Jährlicher Bedarf

Deutschland bräuchte 120.000 studierte Techniker

21. März 2011, 17:22

Auch steigende Absolventenzahl deckt Bedarf nicht - Es fehlen derzeit vor allem Ingenieure

Berlin - Deutschland fehlen im Aufschwung die Techniker. Es gibt derzeit rund 117.000 zu wenig studierte Fachkräfte wie Mathematiker, Informatiker, Naturwissenschaftler und Techniker (MINT), wie aus einer Studie des arbeitgebernahen IW-Instituts hervorgeht. "Die gestiegene Nachfrage nach MINT-Kräften hat den Arbeitsmarkt leer gefegt", sagte IW-Geschäftsführer Hans-Peter Klös am Montag.

Allein im Februar sei die Lücke um 21.000 Personen größer geworden und damit binnen Monatsfrist so weit geworden wie seit dem Jahr 2000 nicht. Arbeitgeber und Industrie riefen Politik und Hochschulen auf, beim Fachkräftemangel gemeinsam gegenzusteuern.

Die bisher größte Fachkräftelücke mit 181.000 gab es im Boomjahr 2000. Fehlten damals vor allem Informatiker, suchen die Firmen derzeit verstärkt Ingenieure. Die Zahl der MINT-Hochschulabsolventen sei zwar seitdem von rund 58.000 jährlich auf 95.000 im Jahr 2009 gestiegen, sagte Experte Klös vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Der Bedarf sei aber deutlich höher und werde auf bis zu 120.000 wachsen.

Technisches Know-how sei das Rückgrat des Geschäftsmodells in der exportorientierten Wirtschaft. Deshalb müssten mehr ausländische Studenten nach ihrer Unizeit in Deutschland gehalten werden. Derzeit kehre rund ein Drittel dieser Technikexperten später in die Heimat zurück. (Reuters)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 43
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Forname Nachnahme
00
29.3.2011, 22:17

Schicken wir Ihnen doch unsere Dipl.Ing. (FH)!

sotho talker
 
01
23.3.2011, 20:54
das müsste die entsprechenden löhne eigentlich ganz schön in die höhe treiben

was? tut es nicht?

na dann...

Management Quatscher
04
23.3.2011, 01:01

Stimmt alles nicht, in Wahrheit fehlen 1,2 Mrd. Techniker und der durch den Mangel bewirkte Umsatzverlust beträgt 500 Billionen Euro. Das haben Umfragen ergeben.

francis79
 
02
23.3.2011, 11:59
ich lese ihre Postings nun schon lange Zeit und las sie sehr gerne.Aber das Lustigmachen über den Fachkräftemangel?

Inzwischen glaub ichs bald selbst - es wird schliesslich dauernd davon berichtet!
Wer weiß wievele der Bettler -die in so manchen Bundesländern vertrieben werden sollen- früher Industriekapitäne waren, die aber nun am Rande der Gesellschaft leben müssen, weil sie Aufträge in 3stelliger Milliardenhöhe nicht annehmen konnten.
Eine leichte Herabsetzung der Mindestlöhne, eine leichte Anhebung der überstundenzuschlagsfreien Normalarbeitszeit (auf ca. 60 wochenstunden), oder eine Zwangsverpflichtung zu einem Fachkraft-Humbolt-Kurs hätt so manchen dieser armen Sandlerln vielleicht sein Firmenimperium gerettet.
Jetzt könnens nur noch betteln oder sich aufs Niveau von Exministern herunterlassen und Lobbyist werden.Des will ma ja a keinem antun oder?

Post(er)
00
26.3.2011, 18:59

Das Problem ist der Missbrauch. Berufseinsteiger werden in der Technik erheblich missbraucht, weil sie deren Interesse und Begeisterung für Technologie an diese Jobs bindet, egal wie hoch das Gehalt. Zukunftsperspektiven gibt es kaum. Anstatt dessen kann man hören, dass es Techniker eben schwerer hätten. Und dass, obwohl diese produktiv arbeiten und die Arbeitplätze der Mitmenschen sichern, die sich frustgeladen kaum dafür dankbar zeigen. In der derzeitigen Situation kann man nur jeden raten, sich von diesen Personalverbrechen fern zu halten, um diese nicht auch noch zu unterstützen. Frauen (Durchschnitt) machen es vor: weniger komplexe Kopfarbeit und trotzdem relativ gut verdienen. Das ist cleverer! Finger weg von geringen Gehältern.

van.der.stiege
00
22.3.2011, 20:00
also das mit....

