Tschechien

"Nicht der geringste Grund" für AKW-Stopp

Robert Schuster aus Prag, 21. März 2011, 17:29
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    foto: reuters/david w cerny

    Petr Necas: Tschechische AKWs stehen auf einer der tektonisch sichersten Lagen.

Tschechiens Premier Petr Neèas wird heute (Dienstag) bei seinem ersten offiziellen Besuch in Wien eines "geduldig" klarmachen, wie er im Standard-Gespräch erklärt: An Prags Atomenergiepolitik ist trotz Japan nicht zu rütteln

Es ist fast schon ein Ritual: Wenn die Regierungschefs Österreichs und Tschechiens zusammentreffen, stellen sie in vielen Bereichen Übereinstimmung fest. Doch letzten Endes landet man bei den bilateralen Dauerbrennern Temelín und Personenfreizügigkeit. Nicht anders wird das wohl am heutigen Dienstag sein, wenn Tschechiens Premier Petr Neèas erstmals nach seinem Amtsantritt zu einem Arbeitsbesuch nach Wien kommt. Durch die atomare Katastrophe im japanischen Fukushima und die folgende Debatte über die Zukunft der Atomkraft in Europa erhalten Tschechiens Pläne für den Bau weiterer zwei Reaktorblöcke in Temelín neue Brisanz.

Im Gespräch mit dem Standard blockt Neèas jedoch gleich zu Beginn alle möglichen österreichischen Hoffnungen ab, wenn er sagt: "Ich meine nicht, dass wir unsere Haltung zur Kernkraft ändern werden. Für jegliche Überlegungen, zum Beispiel den Betrieb von Temelín einzuschränken oder die Anlage stillzulegen, gibt es nicht den geringsten Grund." Daher sehe er keinen Anlass, die Pläne für einen Ausbau Temelíns zu überdenken oder zu verändern. "Diese Haltung werde ich geduldig auch den österreichischen Politikern erklären."

Der Premier stützt sich bei seinen Ausführungen auf den Umstand, dass die beiden derzeit betriebenen tschechischen AKWs - Temelín in Südböhmen und Dukovany in Mähren - auf sicherem Untergrund des böhmischen Massivs lägen, was aus tektonischer Sicht eine der stabilsten Lagen in Europa und weltweit sei. "Die tschechischen Kernkraftwerke laufen wie gewohnt. Die Sicherheit unserer Kernkraftwerke genießt bei uns Priorität", fügt Neèas hinzu. Zudem stünden die AKWs unter regelmäßiger Aufsicht internationaler Organisationen.

Im Standard-Gespräch legt Neèas auch Wert auf die Feststellung, dass die tschechischen Reaktoren mit moderneren Technologien ausgestattet seien als die japanischen. "Die Projekte der Anlagen in Dukovany und Temelín sind mindestens um ein Jahrzehnt jünger und daher auch moderner als jene in Fukushima."

Beim zweiten großen österreichisch-tschechischen Thema, das in den vergangenen Jahren unter den Spitzenpolitikern für viel Gesprächsstoff sorgte, der Personenfreizügigkeit, deutet sich mit dem Auslaufen der siebenjährigen Übergangsfrist nach dem tschechischen EU-Beitritt eine Entspannung an. Oder doch nicht? Zumindest sind auf österreichischer Seite immer noch Stimmen zu vernehmen, die vor einer Überschwemmung des heimischen Arbeitsmarkts warnen. Wie beim Thema Atomsicherheit tritt Neèas auch hier beschwichtigend auf: "Ich möchte die österreichischen Politiker beruhigen. Meiner Meinung nach drohen keine massenhaften Abgänge tschechischer Arbeitnehmer nach Österreich. Befürchtungen sind sicher nicht angebracht." (Robert Schuster aus Prag, STANDARD-Printausgabe, 22.03.2011)

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Van Raven
00
tja

interessant das hier wohl überwiegend nur 1-2 personen mit verschiedenen nicknames ihre meinung kundtun müssen. ;)

von atomenergie abstand nehmen ist meiner meinung nach längst überfällig und auch dringend notwendig.
doch welche alternativen?

wasserkraft? komplette landstriche werden sogesehen unbrauchbar gemacht, die "saubere wasserkraft" nur eine illusion..
was dann frage ich mich?
wieder auf kohle und gas umsteigen? das kanns auch nicht sein und da die energiekonzerne auch alternative energien kräftig geblockt und so die atomenergie gepusht hat, rennt uns langsam aber sicher die zeit aus..
eigentlich sollte man die entscheidungsträger doch mal ne woche in den wohlverdienten urlaub schicken.
zB an die schönen strände von fukushima.

