie treibt ist es das
Web. Durch bessere Planung und günstigere Regien
lassen sich auch bessere Preise kalkulieren.

Traf es in den letzten Jahren vermehrt maskuline
Branchen kann sich in Zukunft auch schon mal die
feminine Branche warm anziehen.
Günstige Brandshops sprießen wie die Schwammerln
aus den Servern.

Hairy Tongue
00
23.3.2011, 16:40
kirche im dorf lassen, würd ich sagen.

ich wär der erste, der jubelt, wenn die mediasaturn über den jordan geht, aber noch ist es nicht so weit. der anteil der onlineverkäufe in der sparte u-elektronik wächst zwar, hat aber noch kein bedrohliches ausmaß für den flächenhandel erreicht. die kleinen händler hat man traditionell gut im griff, da hat sich trotz internet nicht viel geändert. amazon, der weltkrake, gönne ich mein geld noch weniger. überdies hilft ein blick in die mediamärkte, samstagnachmittags - krise sieht anders aus.

carbonbeschichtung
02
23.3.2011, 11:34
WIR SIND DOCH NICHT BLÖD!

"ich bin doch nicht blöd" dieser satz neben "geiz ist geil" hat viele auf den gedanken gebracht online einzukaufen. erst beim vergleich mit internet wird einem klar wie sauteuer die geräte bei MM & Saturn sind. also: im geschäft anschauen und ausprobieren, online kaufen.

Der Österreicher
01
22.3.2011, 17:38

Media Saturn ist letztendlich eine Kostenbrocken. Vorallem für die Hersteller. Die müssen nämlich Länge mal Breite Geld hinlegen. Für Präsentationen, Verkaufspromotoren zu Weihnachten, bei manchen Firmen ist überhaupt ein Firmen Verkäufer im Einsatz, lange Zahlungsziele, Werbegeld Stützungen, fette Jahres Boni. Bei jedem Umbau wird der Hersteller zur Kasse gebeten, sonst gibt es eine schlechte Plazierung, etc.

Das Geld verschwindet in den Chef Etagen, das Personal wird schlecht bezahlt, gute Leute bekommt man um das Geld kaum.

Kaum Vorstellbar was die Hersteller anbieten könnten, ohne Media Saturn.

Gleich den Shop vom Hersteller betreiben zu lassen ist warscheinlich das gescheiteste.

hosenwurm
03
22.3.2011, 15:25
Das Geschäftsmodell ist nicht online-tauglich

Verschiedene Preise in den einzelnen "Filialen" kann man online nicht darstellen, ohne Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Einen eigenen "Online-Preis" der niedriger ist als der Preis im Geschäft stößt den Betreibern der Filialen sauer auf, man lebt ja davon Produkte i.a. stark überteuert zu verkaufen.

Dazu kommt Uneinigkeit und ordentliche Fluktuation im Management, siehe auch Artikel.

In letzter Zeit gab es so alle 1-3 Jahre einen halbherzigen Versuch, ins Online-Geschäft einzusteigen, der dann immer rasch wieder abgewürgt wurde.

Die Shopsysteme die da hingestellt wurden waren ja auch immer schwer daneben, man hat fast das Gefühl dass die vom Management absichtlich auf Scheitern getrimmt werden ...

gogo gandalf
00
22.3.2011, 19:30
die kleinen machen's ja auch

online bestellen, keine beratung und nur barzahlung - dafür billiger, als direkt im laden. ob sich die strategie wirklich auszahlt, weiß ich allerdings nicht.

hosenwurm
00
23.3.2011, 00:45
Grundsätzlich sind die 2 Preise ja auch okay

Für informierte Kunden ist das ja auch erklärbar, aber die sind - vorsichtig formuliert - hier nicht die Zielgruppe. Hier kommt halt noch verschärfend dazu, dass die Filialen selber schon unterschiedliche Preise haben.

Die Metros haben zusätzlich noch das Problem, dass die Inhaber der Filialen ziemlichen Druck machen, weil sie "Online" als den Feind ihres Geschäfts sehen. Durchaus nicht zu Unrecht bei der Hochpreispolitik. Wenn man den Filialen nun die Preisgestaltung wegnimmt, und das müsste man an sich, verlieren die Inhaber erheblich an Einfluss.

Die Sache ist in der Bude hochpolitisch, da finden Macht- und Grabenkämpfe statt.

frogrider
00
22.3.2011, 13:15

wenn ich beraten werde / werden will gehe ich zu fachhändlern UND KAUFE AUCH DORT, sage DAVOR daß ich es dann billiger suche ODER gebe die chance den preis entsprechend anzupassen (einen service-aufschlag zahle ich gerne).
wenn ich mich selbst berate(n muss) kaufe ich dort, wo es am billigsten zu bekommen ist.

bei reklamations-fragen (müssen auch) billig-händler mitspielen, abgesehen davon sind (zumindest im raum wien) die werkstätten in der nähe, es geht weit schneller den reklamationsfall selbst dort hin zu bringen (mm/s machen es nicht anders, die schicken das 1x pro woche (max) mit einem sammler an genau die selben werkstätten)

leider hat die mm/s gruppe verabsäumt kompetente verkäufer einzustellen oder auszubilden, daher habe i

werwolfi
00
22.3.2011, 19:33

mit "fachhandel" meinst du aber hoffentlich nicht MM und Saturn, oder?