... den mint fächern mangel in d-land hat doch auch schon ein gewisser herr s in seinem buch vor ein paar monaten angesprochen.

war damals nicht der tenor: wurscht, gibts nicht, stimmt nicht... eh alles super so wie's ist ?

hollareitdulliöööö
00
22.3.2011, 16:45
... wie aus einer Studie des ARBEITGEBERnahen IW-Instituts hervorgeht

... also wieder die wohlbekannte Branchen- und Arbeitgeberpropaganda ...

seit 2000 müsste es doch inzwischen genug Informatiker geben ...

die Krise noch nicht einmal wirklich überwunden - wird geschrien als hätten wir den größten Aufschwung seit den 1930er Jahren ...

francis79
 
00
22.3.2011, 16:31

Fachkräftemangel .... das hört man genauso oft und tritt genaus nie wirklich ein wie
.)eine echte Steuerreform
.)anwenden der hochgepriesenen Marktwirtschaftlichen "Gesetze" in der Personalwirtschaft (höhere Gehälter bezahlen!)
.)eine Verwaltungsreform
etc.

Christian S
00
30.3.2011, 22:55

Genau so ist es!

Christoph Karl Steininger
03
22.3.2011, 14:08
Ja das Überangebot muß erhalten bleiben,

damit man weiterhin Hungerlöhne zahlen und unbezahlte Praktika verlangen kann!

Ruth Schlabbeeritzka-Pangl
03
22.3.2011, 13:48
GÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄHHHHHHHN!!!!!

Die Händeringer sind schon wieder unterwegs...

qwert zuiop
01
22.3.2011, 13:11

frag doch die inder

joejoe
02
22.3.2011, 10:21
"... bräuchte 120.000 studierte Techniker..."

Das kann doch nicht stimmen. Denn würden tatsächlich soviele fehlen, dann wären die 'MINT-Gehälter' in den letzten Jahren so exorbitant gestiegen, dass es einen MINT-Überschuss ... etc. etc...

natoll
00
22.3.2011, 13:28

so schlecht ist die bezahlung nicht. kenne einige die in deutschland in dem bereich arbeiten. da beschwert sich keiner über die bezahlung sondern höchstens über die arbeitszeiten.
verlorene lebenszeit ist für manche durch geld nicht zu ersetzen.

Post(er)
00
26.3.2011, 19:01

also doch zu wenig Gehalt, weil sonst wären es ja nicht verlorene Lebensjahre.

AlBundyFan
 
00
22.3.2011, 09:36
frage?

wenn soviele leute fehlen, dann müßte es doch engpässe geben in diesen bereichen und die gesamte bevölkerung müßte darunter leiden, daß arbeiten nicht ausgeführt werden.

und solange die gesamtbevölkerung nichts von diesen einschnitten merkt, glaube ich auch nicht, daß diese menschen wirklich fehlen.
bzw. heisst das, daß diese zusätzlichen menschen eh nur jobs machen würden, die für die allgemeinheit keinen wirklichen nutzen bringen.

mans zelmerlöw
00
22.3.2011, 10:09

sie haben nicht wirklich ahnung von technik oder?

arcuscosinus
00
22.3.2011, 15:27

Sie haben keine Ahnung vom Markt, oder ?

AlBundyFan
 
06
22.3.2011, 10:31
doch - ich bin softwareentwickler

würden wirklich soviel fehlen würden mir und anderen monatsgehälter ab 10.000 € aufwärts nachgeworfen werden.
davon habe ich aber noch nichts gemerkt.

wenn in einer gesellschaft positionen nicht besetzt werden und die gesellschaft wird aber dadurch nicht negativ beeinflusst, dann fehlen diese jobs auch nicht.

natoll
00
22.3.2011, 13:28

eigentlich gehts hier nicht um softwareentwickler.

Post(er)
00
26.3.2011, 19:03

wo geht es nicht um Software?

JonBut
02
22.3.2011, 12:42
doch - ich bin softwareentwickler

Nicht umsonst steht im Text "Mathematiker, Informatiker, Naturwissenschaftler und Techniker (MINT), ..."
Mit Verlaub, Sie sind Informatiker aber kein Techniker. Die Entwicklung einer Software ist näher der Mathematik als zB der Mechanik. D.h., wenn überhaupt, dann sind Sie eher ein Mathematiker.

sterngucker
 
11
22.3.2011, 16:00
Mit Verlaub, das ist Unsinn

Softwareentwickler stellen technische Produkte her. Daß diese nicht primär physischer Natur sind, ändert nichts an der Praxisbezogenheit des Berufs. Nicht umsonst heißt es im Englischen Software Engineer.

Mathematik ist in der Softwareentwicklung genauso wie bei Mechanikern eine Hilfswissenschaft, die der Erreichung des praktischen Zwecks dient, aber nicht der primäre Fokus.

JonBut
01
22.3.2011, 16:25

Nach Ihrer Sicht sind auch Autoren Ingenieure.
Sie schreiben den Text für Bücher in einer Sprache, das ja auch Ingenieure verwenden.
Das ist mE Unfug.

sterngucker
 
12
22.3.2011, 17:54
Dieser Vergleich ist völlig unzutreffend

Weil das Erstellen von Software vornehmlich auf textueller Basis erfolgt (was keineswegs immer so war und immer so bleiben muß), kann man Sourde Code nicht mit Literatur gleichsetzen. Software ist eine strukturierte Abfolge von Anweisungen zur Steuerung von Maschinen. Die textuelle Form dient lediglich dazu, ihre Erstellung leichter zu machen und zu automatisieren.

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