Elén
03
25.3.2011, 22:03
Wäre ein AKW

.. sicher, so gäbs dafür eine Versicherung die absahnen würde ende nie. Wenn sich in unserer heutigen Zeit für etwas kein Versicherer findet, so ist das 100%iges Indiz dafür, dass ein einziger Schadensfall mit Geld nicht zu beheben ist. Tschernobyl hat 700.000 ha Wald und 800.000 ha Nutzfläche auf Jahrzehnte unbrauchbar gemacht, ganz zu schweigen von den Toten, den Langzeitschäden, den Mißbildungen, pp. Und überhaupt, was weiß ein Politiker denn über Atomphysik ausser, dass das Atam einem Kern hat, den man spalten kann. Wenn dieser dahergelaufene Anzugträger glaubt, eine derartige Meinung zur Sicherheitslage von AKWs verkünden zu müssen, so muß man sich angesichts der Japan-Katastrophe fragen, ob er noch zurechnungsfähig ist!

hast1
01
23.3.2011, 23:23
Dukovany hat nicht einmal ein Containment!

und der schwafelt von sicherheit.

Bohunice übrigens auch nicht.

Trevor Goodchild
02
23.3.2011, 18:53
Lieber Herr Neeas,

auch Sie sind nicht der liebe Gott, und - Tektonische Spitzenlage oder nicht - Atomkraftwerke sind nicht sicher, und sie werden es auch niemals sein, nicht zu vergessen, die Toten beim Abbau, und die Tatsache, dass NIEMAND für 100.000 Jahre Endlagersicherheit garantieren kann.
Auch sie bekommen ein AKW nicht mehr in den Griff, wenn es einmal den grünen Bereich verlassen hat.
Wäre diese Technologie so sicher, warum bauen sie die Reaktoren dann an die Österreichische Grenze?

Wenn einer Ihrer Reaktoren in die Luft geht, dann ist Österreich massiv betroffen, es ist also keineswegs allein Ihre Sache, ob sie da bauen und betreiben können oder nicht. Auch Sie können keine 100% Sicherheit garantieren, also müssen Sie die AKW´s abdrehen.

Wolfgang1974
 
10
23.3.2011, 18:41
die Tschechen

sollten erstmals die Benes Dekrete aufheben und dann können sie vielleicht wieder mal wünsche äussern. Auch wir haben unsere Vergangenheit bewältigt.

jürgen schmid
00
23.3.2011, 16:27
nicht den geringsten grund

an zynismus und überheblichkeit kaum zu überbieten
genau solchen leuten kann man nicht vertrauen!

webinformationat
12
23.3.2011, 14:06
Jetzt reicht es!

Hier sieht man, dass nicht einmal ein Gau etwas in den kranken Atombefürworter ein Umdenken bewirken wird. Es hilft nur eines nach dieser untragbaren EU-Entwicklung (permanenter Rettungsschirm, Neutralität de facto abgeschafft, Ermächtigungsgesetzte usw.) : Wir müssen wieder weg von der EU!

www.eu-austritts-volksbegehren.at

world-citizen
11
26.3.2011, 19:01
Ja, so einfach ist die Welt.

Österreich braucht nur auszutreten und dann werden Dukovany, Temelin, Bohunice und Mochovce sofort abgeschaltet und vom Netz gehen.
Sie können ruhig weiter träumen, aber halten Sie sich besser von der Politik fern, damit sie keinen Schaden anrichten!

webinformationat
12
26.3.2011, 20:00

Österreich ohne EU, heißt auch Österreich ohne EURATOM sie Klugscheisser. Was die anderen Länder machen können mit oder oder EU nicht bestimmen.

world-citizen
10
26.3.2011, 20:43
Aufgaben von Euratom:

.........indem ähnlich wie schon bei der Montanunion durch „Vergemeinschaftung“ der Nukleartechnik eine gegenseitige Kontrolle ermöglicht wird.