Para Dox
01
22.3.2011, 16:54
Es ist eine komplette Illusion zu glauben,

dass man beim Fachhändler eine Garantie auf gute und ehrliche Beratung hat. Auch beim Fachhändler werden einem die haarsträubendsten Dinge erzählt. Auch der Fachhändler will primär verkaufen. Und auch beim Saturn und anderen großen Ketten kann man auf einen halbwegs kompetenten Verkäufer treffen.

Prinzipiell stimme ich aber zu, dass beim Fachhändler die Chance auf kompetente Beratung höher ist, als bei einer großen Kette.

Bertel Bertelmann
03
22.3.2011, 12:38
was jammern denn die

1. ist mm&co der tod für den fachhandel
2. dann bekommt man aber keine vernünftige beratung
3. der preis ist dann für diese leistung dann viel zu hoch - die frechheit schlechthin, wird doch mit dem preisargument geworben.
4. beim service-fall hat man zumeist mehr ärger, als bei vernünftigen online-anbietern

Langp
00
22.3.2011, 12:27

Die durchschnittlich keineswegs besonders kundenfreundoiuche Preisgestaltung bei MM, der Hinweis auf immer wieder dubiose "statt-Preise", etc, ist nicht wirklich vertrauensbildend. Beim Personal ist oft nicht zu unterscheiden, ob sie von einer bestimmten Marke als Animatoren entsandt wurden oder ob sie "objektive" MM-Angestellte sind.
Ich meide diesen Laden wann immer möglich.

Sir Harry....
11
22.3.2011, 12:00
Ja ja, wieder Meda-Markt Schelte... Amazon ist toll... Klar.

Wenn die meisten Amazon als "Probierladen" missbrauchen werden, wie es viele bereits tun, werden die Preise bei Amazon auch anders aussehen. Irgendwann erstickt auch Amazon in der Bearbeitung der "Rückläufer".

Amazon und die vielen Online-Händler leben davon, dass die Geräte bei MM & Saturn angesehen und bei ihnen gekauft werden.

Die kleinen Händler haben wir damit erfolgreich vernichtet. Und wundern uns jetzt, dass die Beratung im MM bzw. Saturn so mies ist. Warum soll man die Nasen den beraten: sie kaufen doch eher im Internet!

Ladenmiete, Betriebskosten, Personal, Service usw... Aber der Preis soll unter dem des Online-Händlers liegen.

Das ist unser Wunsch.

Klar.

wider Indifferenz
04
22.3.2011, 18:45
also meinen fernseher hab ich beim satu.n angeschaut,

und zwar gut 20 minuten in aller ruhe, ein berater weit und breit nicht zu sehen.
da hab ich beim kleinen redzac geschäft im nachbarsdorf angerufen und zum satu.n-fernseher einzelpreis denselben fernseher + hd-receiver + 10m hd-kabel gekriegt. inkl 20 beratung.

der verkäufer hat mir persönlich den fernseher ins auto gehoben UND (das ist die wahrheit) hat die woche darauf am weg zur arbeit nochmal bei mir gehalten, weil ich das gefühl hatte mein netzteil wäre laut. er hat den kontrast nachgestellt und ist wieder gefahren. alles kostenlos.

weis nicht wie ein online anbieter oder die mm-kette da mithalten will..

Der Mann
13
22.3.2011, 14:41
sie

ahnungsloser.

was soll ich bei amazon probieren. ich lese die wertvollen rezessionen, und muss nicht einem verkäuferproleten zuhören.

dann kaufe ich was ich will, ich sende auch so gut wie nie etwas zurück - warum auch - ich weiss ja vorher genau was ich bekomme.

also - hirn ein!

ein gerät bei mm oder sonst wo anzusehen bringt original überhaupt nix, weil man die funktion sowieso nicht testen kann.

Kendall Von Tharn
00
22.3.2011, 16:41

viele REZENSIONEN sind ein fake, oft vom hersteller, autor, firmen, künstler etc... selbst verfasst

Para Dox
00
22.3.2011, 16:39

1. Gibt es Leute, die sich von unterschiedlichen Herstellern ein Gerät kaufen und dann eines behalten und die anderen zurücksenden. Beliebt ist das auch bei (D)SLR Objektiven, wo das selbe Objektiv oft sehr starken Schwankungen in der Fertigung (v.a. Focus) unterliegt. Drei werden bestellt (bei unterschiedlichen Händlern), getestet und zwei wieder zurückgeschickt.

2. "wertvolle" Rezessionen sind bei amazon auch eher eine Seltenheit. Jedenfalls würde ich mich bei etwas teureren Dingen niemals alleine auf Rezensionen verlassen.