........... Weiterhin bestimmt Art. 37, dass jeder Mitgliedstaat verpflichtet ist, bestimmte Angaben zur Freisetzung radioaktiver Stoffe, z. B. beim Neubau oder Abbau von Kernkraftwerken, der Europäischen Kommission zu übermitteln. Erst wenn die Europäische Kommission ihre Stellungnahme dazu veröffentlicht hat, darf mit dem Vorhaben begonnen werden.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Euro... meinschaft

ACHTUNG!
VOR DEM ÖFFNEN DER SENFTUBE, WISSEN ERWERBEN1

webinformationat
22
26.3.2011, 21:20

Atom ist Todesgefahr. Die Österreicher wollen diese Form von gefährlicher Energiegewinnung nicht. Die EU schon.

world-citizen
21
26.3.2011, 23:44
Die Österreicher wollen das nicht ............

......... haben aber offenbar nichts dagegen, dagegen, daß 6% (vielleicht auch mehr) des verbrauchten Stromes aus AKW's kommt, wil Wasserkraft wollen sie ja auch nicht. Das ist diese typich österreichische Lügener und Heuchler Mentalität, die mir das Leben in diesem Land, das mir nicht Heimat ist nur erträglich macht, weil ich oft genug verreisen kann.
Einen Ausstieg wird es nur geben, wenn das gesamte europäische Volk aussteigen will. Und dazu ist eine europäische Bewusstseinsbildung nötig. Wir leben alle auf der selben Erde.

webinformationat
22
27.3.2011, 08:05
Die Österreicher haben etwas gegen Atomkraft, nur die Politiker setzten es nicht um

Stimmt. Einen Ausstieg wird es nur geben, wenn die Bevölkerung der Länder Europas und der Welt die Politiker veranlassen können ihren Willen in Gesetze zu fassen. Auch in der Frage der Atomkraft. Eine Bewusstseinsbildung auf der Welt ist schon da. Nur die Hochfinanz hat das Sagen und nicht die Völker.

Der Ausweg aus diesem Dilemma sind keine Scheindemokratischen eurpäischen Abstimmungen, sondern echte Direkte Demokratie mit kleinen Einheiten. Eine Großstaat oder gar ein Weltstaat ist das Gegenteil.

world-citizen
20
27.3.2011, 10:03
Bevor wir weiterreden ........

...... müssen Sie erst mal konkret definieren, wer die "Hochfinanz" ist (konkrete Namen nennen!!!!) und wer eigentlich die "Völker" sind. Ich kenne nämlich nur Menschen. "Volk" ist weder ein Subjekt, noch ein Individuum sondern ein willkürlich zusammengewürfelter Chaotenhaufen, denen man ständig einzureden versucht, daß sie etwas gemein hätten.
Ich zähle mich zu keinem "Volk" und identifiziere mich auch nicht damit.

webinformationat
22
27.3.2011, 10:28
Rothschild? Rockefeller? Goldmann Sachs und Co? CFR, Bilderberger, Trilaterale Kommission? Wer hat die Macht?

Wer die Hochfinanz ist? Wer sagt Obama was er machen soll? Welche Banken beherrschen die Welt? Die FED setzt sich aus welchen Banken zusammen?

Auch Sie brauchen die Mitmenschen, die sich einmal zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen haben. Diese Gemeinschaft nennt man Volk. Jeder braucht die anderen Menschen.

world-citizen
00
27.3.2011, 21:43
Anklageschriften verfassen!

Was werfen Sie diesen Menschen vor?

Ich bin niemals einer Gemeinschft beigetreten. Ich zahle nur Versicherungsprämien. Und beim Eintritt des Versicherungsfalles zahlen die anderen Prämienzahler eben für mich. Und diese anderen Prämienzahler, die in diesem Fall für ich zahlen müssen, kenne ich nicht - und sie sind über die gesamte Welt verstreut. Ich habe nichts mit ihnen gemein, aber ich erwarte, daß sie im Schadensfall für mich zahlen. Und wenn andere einen Schadensfall haben, dann zahle eben ich für Menschen, die ich nicht kenne. Zu einem Volk zähle ich mich dennoch nicht. Ich bin ein Homo Sapiens.

EU-Austretter
20
28.3.2011, 00:11

Ich hoffe, das reicht mal als Einfuerung in die Anklageschrift gegen Rothschilds und Rockefellers:

http://www.youtube.com/watch?v=JXt1cayx0hs

Noch kuerzer koennen Sie die Anklageschrift auch von mir haben:

Die genannten betreiben zusammen mit anderen Superreichen den Versuch, eine Weltregierung unter ihrer Kontrolle zu installieren.

Im Uebrigen glaube ich, dass Sie sich nur in Abgrenzung zu Menschen, die sich einem Volk zugehoerig sehen, als Weltbuerger betrachten koennen.