3. Ich und viele andere gehen exakt deswegen zum Medimarkt (Geräte ansehen). Z.B. bei DSLRs geht es (auch) um die Haptik, bei Netbooks kann man Performance testen, etc.

Ich halte eher dich für ahnungslos.

duplo66
00
22.3.2011, 14:20

Einige der "kleinen Händler" haben sich selbst vernichtet, so einfach ist es leider. Wer den Fehler macht, mit Media-Saturn in einen direkten Wettbewerb treten zu wollen, ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt - weil der Grundgedanke bereits total daneben ist.

Viele andere "kleine Händler" konnten sich erfolgreich halten, obwohl die durchschnittlichen Preise und Spannen in den letzten 25 Jahren dramatisch gesunken sind. Aber unter dem Strich hat sich der Gesamtmarkt gewandelt, und jetzt geht es dem Dinosaurier an den Kragen, weil der sich schlicht und ergreifend zu blöd verhält.

Media-Saturn scheitert nicht an überhöhten Preisen alleine, sondern an der falschen Gesamtstrategie.

duplo66
00
22.3.2011, 13:56
"Die Geister, die ich rief"

Die eigenen Konzernwerbungen schreien es laut heraus: "Ich bin doch nicht blöd", "Geiz ist geil". Die Konsumenten wurden jahrelang dazu erzogen, nicht auf das Produkt, sondern nur auf den Preis zu schauen.

Die hohen Preise bei Media-Saturn haben System: Extrem lange Zahlungsziele beim Lieferanten (120 Tage und mehr und dazu noch Skonto), Werbekostenzuschüsse, Flächenmieten usw. usf. Insgesamt kommen beim Hersteller durchschnittlich 15% Kosten für den Kunden Media-Saturn zusammen. Der einzige Punkt, wo gespart wird, ist das Verkaufspersonal.

Dass praktisch jeder andere Handelskanal dadurch preiswerter einkaufen kann, liegt auf der Hand, wird aber seltsamerweise permanent verschwiegen.

SagServus
00
22.3.2011, 13:16
Ladenmiete, Betriebskosten, Personal, Service usw... Aber der Preis soll unter dem des Online-Händlers liegen.

Also Service gibts mal so gut wie keinen.

Und es gibt genug Händler auf Geizhals die ebenfalls einen Shop, dort Personal angestellt haben, Miete zahlen müssen und bei denen man sogar noch gut beraten wird.

Das Problem für den MM/Saturn ist einfach, das er zu groß ist.

Dann braucht MM/Saturn aber nicht jammern wenn sein Konzept mit dem Internet überholt ist.

Fliesen
03
22.3.2011, 11:06

Das Problem ist halt dass sich der MM / Saturn ewig als genau das Gegenteil zum 'kleinen Fachhändler' positioniert hat.

Viel Fläche, Mitarbeiter vorwiegend als Verkaufspersonal (= "Karterl ablesen") und nicht als tatsächliche Produktberater.

Da wurde halt verschlafen dass technische Kennzahlen vergleichen mittlerweile ein immer größerer Teil der Otto-Normalverbraucher auch schon selber können.

Die Zwickmühle ist eben jetzt, dass ein örtlicher MM _niemals_ die Sortimentsvielfalt eines Online Retailers haben wird, und wohl nicht so bald einen Ruf als beratungslastiger Fachmarkt aufbauen können wird.
Was denken sie, wie da z.b. ein Hornbach erleichtert ist, dass man Baustoffe schwer bis garnicht auf Amazon / Geizhals bekommt ;)

duplo66
00
22.3.2011, 14:02
Eigentor

Das Problem hat man innerhalb Media-Saturn schon lange erkannt - durch eigene Untersuchungen.

Der durchschnittliche Verbraucher fühlt sich nämlich bei einer übertrieben grossen Auswahl gar nicht mehr wohl. Die fehlende Beratung führt letztlich dazu, dass immer weniger Menschen bereit sind, die Kosten für ein überholtes Konzept noch zu bezahlen.

Seriös betriebener Versandhandel ist nämlich alles andere als "billiger" zu betreiben als ein Verkaufslokal. Die Infrastruktur ist zwar unterschiedlich, generiert aber in etwa ähnlich hohe Kosten (Paketversand, Telefonsupport, durchschnittlich 20 Prozent Rückläufer, etc.).

Das System Media-Saturn scheitert an seiner Strategie, nicht an den Kosten.

licht aus
00
22.3.2011, 12:48

ja eben, die sortimentsvielfalt kann nicht erreicht werden, lagerhaltungskosten etc .. da versucht man eben nicht alles auf lager zu haben was käufer kaufen könnten, ist auch verständlich das da auch manche dinge einfach nur zu bestellen gehen und da bestellen dann eben viele eher online, auch weils billiger ist, aber die mitarbeiter muss man ja auch zahlen, also muss eigentlich der preis bei einem händler vor ort unweigerlich bei einigen produkten höher sein

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