Ich zum Beispiel bin halb-mediterrianer, halb oesterreichischer Herkunft, in Oesterreich aufgewachsen und leber zur Zeit in Schottland. Und ich bin auch ein Oesterreicher, nicht nur ein homo sapiens.

webinformationat
00
27.3.2011, 21:45

Na dann alle Gute homo sapiens. Viel Glück in der Diktatur

world-citizen
00
28.3.2011, 08:05
Wenn Sie schon den Begriff "Diktatur" gebrauchen ...........

........... sollten Sie erst mal Menschen anhören, die tatsächlich eine Diktatur hautnah erlebt haben:

http://www.youtube.com/watch?v=03BBYHH2eDw

Im Zusammenhang mit der EU von einer Diktatur zu sprechen ist eine Verhöhnung aller Menschen, die Opfer einer Diktatur wurden.
Der Fall Strasser zeigt, daß auf europäischer Ebene die Selbstreinigungskraft der Demokratie funktioniert. In Österreich ist das nicht so selbstberständlich, denn da konnte er 4 Jahre lang Minister bleiben.

EU-Austretter
00
28.3.2011, 15:36

Zufaellig haben engste Familienangehoerige von mir in der (poststalinistischen) Sowjetunion und anderen kommunistischen Laendern gelebt, die zT. jetzt in der EU leben und beurteilen die EU teilweise sogar schlechter als die Staaten, in denen sie frueher gelebt haben.

Der EU abzusprechen, eine Diktatur zu sein, ist eine Verhoehnung der Werte der Aufklaerung.

Der Fall Strasser zeigt gar nichts, ausser dass die EU-Diktatur sich durch Austausch von unangenehm aufgefallenen Puppen der unangetasteten Maechtigen stabilisiert.

webinformationat
11
28.3.2011, 08:19
Für eine Zusammenarbeit in Europa souveränen Staaten - gegen die EU!

Die despotische EU Gesetzgebung hat schon diktatorische Elemente: Ermächtigungen zur Vertragsänderung, zur Steuererhebung, ohne Volksabstimmung.

Das ist keine Demokratie. Die EU ist despotisch und kann sich zur Diktatur entwickeln.

Wenn die mutige Reporterin, den Fall nicht aufgedeckt hätte, wo bliebe dann die Reinigung der EU?

Wie geschrieben, viel Glück mit der EU, die keine Demokratie ist.

world-citizen
10
28.3.2011, 12:57
Irgendwie ist es schon haarsträubend, wie Sie sich andauernd selbst widersprechen!

Da wollen Sie einerseits den Ausstieg aus der Kenrnkraft, sind aber andererseits für den Fortbestand von souveränen Staaten.
Souveräne Staaten dürfen auf ihrem Gebiet alles tun, was sie wollen ohne Einmischung von aussen. Sie dürfen AKW's betreiben - auch 10 m neben der Grenze und ausserdem noch die Sicherheitsstandards selbst bestimmen - genau das ist Souveränität.
Wenn man den Betreibern in Hinkunft so strenge Auflagen erteilen will, daß der Betrieb unrentabel wird, dann hat wohl nur Euratom die Macht dies auch durchzusetzen. Euratom durch Austritt einzelner Miglieder schwächen zu wollen ist wohl der größte Hirnriss.
Aber wahrscheinlich gehören Sie auch zu denen, die glauben, man könne Feuer mit Benzin löschen.

webinformationat
00
28.3.2011, 23:51
Nach dem neuerlichen Super Gau gibt es überhaupt keine Diskussion mehr: RAUS AUS EURATOM UND EU!

Da ist für Blödheiten kein Platz mehr!

EU-Austretter
00
28.3.2011, 15:41

Die EU hat macht auch 10 m ueber Oesterreich Grenzen hinaus, zugegeben, aber wer hat die Macht in der EU?

world-citizen
00
28.3.2011, 20:23
Wer in der EU die Macht hat, wollen Sie wissen?

Eigentlich können sie selbst im Wikipedia nachsehen. Aber wenn sie dazu nicht in der Lage sind, erkläre ich's Ihnen gerne:
Rat, Kommission und Parlament - Alles gewählte Gremien.
Politik ist immer so schlecht, wie das Volk, das seine Politiker gewählt hat.
Schlechte Politk ist immer das Ergebnis einer schlechten Wahl durch das Volk.

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